DOSSIER mit 308 Beiträgen

Medienethik

Presserat: Falsches Wahrheitsministerium

Journalisten sollten nicht Richter spielen, schon gar nicht über ihresgleichen. Der Schweizer Presserat tut allerdings genau das. In letzter Zeit gebärdet er sich gerne als Wahrheitsministerium, das im Nachhinein beurteilt, was hätte geschrieben werden dürfen und was nicht. Das muss früher oder später mit der Freiheit und dem Auftrag der Journalisten kollidieren.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Im «Spiegel» verschwindet ein Breitbart-Vergleich

Es mag menschlich verständlich sein, einem Konkurrenten im Vorbeigehen eine reinwürgen zu wollen. Wenn das aber der «Spiegel» in seinen Spalten tatsächlich tut und den Vorgang nicht für weiter erklärungsbedürftig hält, dann zeugt das von einer Sittenverluderung. Anmerkungen zur nicht existenten Fehlerkultur des «Spiegel». In seiner Jubiläumsausgabe zum 70. Geburtstag zeigte der «Spiegel» auf, durch Weiterlesen …

Die Asche auf dem Haupt der alten Tante

Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Das gilt ärgerlicherweise auch für die NZZ. Eine kleine, schamvolle Zusammenstellung mit Gelegenheiten für Sie zu beweisen, dass Sie es besser wissen.

Leiter (w/m) 90%

Als Leiter/in führst Du ein Team von drei Redaktoren. Dein Ehrgeiz ist es, in der Region Zürich die Themen als erster zu erkennen und in der öffentlichen Debatte zu setzen. Zusammen mit Deinem Team recherchierst Du die spannendsten und wichtigsten Lokalgeschichten und verfasst diese anschliessend für die Online- bzw. Mobile-Seite. Aus diesen Beiträgen wählst Du…

Selbst auferlegte Zurückhaltung nach Terroranschlägen

Nach jedem Terroranschlag steht die Berichterstattung in der Kritik, sie spiele den Attentätern in die Hände. Die aufgeregte Medienreaktion sei Teil des Terror-Kalküls. In manchen Teilen mag die Kritik unerealistisch und überrissen sein, denn gar nicht berichten geht ja auch nicht und den Schrecken weichzuzeichnen, widerspräche journalistischen Grundsätzen. Wenn es aber darum geht, dem oft Weiterlesen …

Kleinliches Korrigendum

Eine Lokalzeitung in Kentucky (USA) entschuldigt sich für die seit über hundert Jahren fälschlicherweise verwendete Bezeichnung von Hot-Dogs als Sandwiches. Doch es gibt Kritik an der Selbstkritik. Ein Kolumnist im eigenen Blatt weist darauf hin, dass im «Merriam-Webster»-Wörterbuch Hot-Dogs als Sandwiches bezeichnet werden.

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Vermittler zwischen Redaktion und Publikum

14 Jahre lange beschäftigte die New York Times einen sogenannten Public Editor. Insgesamt sechs Redaktorinnen und Redaktoren dienten in dieser Zeit als Schnittstelle zwischen Redaktion und Publikum. Nun wurde der Posten abgeschafft, der nach dem Plagiatsskandal um Jayson Blair 2003 eingeführt wurde um das Vertrauen der Leser zurückzugewinnen. Das Fachmagazin Columbia Journalism Review hat sich Weiterlesen …

Wer kontrolliert den Presserat?

Auch der Presserat kann irren. Zwei aktuelle Entscheide stehen in der Kritik. BaZ-Bundeshausredaktor Dominik Feusi greift zum Zweihänder und stellt die Existenzberechtigung des Gremiums an sich in Frage. So weit braucht man indes nicht zu gehen, um berechtigterweise zu fragen, ob und wie das Selbstkontrollgremium auf seine Einschätzungen zurückkommen und sie allenfalls korrigieren wird.