Noch nie gab es ein so reichhaltiges und leicht verfügbares Angebot an internationalen Medien. Wir können uns jederzeit und überall umfassend über das Weltgeschehen informieren – und tun das auch: Ausländische Qualitätstitel, etwa der Economist, legen in der Schweiz kräftig zu. Gleichzeitig reisst die Klage über den Niedergang des Auslandjournalismus nicht ab. Ein Widerspruch?
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Hintergrund
Sie ist bigott und wohlfeil, die Kritik, die derzeit auf die «Zeit» und ihren Chefredaktor Giovanni di Lorenzo niederprasselt: Schon nur mit Plagiator Guttenberg zu sprechen, sei unanständig, finden die Kritiker. Doch das Publikum ist nicht dumm. Es weiss sehr wohl die Kungelei zwischen Politik und Presse zu erkennen. Und es gibt sie überall.
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Am 3. März titelt die «Weltwoche» zur Einwanderung von Ausländern: «Macht die Grenzen dicht». Eine Woche später ertönt das Echo, auf den Schweizer Seiten der «Zeit»: «Macht auf das Tor» – das Titelblatt der Weltwoche sei «reine Angstmacherei».
Am 10. März titelt die «Weltwoche» zum Nationalbank-Chef Philipp Hildebrand: «Der Falschmünzer». Zwei Wochen später ertönt das Echo, vom «Magazin»: «Die Attacke: Was hinter den Angriffen auf die Nationalbank steckt» – die Weltwoche liefere «allwöchentliche Tiraden, die unbehindert von Sachkompetenz die SNB unter Sperrfeuer nehmen».
Ist es also wahr? Die «Weltwoche» ist ein Leitmedium, das Themen setzt und zum Widerspruch herausfordert?
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