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Automatisierung

JOURNALISMUS

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Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Journalistenfrage 2.0

Der französische Fussballverband wollte bei einer Medienkonferenz vor dem WM-Start mit Nationalmannschaftsstürmer Antoine Griezmann keine Fragen zulassen zu dessen Zukunft bei seinem Club Atletico Madrid; ein Thema, das vor allem spanische Journalisten interessiert. Um solche Fragen möglichst zu unterbinden, wurde die Konferenz auf Französisch abgehalten. Doch ein spanischer Reporter wusste sich zu helfen: Er griff zu seinem Smartphone, tippte die Frage in ein Übersetzungsprogramm, hielt das Mikrofon an die Sprachausgabe und eine synthetische Stimme trug das Anliegen auf Französisch vor. Beantwortet wurde die Frage allerdings nicht. Griezmann zeigte sich aber sichtlich amüsiert ob des cleveren Vorgehens des spanischen Journalisten.

Werde Online Journalist!

Die RSS Medienschule erweitert ihr Angebot und wird zum Multimedia-Labor. Neu wird ein Lehrgang zum Online/Social Media-Journalisten angeboten. Dieser ergänzt die bisherigen Radio- und Video-Lehrgänge.

«Summa … laude»

Wir finden es lustig, wenn uns die Autokorrektur oder die automatische Wortvervollständigung sinnfreie Vorschläge präsentieren. Doch das Lachen sollte uns im Hals stecken bleiben. Denn algorithmische Zensur greift immer weiter um sich und schränkt den Raum das Schreib- und Sagbaren ein. Eigentlich sollte es ein grosser Tag für Jacob Koscinski werden. Der 18-jährige Schüler aus Weiterlesen …

Wir haben die Kontrolle über unser Gesicht und unsere Stimme verloren

Photoshop war gestern, Bildmanipulation nur ein Vorgeschmack. Jetzt lassen sich auch bewegte Bilder und die menschliche Stimme «fernsteuern». Die Integrität der Information wird damit nachhaltig korrumpiert. Im Online-Forum Reddit wurde vor ein paar Wochen ein Pornoclip eingestellt, in dem eine Michelle Obama verblüffend ähnlich aussehende Frau in Reizwäsche vor einem roten Sofa strippt. Doch bei Weiterlesen …

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Wenn der Roboter konservativ, kontextfrei oder konfrontativ berichtet

In England beliefert die Nachrichtenagentur Press Association PA zahlreiche der noch verbleibenden Lokalzeitungen mit automatisch generierten Meldungen. Solcher «Roboterjournalismus» verarbeitet Datensätze, etwa Behördenstatistiken, zu Textmeldungen. Auf Netzpolitik.org wirft Alexander Fanta die wichtige Frage auf: Wie wirkt es sich auf den öffentlichen Diskurs aus, wenn Algorithmen immer mehr solcher Texte generieren? Anhand dreier algorithmisch generierter Nachrichten zeigt Fanta, dass der «Roboter» nicht so neutral berichtet, wie man dies vermuten könnte, «denn die Vorlagen, auf deren Basis die Software Texte schreibt, zeigen die politischen Neigungen ihrer menschlichen Erzeuger.»

«Wir sind noch weit davon entfernt, dass ‹Roboterjournalisten› Meinungsstücke oder Hintergrundgeschichten schreiben»

Die Automatisierung hält auch in den Redaktionen Einzug. Doch was sind die Potenziale automatisierter Textproduktion? Und wo liegen die Grenzen? Für Fachleute ist klar: Das kreative Element bleibt dem Menschen vorbehalten. Aber wie lange noch? Eine aktuelle Bestandesaufnahme zum sogenannten Roboterjournalismus. Als am 17. März 2014 die Erde in Kalifornien bebte, dauerte es nur drei Weiterlesen …