Sie gehören zum Inventar öffentlich-rechtlicher Fernsehprogramme, die Literatursendungen. Im Vergleich mit seinen deutschen Pendants fällt dabei der «Literaturclub» des Schweizer Fernsehens SF seit je her positiv auf. Anstatt dem Feuilleton-Mainstream hinterherzulaufen, nehmen sich die «Club»-Kritiker regelmässig auch sperrige Stoffe vor. Mit Stefan Zweifel als neuem Gastgeber setzt SF auf Kontinuität.
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Das Schweizer Fernsehen steht vor einer kniffligen, aber nicht unlösbaren Aufgabe: Wie bringt man Orientierungslauf attraktiv auf den Bildschirm? Eine Sportart, die zumeist im Wald und ohne vorgegebene Rennstrecke abläuft. Selbst die neuste Technik hilft hier nur beschränkt. Am nächsten Samstag gilt es für SF ernst bei den Weltmeisterschaften in Lausanne.
Auf dem Videoportal des Schweizer Fernsehens können die einzelnen Beiträge mit einem bis fünf Sternen bewertet werden; aber nur theoretisch. Denn die Vergabe von einem einzigen Stern, der tiefsten Bewertung, ist praktisch unmöglich. Damit wird das Bewertungssystem ad absurdum geführt; Zeit, das unsinnige Publikumsrating abzuschaffen.
Während drei Wochen hat das Schweizer Fernsehen einer Uralt-Technologie neues Leben eingehaucht: Das heute weitgehend unbekannte WAP-Protokoll ermöglichte die Gratis-Teilnahme am Zuschauer-Wettbewerb zur UEFA Euro 2012. Kritiker halten das für ein durchsichtiges Manöver, um die Teilnehmer zur kostenpflichtigen 0900er-Telefonnummer zu drängen. Auch Gerichte halten diese Praxis für zumindest zweifelhaft.



