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«Wir haben kein abgehobenes Qualitätsverständnis, Praxis und Publikum verstehen uns»

Qualität wird gemessen und die Medien dazu vermessen. Das «Jahrbuch Qualität der Medien», initiiert von Kurt Imhof selig, erscheint im siebten Jahr. Seit jüngst gibt es zudem ein Medienqualitätsrating. Doch wozu der akademische Aufwand? Mark Eisenegger, Mitherausgeber des Jahrbuchs, über Qualitätsforschung in Bewegung und die Annäherung an die Erwartungen von Praxis und Publikum.

Aus zwei mach eins

Die Macher des Medienqualitätsratings wollen die Debatte über die Medienqualität in der Schweiz befeuern. Das «Jahrbuch Qualität der Medien» will das auch und hat in den letzten Jahren schon die eine oder andere Debatte angestossen. Vernünftigerweise müssten die beiden Projekte zusammenspannen.

Verlegerverband bremst Medienrating

Im September wird das erste Schweizer Medienqualitätsrating veröffentlicht – allerdings nicht im vorgesehenen Umfang. Der Verband Schweizer Medien und einzelne Verlage verweigerten für die erste Ausgabe die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft und versuchen nun die Grundlagen für künftige Ratings in ihrem Sinn zu beeinflussen.

Ein Abbild der Akteure, aber ein schiefes Bild der Themen

Haben die Medien zu einseitig über die Durchsetzungsinitiative berichtet? Auch wenn dies auf den ersten Blick so aussehen mag, zeigt eine nähere Betrachtung, dass die Medien ein ziemlich kongruentes Abbild der Akteure und ihrer Argumente gezeichnet – und damit grundsätzlich ausgewogen berichtetet haben. Das Bild wird aber dort schief, wo sich die Medien zu stark Weiterlesen …

Ein Ritual verliert an Kraft

Zum sechsten Mal ist Ende Oktober das Jahrbuch «Qualität der Medien» erschienen. Die Branche nimmt die Befunde der Forscher – wenn überhaupt – nur noch nüchtern rapportierend zur Kenntnis. Das Aufregerpotenzial ist verpufft. Als Anknüpfungspunkt für eine Qualitätsdebatte hat das Jahrbuch an Kraft verloren. Der Verlust von Kurt Imhof ist spürbar.

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Neutrale Beobachter trotz Eigeninteressen?

Von der SRG wird im Vorfeld der RTVG-Abstimmung Zurückhaltung erwartet. Es könne nicht sein, so die Mahnung, dass der grösste Nutzniesser der öffentlichen Gelder selbst Propaganda für da neue Gebührenregime betreibe. Eine sachliche Berichterstattung sollte aber auch für private Medien gelten. Auch sie sind in vielen Fällen Partei. Die Analyse der Abstimmungsberichterstattung zeigt aber, dass Weiterlesen …

Der öffentliche Rundfunk als Brückenbauer

In der öffentlichen Debatte wachsen die Zweifel am Sinn der SRG. Das sei fatal, argumentieren zwei Medienwissenschafter der Universität Zürich. Ihrer Meinung nach ist die Existenz eines öffentlich finanzierten Rundfunks unabdingbar.