DOSSIER mit 163 Beiträgen

Journalistische Praxis

Kavaliersdelikt Diebstahl

Die Nachsicht, mit der die Plagiatsvorwürfe gegen Weltwoche-Journalist Urs Gehriger abgehandelt werden, ist unangebracht. Wem es egal ist, was in Texten steht und wie sie zustandegekommen sind, dem sind auch seine Leser egal.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Ahnungslosigkeit und Ignoranz als Recherchevoraussetzung

Der Berliner Unternehmer Enno Lenze erhält aufgrund seiner anti-rassistischen Tätigkeit regelmässig (Mord)drohungen, auch über Facebook. Nun wollte Lenze für eine Geldsammlung über die «beste» Drohung abstimmen lassen und diese Aktion auf Facebook bewerben. Geht aber nicht. Facebook findet die Drohungen, sie sie zuerst durchgelassen haben, nun plötzlich zu vulgär. Darüber hat Enno Lenze zahlreichen Journalistinnen Weiterlesen …

Alles ist Recherche

Die inflationäre Verwendung des Recherche-Begriffs für jegliche Form journalistischer Fragerei wertet den Begriff ab. Oder anders: Je weniger recherchiert wird, desto offensiver wird die Nicht-Recherche als Recherche verkauft. Anlass genug für Michael Furger, dieser Unsitte in der aktuellen NZZ am Sonntag seine Medienkritik zu widmen.

Plädoyer für eine aufgeklärte Meinungslosigkeit

Medien lechzen nach Meinungen, Social Media noch mehr. Je extremer und polarisierender, desto besser. Inzwischen spriessen Meinungen wie Unkraut. Es gibt sie an jeder Ecke, aber sie schaden einem Diskurs oft mehr als sie ihn produktiv befeuern. Lara Prendergast, Kolumnistin beim «Spectator», plädiert darum für mehr Zurückhaltung und den Mut, öffentlich zu seiner Meinungslosigkeit zu Weiterlesen …

Nur der Vergleich mit den Fussballfeldern fehlt

Andere Länder, andere Vergleichsmassstäbe: Das Online-Magazin «Quartz» hat verdienstvollerweise zusammengestellt, womit Medien rund um den Erdball die Fläche des jüngst abgebrochenen Eisbergs in der Antarktis vergleichen. Das reicht von der «Hälfte Flanderns», über «25 Mal Buenos Aires» bis zur Grösse von Delaware.

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Journalismus zum Fremdschämen

Der Chefreporter des «Hamburger Abendblatts» ist stolz wie Bolle, dass er ein Selfie mit Präsidententochter Ivanka Trump machen durfte. Anstatt das Bild nur auf Social Media zu veröffentlichen – was man ihm nicht verübeln würde – schreibt er einen ganzen Artikel über seinen Abend mit Ivanka im Hotel Vier Jahreszeiten.