RESSORT

Medienwoche

Der Fluch der Verwandtschaft oder befangen als Cou-Cousine

Als gebürtige Urnerin kann unsere Kolumnistin an ihrer Wirkungsstätte auf ein grosses verwandtschaftliches Netzwerk zurückgreifen. Das bringt im Journalismus Vor-, aber auch Nachteile. Kürzlich habe ich für einen Artikel eine Urner Kulturschaffende kontaktiert. Auf mein «Sehr geehrte Frau …» antwortete Sie per Mail mit «Liebe Carmen» und in Klammern: «Wir sind doch Cou-Cousinen, oder?» Ich war Weiterlesen …

Sie ist «Emily National»

1,4 Millionen Mal wurde das erfolgreichste Facebook-Video von Emily Engkent bisher angesehen. Mit ihrer Serie «Emily National», die sie für Watson produziert, trifft die 32-jährige Kanadierin regelmässig einen Nerv beim jungen Publikum. Wie kam es dazu? Wir haben Emily interviewt – live am Relaunch-Event der Medienwoche vom 5. Juli im Zentrum Karl dem Grossen. Wie Weiterlesen …

Stress als Preis für die Freiheit?

Sein eigener Chef sein, sich nicht mehr hetzen lassen, eigene Themen im eigenen Tempo bearbeiten: Mit diesen Vorstellungen hat sich unser Kolumnist Matthias von Wartburg vor einem halben Jahr als Journalist selbständig gemacht. Schnell stellte er aber fest, dass Freie oft einem noch grösseren Stress ausgesetzt sind als angestellte Redaktoren. Wie es auch stressfrei geht, Weiterlesen …

Zahlensalat (VII): Bessere Ausbildung und mehr Kooperation mit der Wissenschaft

Noch nie gab es so viele Daten, noch nie standen so viele Studien zur Verfügung. Für die Journalisten eröffnet sich ein Eldorado, wenn Sie lernen, diese Studien einzuschätzen und faule Eier auszuscheiden. Was Ausbildung und Wissenschaft dazu beitragen können. 2015 wiesen zwei deutsche Dokumentarfilmer angeblich nach, dass Schokolade schlank mache. Doch die Studie war ein Weiterlesen …

Der linke Wahlerfolg in Grossbritannien als Anfang vom Ende des mächtigen Murdoch-Boulevards?

Manche Beobachter, prominent etwa Buzzfeed, wollen im überraschenden Wahlerfolg von Labour in Grossbritannien einen Bedeutungsverlust der britischen Revolverpresse erkannt haben: Die Mehrheit der Bevölkerung glaubt nicht mehr den rechten Scharfmachern, sondern vertraut linken Blogs und Online-Magazinen. Doch so einfach geht das nicht, sonst wäre ja auch der Brexit zu verhindern gewesen. In bester Laune verfasste Weiterlesen …

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Man spricht über Namen statt über Menschen

Der Versicherungskonzern Swiss Life steht in der Kritik, weil er ausländischen Mitarbeitenden anbietet, ihre Namen im Kundenkontakt einzuschweizern. In der darauf folgenden Rassismus-Debatte vermochten die meisten Medien aber nicht bis zum Kern des Problems vorzudringen. Es geht nicht um den Klang von Namen, sondern um das Menschenbild de Unternehmens. «Aus Mehmet wird Tobias», titelte unlängst Weiterlesen …

Wenn Hacker die Headlines bestimmen

Medien geraten zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen. Regelmässig verunstalten und manipulieren Unbekannte die Nachrichtenangebote. Das beschädigt die ohnehin schon lädierte Glaubwürdigkeit weiter. Unterdessen rüsten Medienhäuser technisch auf gegen Gefahren aus dem Netz. Die Meldung schlug ein wie eine Bombe: Am 23. April 2013 verbreitete die Nachrichtenagentur AP über ihren offiziellen Twitter-Account eine Eilmeldung über eine Weiterlesen …