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Standpunkt

Distanzlos gegen Fangewalt

Pascal Claude, 4. November 2011, 10:07

«Es sollte eigentlich die schönste Nebensache der Welt sein», sagt Urs Leuthard in der «Rundschau» vom 5. Oktober. «Es sollte eigentlich eine gewisse journalistische Nüchternheit gewahrt werden», möchte man entgegnen. Geht es um Fussball in den Medien, geht gar nichts mehr. Die Berichterstattung über «Fussballfans ausser Rand und Band» (Blick) gerät zunehmend selber ausser Kontrolle.
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Unter falscher Identität

Rafaela Roth, 2. November 2011, 17:23

Verdeckte Recherche ist im deutschsprachigen Raum vor allem durch die aufwändigen und auch umstrittenen Reportagen von Günter Wallraff bekannt. Doch es gibt auch die kleinen Wallraffs. In der Schweiz arbeiten immer wieder Journalisten mit der rechtlich und ethisch heiklen Methode der verdeckten Recherche. Allerdings nur punktuell und ohne langfristig und unter falscher Identität in ein fremdes Milieu abzutauchen.
Die Autorin hat für ihre Bachelor-Arbeit sieben Schweizer Journalisten befragt, die bei ihren Recherchen verschleiern und vorspielen.
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«Ich war Bobby California»

Nick Lüthi, 27. Oktober 2011, 15:11

Fünf Jahre lang sorgte er mit seinen scharfen Kommentaren in Online-Diskussionen zur Medienzukunft für rote Köpfe. Mit Zähnen und Klauen verteidigte ein unbekannter Journalist die Ehre seines Berufsstandes – und nervte damit einen Teil der Mitdiskutanten gehörig. Jetzt zeigt Bobby California sein Gesicht. Es gehört Andreas Gossweiler. Die MEDIENWOCHE hat ihn getroffen.
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Digitaler Fallschirmjournalismus

Nick Lüthi, 23. Oktober 2011, 18:15

Im Fall der Tötung von Muammar Gaddafi habe Twitter «versagt», behauptet Newsnet-Redaktor Christian Lüscher. Als Beleg dafür zitiert der Medienjournalist ein paar zufällige Tweets mit geringem Nachrichtengehalt. Sein Fazit: Twitter ist ein Ort für Spassvögel. Wenn es denn so einfach wäre.
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Kernkraft, Klimawandel, Kinderschnitte

Torsten Haeffner, 20. Oktober 2011, 14:26

Medien fressen Nichtregierungsorganisationen aus der Hand. Unhinterfragt übernehmen sie ihre Botschaften, es geht ja schliesslich um das Gute. Das Paradoxe: Die NGOs selbst wünschten sich eine kritischere Berichterstattung. Doch fehlten den Medien das Wissen und die Ressourcen, um sich kompetent mit ihnen auseinanderzusetzen, sagen NGO-Vertreter im Gespräch mit der MEDIENWOCHE.
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Wahlhelfer ohne Mandat

Torsten Haeffner, 30. September 2011, 16:15

Immer mehr Medien definieren ihren Auftrag neu: Sie betreiben politische Beeinflussung statt Informationsvermittlung. Die Journalisten verlassen den Pfad der Berichterstattung und machen aus ihren (partei)politischen Präferenzen keinen Hehl. Aktuelle Beispiele aus der Schweiz und Deutschland.
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Aufgestellt für den Selbstmord

Ronnie Grob, 2. September 2011, 10:20

Die Schweizer Journalistenbranche will lieber gemeinsam alt werden, statt sich konsequent zu erneuern. Frischen Kräften bleibt der Zugang zu verantwortungsvollen Aufgaben verwehrt. Jüngere Generationen arbeiten und informieren sich woanders. So ist man auf dem besten Wege, sich selbst abzuschaffen. Änderungen sind gefragt!
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Als NZZ-Volontär bei Economiesuisse

Edith Hollenstein, 3. August 2011, 10:34

Die Neue Zürcher Zeitung bietet ein Volontariat im Wirtschaftsressort für frischgebackene Ökonomen an – Seitenwechsel inklusive. Nach sechs Monaten auf der Redaktion gehts direkt in die Kommunikationsabteilung des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse. Peter A. Fischer, Leiter der NZZ-Wirtschaftsredaktion, spricht von einem «Experiment» und hält die Kooperation für «nicht problematisch».
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