AUF DEM RADAR

Silicon Valley vs. Journalismus, was ist los mit «Arte»?, Achtung Propaganda!, Sex in Norwegen

Wenn zwei Welten aufeinander prallen

Nachdem das traditionsreiche Nachrichtenmagazin New Republic in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, bot sich Chris Hughes als Retter an. Der Facebook-Mitgründer erwarb 2012 eine Mehrheit am Verlag und machte sich daran, das Heft auf Vordermann zu bringen. Als Chefredaktor holte er Franklin Foer zurück, der die Redaktion schon zuvor geleitet hatte. Foer beschreibt nun, wie da zwei Welten aufeinander prallten. Anfänglich schien man sich noch zu verstehen, doch irgendwann nahm auch mit Chris Hughes die Silicon-Valley-Logik Überhand, der Journalismus sah sich der Logik von Facebook und Google unterworfen. Foer verabschiedete sich als Chefredaktor. Und später verlor auch Hughes das Interesse an seinem neuen Spielzeug und verkaufte die New Republic 2016.

«Arte» in der Bredouille

Der Kultursender «Arte» hat ein Problem: Der Dokumentarfilm «Gaza: Ist das ein Leben?» verletzt in mehrfacher Hinsicht elementare journalistische Standards, angefangen damit, dass die Autorin des Films eine pro-palästinensische Aktivistin ist, die auch auf dem Portal Electronic Intifada publiziert, das den Positionen von anti-israelischen Terrororganisationen nahe steht. «Arte» äussert sich dazu nur summarisch und sieht im Engagement der Autorin kein Problem. Die Ausstrahlung der Gaza-Doku steht umso stärker in einem problematischen Licht, weil der Sender erst unlängst einen peinlichen Eiertanz aufgeführt hatte und einen Film über den neuen Antisemitismus anfänglich nicht zeigen wollte, weil der Fokus zu stark auf dem Nahe Osten gelegen habe. Stefan Frank zeichnet nach, wie «Arte» im Fall der beiden Dokumentarfilme mit zweierlei Ellen gemessen hat und sich dann dumm stellt, wenn man sie damit konfrontiert.

«Propaganda wird verharmlost oder ignoriert»

Der Medienwissenschaftler Stephan Russ-Mohl wundert sich, wie selten deutschsprachige Medien politische Propaganda autokratischer Regimes thematisierten und problematisierten: «Viel zu selten gerät ins Blickfeld, wie systematisch Autokraten, aber auch linke und rechte Populisten das Geschäft der Desinformation betreiben.» So werde etwa der Einfluss und das Potenzial sogenannter Social Bots, also ferngesteuerter Textautomaten, erst allmählich erkannt. Russ-Mohl fokussiert vor allem auf die Aktivitäten russischer Medien. Dass auch westlich Akteure das Instrumentarium der Propaganda nutzen, erwähnt der Wissenschaftler indes nicht. Die Faktencheck-Websiten, die Russ-Mohl erwähnt, könnten auch in diese Richtung das eine oder andere klarstellen.

Ficken fürs Fernsehen

Das norwegische Fernsehen NRK sucht junge Paare, die vor der Kamera Sex haben. Nun geht es dem öffentlich-rechtlichen Sender nicht um ein Porno-Casting, sondern – im Gegenteil – um die banale Realität des Geschlechtsverkehrs. «Der zuständige Redakteur Håkon Moslet stellt sich die Show als Gegendarstellung zur Pornografie vor», schreibt Silke Bigalke in der Süddeutschen Zeitung.

Weitere Beiträge dieser Woche

Getarnte Werbung, einflussreiche Journalisten, politische Youtuber, legendäre Dokumentation

Fallstricke des Native Advertising

Eine umfassende Bestandesaufnahme zu «getarnten» Werbeformaten in Schweizer Medien erscheint in der aktuellen Ausgabe des Medienmagazins «Edito». Chefredaktorin Nina Fargahi stiess bei ihren Recherchen auf eine interessante Begebenheit: Ein Schlaf-Forscher der Uni Zürich wusste nicht, dass er für ein von Ikea gesponsertes Werbeformat Auskunft gibt, als er vom Tages-Anzeiger befragt wurde. Die Zeitung bezeichnet das Vorgehen als Lapsus, der sich nicht wiederholen soll. Der Fall zeigt, dass überall Tücken lauern im Umgang mit Werbung im redaktionellen Gewand. Aber ohne geht es offenbar nicht mehr. Auf den Punkt bringt es ein nicht namentlich genannt werden wollendes Kadermitglied einer Schweizer Tageszeitung: «Ich habe lieber eine versteckte Werbung im Blatt, als dass ich eine Redaktorenstelle streichen muss.»

Journalisten als Influencer und fünf weitere Zukunftsrezepte

Zur Zeit machen sich gerade wieder ein paar erfahrene Medienmacher öffentlich Gedanken über die Zukunft des Journalismus und seiner Organisationsstrukturen. Thomas Knüwer, ehemaliger Journalist und heute Digitalberater und Medienblogger, nimmt das zum Anlass, auch in den Chor einzustimmen. Er tut dies mit «6 Vorschlägen für eine andere Medienwelt». Das beginnt mit dem recht banalen Postulat, dass aus Redaktoren Influencer werden sollten. Eine Rolle, die früher auch und vor allem Journalisten spielten, mit ihrem Urteil beeinflussten sie ihr Publikum, wie das heute Instagrammer und Youtuber tun. Auch die weiteren Vorschläge Knüwers orientieren sich an Erfolgsmodellen der digitalen Medienwelt, sei es bei der Innovationssuche oder der Startup-Kultur als Gegenmodell zur oft schwerfälligen Produkteentwicklung in Medienhäusern.

Guck mal, wer da fragt!

Angela Merkel ist im «Neuland» angekommen: Heute trifft sich die deutsche Bundeskanzlerin mit vier Youtubern zu einem stündigen Gespräch, das live gestreamt wird. Anders als bei früheren Youtube-Auftritten der Kanzlerin wurden die Fragen nicht vorher abgesprochen, es gilt: live is live und gesagt ist gesagt. Die FAZ stellt die vier jungen Internet-Prominenten vor, die der Kanzlerin Fragen stellen dürfen. Zusammen erreichen sie rund drei Millionen Nutzerinnen und Nutzer, ihr Interesse reicht von Wissensvermittlung bis Schmink-Tipps. Von den vier Youtubern traut die FAZ Mirko Drotschmann alias MrWissen2go am ehesten kritische Fragen zu, weil er eine journalistische Ausbildung vorweist. Aber bekanntlich ist das Internet immer wieder für Überraschungen gut und auch eine Beauty-Bloggerin könnte eine Kanzlerin ins Schwitzen bringen.

So arbeitet die legendäre «Spiegel»-Dokumentation

Digiday bietet einen Einblick in die legendäre Dokumentation des «Spiegel». Das Nachrichtenmagazin beschäftigt 70 Faktenprüfer, die eng mit der Redaktion zusammenarbeiten und sie bei ihren Recherchen begleiten und beraten. Rückgrat der Dokumentation ist ihr Archiv und die Datenbanken. Wöchentlich werden die mit 60’000 neuen Artikeln aus deutschen und internationalen Medien ergänzt. Um sich darin zurechtzufinden nutzt, nutzen sie selbst entwickelte Suchinstrumente, welche die Informationen besser ordnen und zugänglich machen als Google dies könne, sagt Hauke Janssen, Leiter der «Spiegel»-Dokumentation.

Kollegenorientierung, Robotertexte, Kommentarquiz, Dudenwillkür

Der Journalist als Frontkämpfer

Einen wichtigen Grund für die Vertrauenskrise, in der sich der Journalismus befindet, ortet Markus Völker in der Kollegenorientierung der Medienschaffenden. Dabei verlören sie das Publikum aus den Augen. Wichtiger sei es, sich mit der eigenen Peergroup zu verkumpeln, respektive gegen anderen zu schiessen. Das lässt sich tagtäglich auf Twitter und Facebook beobachten. Solche Selbstbezogenheit kommt beim Publikum schlecht an und trägt nicht eben zur Vertrauensbildung bei.

Achtung: dieser Text wurde nicht von Menschenhand verfasst!

Sollen journalistische Beiträge speziell gekennzeichnet werden, wenn sie von Computersoftware generiert wurden? Für Journalistenverbände und Medienethiker ist das keine Frage: «Robotertexte» müssen als nicht von Menschenhand verfasst ausgewiesen werden. Das gebiete allein schon die Quellentransparenz, wie sie auch sonst für den Journalismus gelte. In einer Umfrage des Medienmagazins «journalist» sprach sich eine Mehrheit der Befragten für die Kennzeichnung aus. Zurückhaltend zeigte sich dagegen der deutsche Verlegerverband. Man müsse es den einzelnen Redaktionen überlassen, wie sie damit umgehen, so der BDZV. Ausserdem sehe man «keine Notwendigkeit, in der gegenwärtigen Phase mit Empfehlungen Einfluss auf die Praxis zu nehmen.»

Lieber nur das Quiz lösen als online kommentieren

Vor einem halben Jahr hat NRK beta, das Technologie- und Entwicklungsblog des norwegischen Rundfunks, eine originelle Zutrittshürde zum Kommentarbereich eingeführt. Wer einen Beitrag kommentieren will, muss zuerst ein paar Fragen zum Inhalt des Artikels beantworten. Das Modell stiess auf grosses internationales Interesse. Nun zieht NRK eine Zwischenbilanz. Was am meisten auffällt: Viele Nutzer wollen gar nicht kommentieren, sondern einfach nur das Quiz lösen. Womit NRK zwei Fliegen auf einen Streich trifft: die Kommentarhürde erhöht mittels Gameification die Attraktivität der Artikel.

Was sucht die «Saftschubse» im Duden?

5000 neue Begriffe hat der Duden in die neueste Ausgabe seines Wörterbuchs aufgenommen. Aber nach welchen Kriterien? «Spektrum»-Kolumnist Ekkehard Felder erkennt eine gewisse Willkür: «Der Duden verhält sich bei der Aufnahme neuer Wörter in das Wörterbuch wie ein Flexitarier beim Essen: ohne klare Linie – mal so, mal so.» Als Beispiel für die fehlende Linie nennt er die 2013 erfolgte Aufnahme des despektierlichen Begriffs einer «Saftschubse» für Flugbegleiterin. Felder fordert darum mehr Transparenz. Der Duden-Verlag «soll seine Linie der Aufnahmepolitik – welche Wörter kommen in das Wörterbuch – verständlich und transparent mit der Sprachgemeinschaft diskutieren.»

Dünnhäutig, ahnungslos, scheinflussreich, gefrässig

Kommentarverzicht der NZZ am Sonntag: dünnhäutig und inkonsequent

Die NZZ am Sonntag verzichtet darauf, eine Kommentarfunktion auf ihrer neuen Website anzubieten. Damit bewegt sich die Zeitung auf Augenhöhe mit dem wochentäglichen Schwesterblatt. Die Neue Zürcher Zeitung hat Anfang Jahr ihre Kommentarspalten geschlossen und führt seither nur noch punktuell moderierte Leserdebatten auf ihren Seiten. Als Begründung für den präventiven Kommentarverzicht nennt die NZZ am Sonntag die zu erwartenden «Hasskommentare» und der damit verbundene Moderationsaufwand; man wolle sich keine «keine Aufräumtruppe leisten». Natürlich steht es jeder Redaktion frei, wie sie ihre Ressourcen einsetzt. Was aber am Entscheid der Zürcher Sonntagszeitung irritiert, ist die schwache Begründung und die inkonsequente Umsetzung: Als Beleg für die zu erwartenden Hasskommentare dient – in Ermangelung von Online-Kommentaren – ein handschriftlich signierter Leserbrief, der zwei Rubriken der «Stil»-Beilage etwas harsch, aber keineswegs unter der Gürtellinie, kritisiert und sich ob der grassierenden Verwendung von Anglizismen mokiert. Wer das als «Hass» versteht, ist etwas gar dünnhäutig. Und quasi als Pointe wird unter dem Beitrag, der den Kommentarverzicht begründet, dazu aufgerufen, via Twitter und Facebook «bessere Vorschläge» einzureichen. Auf Social Media werden die Redaktion der NZZ am Sonntag garantiert keine Hasskommentare erreichen.

Ahnungslosigkeit und Ignoranz als Recherchevoraussetzung

Der Berliner Unternehmer Enno Lenze erhält aufgrund seiner anti-rassistischen Tätigkeit regelmässig (Mord)drohungen, auch über Facebook. Nun wollte Lenze für eine Geldsammlung über die «beste» Drohung abstimmen lassen und diese Aktion auf Facebook bewerben. Geht aber nicht. Facebook findet die Drohungen, sie sie zuerst durchgelassen haben, nun plötzlich zu vulgär. Darüber hat Enno Lenze zahlreichen Journalistinnen und Journalisten Auskunft geben. Viele haben den Vorgang verstanden, manche aber nicht. Und nicht etwa nur in Detailfragen nicht, sondern überhaupt nicht. Lenze dokumentiert in seinem Blog die absurdesten Journalistenfragen. Und das klingt dann so: «Können wir nicht mal mit der Polizei zusammen bei Facebook anrufen und einfach fragen, warum das so ist?» Uns so geht es weiter. Die Ahnungslosigkeit ist mit Händen greifbar. Man möchte schreien, aber lacht dann doch nur.

Wir basteln uns einen Influencer

Der Hype um das Influencer Marketing scheint gerade keine Grenzen zu kennen. Verständlich: Wer will sich nicht auch noch ein Stück vom Milliardenkuchen abschneiden? Nichts einfacher als das. Die Agentur Mediakix zeigt in einem Experiment, wie leicht es derzeit ist, auf Instagram Fantasiefiguren zu schaffen, die als Influencer durchgehen. In einem Fall setzte die Agentur ein reales Model ein, in einem zweiten Fall beschaffte man sich das Bildmaterial für den Instagram-Account sogar nur von Stock-Photo-Plattformen. Nun brauchten die beiden fiktiven Figuren noch Follower und Interaktionen – kann man alles kaufen. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, um attraktiv genug zu erscheinen als Werbebotschafter. Mit ein paar Klicks sind Aufträge an Land gezogen. Zwei weitere Influencer waren geboren, die für ihre schiere Existenz Geld kassieren. Und sie sind nicht die einzigen dieser Fake-Figuren. Was wiederum ein Problem für die ganze Branche ist. Millionen von Werbegelder verpuffen wirkungslos.

Google verschlingt das freie Internet

Im Alltag nimmt man es als Erleichterung wahr, wenn Webseiten schneller angezeigt werden und die gesuchten Informationen unmittelbar verfügbar sein. Aus Distanz betrachtet, zeigt sich indes ein bedrohliches Bild: Wenn wir bei einer Google-Suche immer öfter im Google-Universum festgehalten werden und nicht mehr via Link auf eine Website gelenkt werden, verheisst das nichts Gutes für das freie Internet. Ähnlich wie Facebook entwickelt sich Google immer mehr zu einem geschlossenen Ökosystem. Der Grund dafür liegt auf der Hand: «Das offene Web zeigt sich oft wild und unordentlich, während es geschlossene Plattformen den Unternehmen erlauben, das Verhalten der Nutzer zu kontrollieren, verfolgen und zu monetarisieren».

Feuchter Werbe-Traum, hybride Zukunft, schlechte Journalisten, Twitter-Debakel

Product placement 2.0

Angesichts verbreiteter Adblocker und grassierender Aversion gegen Reklame jeglicher Art, klingt dieses Konzept wie der feuchte Traum der Werbung: spontan und digital auswechselbares Product placement in Filmen und Serien. Je nach zahlendem Kunde kann zum Beispiel ein Flugzeug das Logo dieser oder jener Fluggesellschaft tragen. Oder das Smartphone eines Darstellers ziert einmal ein angebissener Apfel und ein andermal der Schriftzug eines südkoreanischen Herstellers. Der Technologie-Dienstleister Accenture arbeitet mit Hochdruck daran, diese Form virtueller Werbung marktfähig zu machen. Noch gilt es aber technologische, regulatorische und (urheber)rechtliche Hürden zu nehmen. Accenture wittert ein Milliardengeschäft: Zum einen könnten ganze Back-Kataloge mit Filmen und Serien nachträglich mit bezahlten Produkten garniert werden, zum anderen wäre es möglich, je nach Zielgruppe in ein und demselben Film unterschiedlichen Marken eine Plattform zu bieten.

In visuelle Geschichten eintauchen

Video gewinnt zwar zunehmend an Bedeutung für die Vermittlung journalistischer Inhalte, doch Bewegtbild allein sei nicht die Zukunft, schreibt Cory Haik, Chefredaktor von Mic. Vielmehr würden hybride Formen aus Text, Bild und Video ansprechen. «Was der Markt zeigt, und was ich grundsätzlich glaube, ist, dass die Zuschauer in eine visuelle Geschichte eintauchen wollen, die von der ganzen Palette an kreativen Techniken Gebrauch macht, die der kleine kleine Computer in ihrer Hand bietet, der mit dem Internet verbunden ist.» Das sei eben nicht «Video», so Haik, sondern eine neue Form des Journalismus.

«Politisch und gesellschaftlich bevorzugte Männer»

Nach der Aufregung um das «Manifest» eines Google-Mitarbeiters, der die Eignung von Frauen in technologischen Berufen aufgrund biologischer Merkmale in Frage stellte, dreht «Welt»-Autorin Annet Selle in einer Glosse den Spiess um und erklärt, warum Männer die schlechteren Journalisten sind. Grund eins: «Männer haben längere Beine, einen kürzeren Rumpf und schmalere Hüften als Frauen. Deshalb können sie nicht so gut sitzen. Und Journalisten sitzen viel.» Und so geht es weiter. Selle findet Argument um Argument, «die Liste ist lang». Fazit: «Fühlt euch also bitte nicht angegriffen, liebe Kollegen. Ihr seid schlecht in eurem Job, den ihr nur habt, weil ihr politisch und gesellschaftlich bevorzugt werdet.»

Leo gibt Gas

Wer seinen Twitter-Account in die Hände eines ehemaligen Chefredaktors des Satire-Magazins «Titanic» legt, darf sich nicht wundern, wenn dieser tut, wie ihm gefällt. Doch das «Zeit Magazin» war naiv genug zu meinen, von Leo Fischer zu erwarten, dass er ganz brav und harmlos herumtippt. Doch gefehlt: Einmal am Drücker, gibt Leo Gas. Er vermeldet den Tod von Ex-Fussballer und Ex-TV-Experte Mehmet Scholl, sowie Explosionen in Nordkorea. Daraufhin dauert es nicht lange, bis das «Zeit Magazin» das Twitter-Experiment vorzeitig beendet. Leo Fischer zeigt sich nicht enttäuscht, höchstens etwas überrascht: «Ich hätte nur gedacht, dass ein Magazin, in dem ein Harald Martenstein publizieren kann, auch Spielraum für andere Wirrköpfe mit Geltungssucht hat.»