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AKTUELL

Kein «Knieschuss gegen die Medienfreiheit»

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Dominique Strebel, 5. Oktober 2016, 16:24

Medienschaffende, die Vorwürfe und Kritik an Personen nur auf anonyme Quellen stützen, müssen eine Verurteilung wegen Ehrverletzung in Kauf nehmen. Quellenschutz hat die Richter dabei nicht zu interessieren. Das ist juristisch absolut korrekt. Es gibt aber Massnahmen, die das Risiko einer Verurteilung verkleinern.
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Journalistenfütterung

soz
René Zeyer, 4. Oktober 2016, 13:25

Was macht man heute, wenn man eine offene Rechnung mit einer in der Öffentlichkeit stehenden Person hat? Man füttert einen Journalisten an. Der freut sich über einen «Primeur», einen «Exklusiv-Bericht». Das letzte Mass der Dinge im verludernden Journalismus.
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Transparenz ohne Wert

Maske
Lothar Struck, 3. Oktober 2016, 19:24

Und wieder ist ein Meisterstück des investigativen Journalismus gelungen. Das Geheimnis, wer sich hinter dem Pseudonym der italienischen Bestsellerautorin Elena Ferrante verbirgt, ist gelüftet. Über eine Recherche als Selbstzweck und ohne Erkenntnisgewinn.
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Blätter fallen, Blüten spriessen

entlassen
Nick Lüthi, 29. September 2016, 11:34

Gleich dutzendfach werden derzeit Redaktionsstellen gestrichen. Den herbstlichen Abbaureigen eröffneten die AZ Medien, dann folgte Tamedia mit dem Schnitt in der Westschweiz, ebendort dürfte Ringier demnächst Journalisten entlassen. Die negative Personalentwicklung folgt damit dem wirtschaftlichen Niedergang der gedruckten Presse. Einen Aufschwung erleben dagegen Digitalplattformen für ein junges Publikum, die vermehrt auf Journalismus setzen.
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Lügen als Erfolgsrezept

luege
Casper Selg, 26. September 2016, 11:52

Donald Trump setzt neue Massstäbe. Noch nie wurde im amerikanischen Wahlkampf so erfolgreich so viel gelogen. Und das will etwas heissen. Bezogen auf Trump. Und bezogen auf den politischen Prozess in den USA. Das US-Mediensystem begünstigt und befördert diese Art von postfaktischem Wahlkampf.
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Über das Private

schlüsselloch
René Zeyer, 21. September 2016, 14:12

Drei aktuelle Fälle befeuern die Debatte, wo die Grenze zwischen Privatangelegenheit und gerechtfertigtem öffentlichem Interesse verläuft. Geht es darum, eklatante Widersprüche im Verhalten Prominenter aufzudecken, kann von einem unbefugten und unanständigen Eindringen in die Privatsphären keine Rede sein. Da es hier um eine allgemeine Erörterung geht, schützen wir die Betroffenen, indem die Namen nicht genannt werden.
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Aus zwei mach eins

Qualität
Nick Lüthi, 20. September 2016, 16:54

Die Macher des Medienqualitätsratings wollen die Debatte über die Medienqualität in der Schweiz befeuern. Das «Jahrbuch Qualität der Medien» will das auch und hat in den letzten Jahren schon die eine oder andere Debatte angestossen. Vernünftigerweise müssten die beiden Projekte zusammenspannen.
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Es drohen amerikanische Zustände

bigbrother
Gabriel Gasser, 19. September 2016, 14:44

Das neue Nachrichtendienstgesetz NDG würde die Arbeit von Medienschaffenden in der Schweiz erheblich erschweren, der Quellenschutz wäre nicht mehr gewährleistet. Was eigentlich der ganzen Branche Anlass zur Sorge geben sollte, ruft – abgesehen von kritischer Berichterstattung – erstaunlich wenig Widerspruch bei Redaktionen und Verlagen hervor.
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