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Medienpreis

Die Grössten sind die Besten

Bei der bedeutendsten Auszeichnung für Lokaljournalismus in der Schweiz haben die nationalen Medienunternehmen gross abgeräumt. Die Lokalmedien waren, wie schon in früheren  Jahren, die prominenten Abwesenden. Das sieht unschön aus, wird sich aber kaum ändern lassen.

Ein guter Online-Jahrgang

Erstmals wurde eine Online-Arbeit mit dem Schweizer Preis für Lokaljournalismus ausgezeichnet. Gewinner eines «Diamanten» ist ein Blog von NZZ Online mit einer Langzeitbeobachtung aus einem Aargauer Migrantenquartier. Auffällig: Anders als in den Kategorien Print, Radio und TV zeichneten sich die nominierten Online-Arbeiten durch einen vergleichsweise engen lokalen Fokus aus.

Jury soll nachrecherchieren

Soll die Jury eines Journalistenpreises die eingereichten Beiträge auf Herz und Nieren prüfen, also auch mal nachrecherchieren, um ihre Preiswürdigkeit einwandfrei feststellen zu können? Sylvia Egli von Matt, Direktorin der Journalistenschule MAZ und Jurypräsidentin des Schweizer Meidenpreises für Lokaljournalismus, findet klar: ja, eine Jury muss diesen Aufwand leisten. Den aktuellen Fall der Aberkennung des Henri-Nannen-Preises Weiterlesen …

Jury trifft keine Schuld

Nach der Aberkennung des Henri-Nannen-Preises für die beste Reportage steht auch das Selbstverständnis und die Arbeitsweise von Journalistenpreis-Jurys zur Debatte. Man könne nicht erwarten, dass eine Jury die eingereichten Beiträge nachrecherchiere, findet Fredy Gsteiger, Präsident der Jury des Zürcher Journalistenpreises. Dennoch sollten Preise nicht leichtfertig verliehen werden. Auszeichnungen nur auf Bewährungen zu verleihen, weil nachträglich Mängel auftauchen Weiterlesen …

Wenn die Jury versagt

Die Jury des renommierten Henri-Nannen-Preis hat dem Spiegel-Reporter René Pfister den am Freitag verliehenen Preis für die beste Reportage nach nur zwei Tagen wieder aberkannt. Hätten die Preisrichter ihre Arbeit richtig gemacht, wäre es nie zu dieser peinlichen Situation gekommen. Nicht nur die Oberfläche muss ein Kriterium für die Preiswürdigkeit sein, sondern auch die Machart Weiterlesen …

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Potenzial noch nicht erkannt

Zum ersten Mal wurden gestern Abend in Bern die mit je 20’000 Franken dotierten Preise für Lokaljournalismus der Stiftung Reinhardt von Graffenried vergeben. Der Medienpreis ist die Weiterführung des früheren BZ-Journalistenpreises. In der neu geschaffenen Kategorie Online hat sich die Jury entschieden, keine der eingereichten Arbeiten auszuzeichnen. Jurypräsident Jodok Kobelt erklärt weshalb. Mit seinem Beitrag führen Weiterlesen …