Die alten Baustellen sind die neuen Baustellen. Wobei auch 2013 mit der einen oder anderen Überraschung zu rechnen sein wird. Ganz ohne prophetische Gabe lassen sich für das laufende Jahre bereits etliche Brennpunkte benennen, wo sich die Schweizer Medien – je nach Standpunkt – vorwärts oder rückwärts bewegen werden. Wir haben die wichtigsten zusammengestellt.
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Am nächsten Freitag geht es los: In sieben Schweizer Städten wird erstmals das Wochenmagazin Mag20 kostenlos verteilt. Dank einem Darlehen von BaZ-Investor Georges Bindschedler, ist die Startphase des Medienexperiments finanziell gesichert. Die Erstausgabe des Magazins liefert noch keinen Hinweis darauf, ob das Konzept mit einer aktiven Leser-Community anstelle einer Redaktion funktioniert.
Christoph Blocher trägt das Risiko für das defizitäre Druckgeschäft der Basler Zeitung. Ein möglicher Weg in die Gewinnzone führt über eine Kooperation. Blochers Wunschpartner wären die AZ Medien. Nun haben aber die Aargauer ihr Powerplay am Rheinknie mit einer neuen Tageszeitung verstärkt. Damit stehen die Zeichen auf Konkurrenz und nicht auf Kooperation.
Ende Oktober startet in Basel die TagesWoche. In Grundzügen ist bereits heute bekannt, wie die neue Wochenzeitung mit tagesaktueller Online-Berichterstattung aussehen wird. Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE erklären Co-Chefredaktor Remo Leupin und Online-Konzepter Dani Winter, weshalb sie keine Anti-BaZ machen und wieso es keine Vorbilder für die TagesWoche gibt.
Der Medienplatz Basel bleibt weiter in Bewegung. Im Herbst erscheint erstmals das «Journal de Bâle». Mit dem zweisprachigen Magazin (deutsch/englisch) sollen vernachlässigte Leserschichten im Kreis der englischsprachigen Expats erschlossen werden. Initiant des «Journal» ist Philipp Probst (45), unabhängiger und passionierter Basler Journalist, Buchautor und LKW-Fahrer. Im Gespräch mit der MEDIENWOCHE erklärt Probst, was sein neues Magazin will und weshalb er nicht in den Chor der BaZ-Defätisten einstimmen mag.



