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Standpunkt

Gruppenbild ohne Dame

Sylvia Egli von Matt, 19. April 2011, 13:04

Sieben Männer an der SRG-Spitze – und keine einzige Frau. So sieht die Führungsetage des gebührenfinanzierten Rundfunks in der Schweiz 2011 aus. Dürfen die das? Dumme Frage. Natürlich darf die SRG das. Der SRG schreiben zwar Viele Vieles vor, doch Geschlechterquoten gibt es auch für sie nicht. Und Absichtsverklärungen, wie die Forderung nach Geschlechterparität im Gesamtarbeitsvertrag, sind halt nur Absichtserklärungen.
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«Dürfen die das?»

Redaktion, 19. April 2011, 13:04

Journalisten und Medien gebärden sich bisweilen eigenartig und handeln schwer nachvollziehbar. Nun ist das keine Exklusivität dieser Branche, auch anderswo geschieht manch Merkwürdiges. Nur irritiert es in den Medien umso stärker, da sie selbst sofort zur Stelle sind, wenn sich anderswo Widersprüche auftun.
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Abrechnung, nachgerechnet

Nick Lüthi, 11. April 2011, 11:51

Alljährlich vergibt die Berner Tageszeitung «Der Bund» (Tamedia) einen Essaypreis. «Ich bin dann mal im Cyberspace» lautete der Schreibauftrag in diesem Jahr. Eine Expertenjury und das Publikum hat mit dem Text «Wir sind viele» eine «Abrechnung» mit dem Internet zum Gewinner gekürt. Autor des Werks ist der 27-jährige Michael Fässler. Bei genauerer Lektüre erweist sich das am Samstag veröffentlichte 15’000-Zeichen-Stück als Ansammlung von Plattitüden, gespickt mit Faktenfehlern.
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Das Gegenteil vom Gegenteil

Im Visier von rechts
Ronnie Grob, 28. März 2011, 12:50

Am 3. März titelt die «Weltwoche» zur Einwanderung von Ausländern: «Macht die Grenzen dicht». Eine Woche später ertönt das Echo, auf den Schweizer Seiten der «Zeit»: «Macht auf das Tor» – das Titelblatt der Weltwoche sei «reine Angstmacherei».

Am 10. März titelt die «Weltwoche» zum Nationalbank-Chef Philipp Hildebrand: «Der Falschmünzer». Zwei Wochen später ertönt das Echo, vom «Magazin»: «Die Attacke: Was hinter den Angriffen auf die Nationalbank steckt» – die Weltwoche liefere «allwöchentliche Tiraden, die unbehindert von Sachkompetenz die SNB unter Sperrfeuer nehmen».

Ist es also wahr? Die «Weltwoche» ist ein Leitmedium, das Themen setzt und zum Widerspruch herausfordert?
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«Das lässt sich nicht sagen»

Nick Lüthi, 25. März 2011, 10:53

Keine Katastrophe, kein Krieg ohne die Omnipräsenz von Experten in den Medien. Der Konflikt um Libyen beschert den «Strategieexperten» Spillmann und Stahel zahlreiche Auftritte in Schweizer Medien. Obwohl sie viel reden, haben sie nicht viel zu sagen.
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Viel Redundanz und wenig Substanz

Nick Lüthi, 7. März 2011, 15:23

Erstmals lanciert Tamedia ein mehrsprachiges publizistisches Angebot. Im Politblog, an dem vier Deutschschweizer Zeitungen und zwei Redaktionen aus der Romandie beteiligt sind, will der Sprachaustausch aber nicht recht gelingen. Und auch sonst liegt in diesem Projekt des Newsnetz zum «Superwahljahr» einiges im Argen.
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Medientanz nach SVP-Pfeife

Nick Lüthi, 7. Februar 2011, 18:18

Über die Höhe der Rundfunkgebühren wird seit jeher leidenschaftlich, aber meist ohne viel Sachverstand, gestritten. Auch die Androhung eines Zahlungsboykotts ist nichts Neues. 1995 war es der Stadtzürcher Gewerkschaftsbund, der eine solche Massnahme erwogen hatte, weil das Sendegefäss «…zum 1. Mai» gestrichen wurde. Heute droht die SVP, nachdem das Schweizer Fernsehen ihr Feindbild Roger Schawinski als Talkmaster angestellt hat.
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Schawi, de Weck und die neue SRG

Urs Gossweiler, 3. Februar 2011, 15:46

Gastbeitrag von Urs Gossweiler, Verleger der Jungfrau Zeitung und Präsidiumsmitglied Verband Schweizer Medien

Das grosse Thema von heute waren weder die Unruhen in Ägypten noch der straffällig gewordene Sozialtherapeut. Das grosse Thema heute war Roger Schawinski, der zu seiner «ersten Liebe», dem Schweizer Fernsehen, zurückkehrt. Dabei ist seine Abkehr vom Anti-SRG-Kurs gar keine Überraschung. Bereits Mitte der 90-er Jahre hatte sich Schawinski für den Posten des SRG-Generaldirektors beworben. Armin Walpen machte jedoch das Rennen. Spannender und genialer ist die Geschichte aus der Sicht von Roger de Weck: Er integriert einen der grössten Kritiker der SRG gleich ins System und macht ihn somit mundtot. Mehr …