AUF DEM RADAR

Panama Papers, Zeitungsskandal, Meinungslosigkeit, Penis-Dialog

Nachwirkungen der «Panama Papers»

Am Freitag hat das oberste Gericht Pakistans den amtierenden Ministerpräsidenten Nawaz Sharif des Amtes enthoben. Grund für die Entlassung waren Korruptionsvorwürfe gegen Sahrif und dessen Familie, die sich auf die sogenannten «Panama Papers» abstützten. Im April 2016 enthüllte ein internationales Konsortium von Journalisten Finanzdaten aus Dokumenten einer Anwaltskanzlei aus Panama, die in die Hände von Redaktoren der Süddeutschen Zeitung gelangt waren. Die höchsten Richter Pakistans gelangten aufgrund dieser Enthüllungen zum Schluss, dass der Ministerpräsident über eine Briefkastenfirma Einkünfte erhielt, die er nicht deklariert hatte, wozu er von Gesetzes wegen verpflichtet gewesen wäre.

Erfundene Zeitungskommentare als politische Gefälligkeit?

Die einflussreichste Zeitung Serbiens steht im Verdacht der politischen Stimmungsmache mittels Fake News. «Politika» hat in kurzer Folge drei anti-feministische Meinungsartikel von Autoren veröffentlicht, die es nachweislich nicht gibt. In einem Fall wurde als Autorenfoto das Bild eines deutschen Schauspielers verwendet. Für das Bild entschuldigte sich die Zeitung, was die Inhalte angeht, spricht die Zeitung von einem Hackerangriff. Wenig glaubwürdig, findet die ehemalige Chefredaktorin von «Politika». Für sie steht ein anderer Verdacht im Raum: Mit den drei Tiraden könnte die Redaktion dem Staatspräsidenten einen Gefallen getan haben. Das würde dem Medienverständnis in Serbien durchaus entsprechen, wo Journalisten den Mächtigen zu gefallen versuchen.

Plädoyer für eine aufgeklärte Meinungslosigkeit

Medien lechzen nach Meinungen, Social Media noch mehr. Je extremer und polarisierender, desto besser. Inzwischen spriessen Meinungen wie Unkraut. Es gibt sie an jeder Ecke, aber sie schaden einem Diskurs oft mehr als sie ihn produktiv befeuern. Lara Prendergast, Kolumnistin beim «Spectator», plädiert darum für mehr Zurückhaltung und den Mut, öffentlich zu seiner Meinungslosigkeit zu stehen. Denn bei allem Meinungsgetöse im Namen der Redefreiheit sei es eine der wertvollsten Freiheiten einfach zu sagen: «Tut mir leid, ich weiss es nicht.»

Er hat Penis gesagt – was sollen wir nun schreiben?

Der neue Kommunikationschef des Weissen Hauses, Anthony Scaramucci, rief einen Redaktor des Magazins «New Yorker» an, um die Quelle einer Indiskretion in Erfahrung zu bringen. Im Verlaufe des Gesprächs setzte Scaramucci zu einer wüsten Tirade an, in der er seine Gegenspieler verunglimpfte. Dabei fielen auch die inzwischen legendären Worte: «I’m not Steve Bannon, I’m not trying to suck my own cock.» Redaktionen standen nun vor der Herausforderung, wie sie die vulgäre Phrase zitieren sollten. So auch die Deutsche Presse-Agentur. Anfänglich hielt sich die dpa vornehm zurück und schrieb in einer ersten Nachricht: «Die Äusserungen über Bannon sind nicht zitierfähig.» Erst in einer weiteren Meldung ihres US-Korrespondenten folgte das Zitat dann wörtlich und übersetzt.

Weitere Beiträge dieser Woche

Getarnte Werbung, einflussreiche Journalisten, politische Youtuber, legendäre Dokumentation

Fallstricke des Native Advertising

Eine umfassende Bestandesaufnahme zu «getarnten» Werbeformaten in Schweizer Medien erscheint in der aktuellen Ausgabe des Medienmagazins «Edito». Chefredaktorin Nina Fargahi stiess bei ihren Recherchen auf eine interessante Begebenheit: Ein Schlaf-Forscher der Uni Zürich wusste nicht, dass er für ein von Ikea gesponsertes Werbeformat Auskunft gibt, als er vom Tages-Anzeiger befragt wurde. Die Zeitung bezeichnet das Vorgehen als Lapsus, der sich nicht wiederholen soll. Der Fall zeigt, dass überall Tücken lauern im Umgang mit Werbung im redaktionellen Gewand. Aber ohne geht es offenbar nicht mehr. Auf den Punkt bringt es ein nicht namentlich genannt werden wollendes Kadermitglied einer Schweizer Tageszeitung: «Ich habe lieber eine versteckte Werbung im Blatt, als dass ich eine Redaktorenstelle streichen muss.»

Journalisten als Influencer und fünf weitere Zukunftsrezepte

Zur Zeit machen sich gerade wieder ein paar erfahrene Medienmacher öffentlich Gedanken über die Zukunft des Journalismus und seiner Organisationsstrukturen. Thomas Knüwer, ehemaliger Journalist und heute Digitalberater und Medienblogger, nimmt das zum Anlass, auch in den Chor einzustimmen. Er tut dies mit «6 Vorschlägen für eine andere Medienwelt». Das beginnt mit dem recht banalen Postulat, dass aus Redaktoren Influencer werden sollten. Eine Rolle, die früher auch und vor allem Journalisten spielten, mit ihrem Urteil beeinflussten sie ihr Publikum, wie das heute Instagrammer und Youtuber tun. Auch die weiteren Vorschläge Knüwers orientieren sich an Erfolgsmodellen der digitalen Medienwelt, sei es bei der Innovationssuche oder der Startup-Kultur als Gegenmodell zur oft schwerfälligen Produkteentwicklung in Medienhäusern.

Guck mal, wer da fragt!

Angela Merkel ist im «Neuland» angekommen: Heute trifft sich die deutsche Bundeskanzlerin mit vier Youtubern zu einem stündigen Gespräch, das live gestreamt wird. Anders als bei früheren Youtube-Auftritten der Kanzlerin wurden die Fragen nicht vorher abgesprochen, es gilt: live is live und gesagt ist gesagt. Die FAZ stellt die vier jungen Internet-Prominenten vor, die der Kanzlerin Fragen stellen dürfen. Zusammen erreichen sie rund drei Millionen Nutzerinnen und Nutzer, ihr Interesse reicht von Wissensvermittlung bis Schmink-Tipps. Von den vier Youtubern traut die FAZ Mirko Drotschmann alias MrWissen2go am ehesten kritische Fragen zu, weil er eine journalistische Ausbildung vorweist. Aber bekanntlich ist das Internet immer wieder für Überraschungen gut und auch eine Beauty-Bloggerin könnte eine Kanzlerin ins Schwitzen bringen.

So arbeitet die legendäre «Spiegel»-Dokumentation

Digiday bietet einen Einblick in die legendäre Dokumentation des «Spiegel». Das Nachrichtenmagazin beschäftigt 70 Faktenprüfer, die eng mit der Redaktion zusammenarbeiten und sie bei ihren Recherchen begleiten und beraten. Rückgrat der Dokumentation ist ihr Archiv und die Datenbanken. Wöchentlich werden die mit 60’000 neuen Artikeln aus deutschen und internationalen Medien ergänzt. Um sich darin zurechtzufinden nutzt, nutzen sie selbst entwickelte Suchinstrumente, welche die Informationen besser ordnen und zugänglich machen als Google dies könne, sagt Hauke Janssen, Leiter der «Spiegel»-Dokumentation.

Kollegenorientierung, Robotertexte, Kommentarquiz, Dudenwillkür

Der Journalist als Frontkämpfer

Einen wichtigen Grund für die Vertrauenskrise, in der sich der Journalismus befindet, ortet Markus Völker in der Kollegenorientierung der Medienschaffenden. Dabei verlören sie das Publikum aus den Augen. Wichtiger sei es, sich mit der eigenen Peergroup zu verkumpeln, respektive gegen anderen zu schiessen. Das lässt sich tagtäglich auf Twitter und Facebook beobachten. Solche Selbstbezogenheit kommt beim Publikum schlecht an und trägt nicht eben zur Vertrauensbildung bei.

Achtung: dieser Text wurde nicht von Menschenhand verfasst!

Sollen journalistische Beiträge speziell gekennzeichnet werden, wenn sie von Computersoftware generiert wurden? Für Journalistenverbände und Medienethiker ist das keine Frage: «Robotertexte» müssen als nicht von Menschenhand verfasst ausgewiesen werden. Das gebiete allein schon die Quellentransparenz, wie sie auch sonst für den Journalismus gelte. In einer Umfrage des Medienmagazins «journalist» sprach sich eine Mehrheit der Befragten für die Kennzeichnung aus. Zurückhaltend zeigte sich dagegen der deutsche Verlegerverband. Man müsse es den einzelnen Redaktionen überlassen, wie sie damit umgehen, so der BDZV. Ausserdem sehe man «keine Notwendigkeit, in der gegenwärtigen Phase mit Empfehlungen Einfluss auf die Praxis zu nehmen.»

Lieber nur das Quiz lösen als online kommentieren

Vor einem halben Jahr hat NRK beta, das Technologie- und Entwicklungsblog des norwegischen Rundfunks, eine originelle Zutrittshürde zum Kommentarbereich eingeführt. Wer einen Beitrag kommentieren will, muss zuerst ein paar Fragen zum Inhalt des Artikels beantworten. Das Modell stiess auf grosses internationales Interesse. Nun zieht NRK eine Zwischenbilanz. Was am meisten auffällt: Viele Nutzer wollen gar nicht kommentieren, sondern einfach nur das Quiz lösen. Womit NRK zwei Fliegen auf einen Streich trifft: die Kommentarhürde erhöht mittels Gameification die Attraktivität der Artikel.

Was sucht die «Saftschubse» im Duden?

5000 neue Begriffe hat der Duden in die neueste Ausgabe seines Wörterbuchs aufgenommen. Aber nach welchen Kriterien? «Spektrum»-Kolumnist Ekkehard Felder erkennt eine gewisse Willkür: «Der Duden verhält sich bei der Aufnahme neuer Wörter in das Wörterbuch wie ein Flexitarier beim Essen: ohne klare Linie – mal so, mal so.» Als Beispiel für die fehlende Linie nennt er die 2013 erfolgte Aufnahme des despektierlichen Begriffs einer «Saftschubse» für Flugbegleiterin. Felder fordert darum mehr Transparenz. Der Duden-Verlag «soll seine Linie der Aufnahmepolitik – welche Wörter kommen in das Wörterbuch – verständlich und transparent mit der Sprachgemeinschaft diskutieren.»

Dünnhäutig, ahnungslos, scheinflussreich, gefrässig

Kommentarverzicht der NZZ am Sonntag: dünnhäutig und inkonsequent

Die NZZ am Sonntag verzichtet darauf, eine Kommentarfunktion auf ihrer neuen Website anzubieten. Damit bewegt sich die Zeitung auf Augenhöhe mit dem wochentäglichen Schwesterblatt. Die Neue Zürcher Zeitung hat Anfang Jahr ihre Kommentarspalten geschlossen und führt seither nur noch punktuell moderierte Leserdebatten auf ihren Seiten. Als Begründung für den präventiven Kommentarverzicht nennt die NZZ am Sonntag die zu erwartenden «Hasskommentare» und der damit verbundene Moderationsaufwand; man wolle sich keine «keine Aufräumtruppe leisten». Natürlich steht es jeder Redaktion frei, wie sie ihre Ressourcen einsetzt. Was aber am Entscheid der Zürcher Sonntagszeitung irritiert, ist die schwache Begründung und die inkonsequente Umsetzung: Als Beleg für die zu erwartenden Hasskommentare dient – in Ermangelung von Online-Kommentaren – ein handschriftlich signierter Leserbrief, der zwei Rubriken der «Stil»-Beilage etwas harsch, aber keineswegs unter der Gürtellinie, kritisiert und sich ob der grassierenden Verwendung von Anglizismen mokiert. Wer das als «Hass» versteht, ist etwas gar dünnhäutig. Und quasi als Pointe wird unter dem Beitrag, der den Kommentarverzicht begründet, dazu aufgerufen, via Twitter und Facebook «bessere Vorschläge» einzureichen. Auf Social Media werden die Redaktion der NZZ am Sonntag garantiert keine Hasskommentare erreichen.

Ahnungslosigkeit und Ignoranz als Recherchevoraussetzung

Der Berliner Unternehmer Enno Lenze erhält aufgrund seiner anti-rassistischen Tätigkeit regelmässig (Mord)drohungen, auch über Facebook. Nun wollte Lenze für eine Geldsammlung über die «beste» Drohung abstimmen lassen und diese Aktion auf Facebook bewerben. Geht aber nicht. Facebook findet die Drohungen, sie sie zuerst durchgelassen haben, nun plötzlich zu vulgär. Darüber hat Enno Lenze zahlreichen Journalistinnen und Journalisten Auskunft geben. Viele haben den Vorgang verstanden, manche aber nicht. Und nicht etwa nur in Detailfragen nicht, sondern überhaupt nicht. Lenze dokumentiert in seinem Blog die absurdesten Journalistenfragen. Und das klingt dann so: «Können wir nicht mal mit der Polizei zusammen bei Facebook anrufen und einfach fragen, warum das so ist?» Uns so geht es weiter. Die Ahnungslosigkeit ist mit Händen greifbar. Man möchte schreien, aber lacht dann doch nur.

Wir basteln uns einen Influencer

Der Hype um das Influencer Marketing scheint gerade keine Grenzen zu kennen. Verständlich: Wer will sich nicht auch noch ein Stück vom Milliardenkuchen abschneiden? Nichts einfacher als das. Die Agentur Mediakix zeigt in einem Experiment, wie leicht es derzeit ist, auf Instagram Fantasiefiguren zu schaffen, die als Influencer durchgehen. In einem Fall setzte die Agentur ein reales Model ein, in einem zweiten Fall beschaffte man sich das Bildmaterial für den Instagram-Account sogar nur von Stock-Photo-Plattformen. Nun brauchten die beiden fiktiven Figuren noch Follower und Interaktionen – kann man alles kaufen. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, um attraktiv genug zu erscheinen als Werbebotschafter. Mit ein paar Klicks sind Aufträge an Land gezogen. Zwei weitere Influencer waren geboren, die für ihre schiere Existenz Geld kassieren. Und sie sind nicht die einzigen dieser Fake-Figuren. Was wiederum ein Problem für die ganze Branche ist. Millionen von Werbegelder verpuffen wirkungslos.

Google verschlingt das freie Internet

Im Alltag nimmt man es als Erleichterung wahr, wenn Webseiten schneller angezeigt werden und die gesuchten Informationen unmittelbar verfügbar sein. Aus Distanz betrachtet, zeigt sich indes ein bedrohliches Bild: Wenn wir bei einer Google-Suche immer öfter im Google-Universum festgehalten werden und nicht mehr via Link auf eine Website gelenkt werden, verheisst das nichts Gutes für das freie Internet. Ähnlich wie Facebook entwickelt sich Google immer mehr zu einem geschlossenen Ökosystem. Der Grund dafür liegt auf der Hand: «Das offene Web zeigt sich oft wild und unordentlich, während es geschlossene Plattformen den Unternehmen erlauben, das Verhalten der Nutzer zu kontrollieren, verfolgen und zu monetarisieren».

Feuchter Werbe-Traum, hybride Zukunft, schlechte Journalisten, Twitter-Debakel

Product placement 2.0

Angesichts verbreiteter Adblocker und grassierender Aversion gegen Reklame jeglicher Art, klingt dieses Konzept wie der feuchte Traum der Werbung: spontan und digital auswechselbares Product placement in Filmen und Serien. Je nach zahlendem Kunde kann zum Beispiel ein Flugzeug das Logo dieser oder jener Fluggesellschaft tragen. Oder das Smartphone eines Darstellers ziert einmal ein angebissener Apfel und ein andermal der Schriftzug eines südkoreanischen Herstellers. Der Technologie-Dienstleister Accenture arbeitet mit Hochdruck daran, diese Form virtueller Werbung marktfähig zu machen. Noch gilt es aber technologische, regulatorische und (urheber)rechtliche Hürden zu nehmen. Accenture wittert ein Milliardengeschäft: Zum einen könnten ganze Back-Kataloge mit Filmen und Serien nachträglich mit bezahlten Produkten garniert werden, zum anderen wäre es möglich, je nach Zielgruppe in ein und demselben Film unterschiedlichen Marken eine Plattform zu bieten.

In visuelle Geschichten eintauchen

Video gewinnt zwar zunehmend an Bedeutung für die Vermittlung journalistischer Inhalte, doch Bewegtbild allein sei nicht die Zukunft, schreibt Cory Haik, Chefredaktor von Mic. Vielmehr würden hybride Formen aus Text, Bild und Video ansprechen. «Was der Markt zeigt, und was ich grundsätzlich glaube, ist, dass die Zuschauer in eine visuelle Geschichte eintauchen wollen, die von der ganzen Palette an kreativen Techniken Gebrauch macht, die der kleine kleine Computer in ihrer Hand bietet, der mit dem Internet verbunden ist.» Das sei eben nicht «Video», so Haik, sondern eine neue Form des Journalismus.

«Politisch und gesellschaftlich bevorzugte Männer»

Nach der Aufregung um das «Manifest» eines Google-Mitarbeiters, der die Eignung von Frauen in technologischen Berufen aufgrund biologischer Merkmale in Frage stellte, dreht «Welt»-Autorin Annet Selle in einer Glosse den Spiess um und erklärt, warum Männer die schlechteren Journalisten sind. Grund eins: «Männer haben längere Beine, einen kürzeren Rumpf und schmalere Hüften als Frauen. Deshalb können sie nicht so gut sitzen. Und Journalisten sitzen viel.» Und so geht es weiter. Selle findet Argument um Argument, «die Liste ist lang». Fazit: «Fühlt euch also bitte nicht angegriffen, liebe Kollegen. Ihr seid schlecht in eurem Job, den ihr nur habt, weil ihr politisch und gesellschaftlich bevorzugt werdet.»

Leo gibt Gas

Wer seinen Twitter-Account in die Hände eines ehemaligen Chefredaktors des Satire-Magazins «Titanic» legt, darf sich nicht wundern, wenn dieser tut, wie ihm gefällt. Doch das «Zeit Magazin» war naiv genug zu meinen, von Leo Fischer zu erwarten, dass er ganz brav und harmlos herumtippt. Doch gefehlt: Einmal am Drücker, gibt Leo Gas. Er vermeldet den Tod von Ex-Fussballer und Ex-TV-Experte Mehmet Scholl, sowie Explosionen in Nordkorea. Daraufhin dauert es nicht lange, bis das «Zeit Magazin» das Twitter-Experiment vorzeitig beendet. Leo Fischer zeigt sich nicht enttäuscht, höchstens etwas überrascht: «Ich hätte nur gedacht, dass ein Magazin, in dem ein Harald Martenstein publizieren kann, auch Spielraum für andere Wirrköpfe mit Geltungssucht hat.»