DOSSIER mit 51 Beiträgen

Innovation

MEDIEN

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Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Bauanleitung für eine Höllenmaschine

Das Ende von «Spiegel Daily» in seiner bisherigen Form zeigt, wie schwer es ist, im Netz Journalismus zu verkaufen. Trotzdem gibt es immer wieder Verrückte, die es versuchen. 41 Tipps von Constantin Seibt, Gründer des Start-ups «Republik». (Bei Tipp 40 haben wir geweint.)

Wissen, was Kunden wollen

Umfragen, Analysen, Studien – die richtige Unterstützung bei der Befragung von Kunden, dem Auswerten bestehender Daten, dem Entwickeln wirkungsvoller Strategien und Konzepte zur Medienproduktion. Hannes Zaugg Wirtschaftsberatung

Journalismus: gründet mehr Startups!

Christopher Buschow vom Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover hat zu Startup-Unternehmen im Medienbereich geforscht. Seine bisherigen Befunde waren eher skeptisch. Viele Neugründungen könnten den hohen Erwartungen nicht gerecht werden, zu häufig würden potenzielle Zielgruppen und Nutzerwünsche ausser Acht gelassen. Trotzdem deute vieles darauf hin, «dass Unternehmertum, Wagemut und Innovationsfreude notwendige Voraussetzungen für die künftige Erneuerung von Medien und Journalismus sein werden», schreibt Buschow.

Was die «Republik» für die Schweiz werden will, hat Mediapart in Frankreich schon erreicht

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die so gar nicht in das sonst sehr betrübliche Bild der Medienkrise passen will. In Frankreich hat sich die Online-Zeitung Mediapart innert zehn Jahren mit 140’000 Abonnenten als drittstärkste überregionale Tageszeitung etabliert hinter «Le Figaro» und «Le Monde». Der Hauptgrund für den Erfolg sind die regelmässigen Enthüllungen von Skandalen in Politik und Wirtschaft. Oft recherchiert Mediapart dort, wo die anderen französischen Medien handzahm berichten. Sei es, weil sie zu nah bei der Politik stehen oder weil ihre Eigentümer selbst Teil der Wirtschafteselite sind. Marc Zitzmann, bis zu seiner Entlassung langjähriger Kulturkorrespondent der NZZ in Paris, zeichnet ein ausführliches Porträt von Mediapart in der «Republik», die selbst das Potenzial hat, in der Schweiz die gleiche Stellung zu erschreiben wie ihr französisches Pendant.

So geht Innovation

Es gibt viele Gründe, warum Medienorganisationen gegenwärtig einen schweren Stand haben. Einer davon, und in Zeiten des Umbruchs ein zentraler Grund, ist die fehlende Innovationskultur. Zu oft werde Innovation mit dem Einfall guter Ideen verwechselt, stellt Konrad Weber fest, der sich bei Schweizer Radio und Fernsehen um die Entwicklung der digitalen Angebote kümmert. Wer nur auf seine Ideen vertraue, könne genauso gut Lotto spielen. Ein Erfolg versprechendes Modell sei es, so Weber, ein Innovationsmodell in der eigenen Organisation zu implementieren. Das könne in 80 Tagen geschehen. Dazu skizziert Weber vier Schritte hin zu einem minimalen Innovationssystem: Definition des Innovationsschwerpunkts, Fokussierung der Entwicklungsrichtung, Aufbau eines Innovationsteams und Entwicklung eines Projekt-Controllings. Erst dann kann es losgehen, gilt es doch zu bedenken, «dass das Einrichten des Systems nur der Anfang des Prozesses ist.»

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2021: Der Innovationsraport für die taz

Wie muss die taz von morgen aussehen? Mit dieser Frage auf dem Zettel hat sich im Mai 2017 ein Rechercheteam auf Initiative der Chefredaktion zusammengetan, um neben der täglichen taz-Arbeit zur Zukunft zu forschen. Ein Innovationsreport sollte entstehen, wie andere Häuser von New York Times bis Zeit ihn bereits erstellt haben.

Akustischer Datenjournalismus: so klingt der Niedergang der SPD

Die Berliner Morgenpost hat Umfragewerte der vergangenen zwanzig Jahre zur SPD in Töne umgewandelt. Entstanden ist dabei ein Werk von eindringlicher Prägnanz, das den Niedergang nun auch klingend erfahrbar macht. Eine lustige Spielerei mit politischer Relevanz. Wer will, kann den Soundtrack zum SPD-Abstieg remixen, die Redaktion stellt die Tonspur zur Verfügung.