DOSSIER mit 39 Beiträgen

Fotografie

JOURNALISMUS

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Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Für eine neue Bild-Ethik

Der Fotografie-Experte Fred Ritchin plädiert angesichts explodierender digitaler Bilderwelten für neue redaktionelle Spielregeln im Umgang mit Digitalbildern: «Wenn jemand online ein Foto verwenden möchte, würde ein Symbol in jeder der vier Bildecken zusätzliche Informationen liefern: (a) zum Hintergrund der Geschichte, (b) zum Kontext des Fotos, (c) weiterführende Links und (d) Bildunterschriften sowie den Namen und den Ehrenkodex des Fotografen, der das Bild gemacht hat.» Warum das Projekt derzeit kaum Chancen auf eine Umsetzung hat, erklärt Ritchin im Interview mit Florian Sturm in der NZZ.

Geschichten visuell vermitteln

«Und jetzt noch eine Bildstrecke» ist nicht immer das beste Rezept. Lernen Sie im CAS Visueller Journalismus am MAZ, welche visuellen Elemente Geschichten besser unterstützen oder sogar selbstständig erzählen können.

Das wohl aufwändigste Cover-Shooting

Die Gestaltung des aktuellen Time-Magazin-Covers erforderte eine geradezu generalstabsmässige Planung mit Dutzenden involvierter Fachleute: Fast 1000 Drohnen liess die Redaktion zusammen mit drei Technologiepartnern in die Luft schweben. Einmal oben im Abendhimmel, bildeten die ferngesteuerten und beleuchteten Fluggeräte ein hundert Meter hohes Rechteck und darin den Schriftzug «Time». Eine weitere Drohne fotografierte die Inszenierung. Anlass für das wohl aufwändigste Cover-Shooting für ein Nachrichtenmagazin ist der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe zum Thema Drohnen.

Pressekonferenzen oder Variationen des Immergleichen

Marco Hartmann, Fotograf bei der «Südostschweiz», dokumentierte in den letzten Jahren weit über hundert Pressekonferenzen. Dass das wohl unattraktivste Sujet der Medienberichterstattung auch optisch etwas hergeben kann, zeigen seine Bilder. Eine kommentierte Auswahl. Lia Rumantscha zum aktuellen Stand zur Rettung der Zeitung «La Quotidiana», 17.8.2017 Wir befinden uns im Gebäude der Lia Rumantscha, der rätoromanischen Weiterlesen …

Vexierbilder der atomaren Bedrohung

Die frühere Journalistin und heutige Fotografin Sim Chi Yin aus Singapur zeigt in einer aktuellen Arbeit Einrichtungen und Standorte der nuklearen Kriegsführung aus den USA und dem Grenzgebiet zwischen China und Nordkorea. Den aktuellen Bildern stellt sie Aufnahmen historischer und inzwischen abgewickelter Nuklearanlagen aus dem Kalten Krieg gegenüber. Aber sieht man einen Unterschied? Welche Aufnahme stammt von wann und woher? Die Verwirrung ist gewollt und soll zum Nachdenken anregen. «Wer entscheidet, welches Land zu viele Sprengköpfe hat?», möchte die Fotografin die Betrachter ihrer Fotos fragen. «Wer darf wen einen Schurkenstaat nennen?»

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Bildmanipulation mit ausgestopftem Ameisenbären

Der brasilianische Fotograf Marcio Cabral gewann mit dem Bild eines Ameisenbären, der sich an einem Termitenhügel zu schaffen macht, den renommieren Fotopreis Wildlife Photographer of the Year Award. Dumm nur, dass Cabral für sein Bild offenbar einen ausgestopften Ameisenbären verwendet hatte. Er selbst behauptet zwar, dass er ein lebendiges Tier vor der Linse hatte, doch die Jury vertraute den Hinweisen von Dritten, die sie darauf aufmerksam machten, dass es im Besucherzentrum des Nationalparks, wo das Bild entstanden ist, «einen präparierten Ameisenbär gibt, der dem auf dem Bild zum Verwechseln ähnlich sieht und in genau derselben Pose ausgestopft wurde», wie Spiegel Online schreibt.

Die Medienkonferenz als ritualisierte Standardsituation

Sechs Jahre lang hat Pressefotograf Marco Hartmann bei Medienkonferenzen nicht nur die Akteure abgelichtet für seinen Arbeitgeber «Südostschweiz», sondern auch den Rahmen der Veranstaltung dokumentiert. Herausgekommen ist eine Serie, welche diese ritualisierte Standardsituation der Medienberichterstattung eindrücklich ins Bild setzt.