DOSSIER mit 35 Beiträgen

Fotografie

JOURNALISMUS

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Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Vexierbilder der atomaren Bedrohung

Die frühere Journalistin und heutige Fotografin Sim Chi Yin aus Singapur zeigt in einer aktuellen Arbeit Einrichtungen und Standorte der nuklearen Kriegsführung aus den USA und dem Grenzgebiet zwischen China und Nordkorea. Den aktuellen Bildern stellt sie Aufnahmen historischer und inzwischen abgewickelter Nuklearanlagen aus dem Kalten Krieg gegenüber. Aber sieht man einen Unterschied? Welche Aufnahme stammt von wann und woher? Die Verwirrung ist gewollt und soll zum Nachdenken anregen. «Wer entscheidet, welches Land zu viele Sprengköpfe hat?», möchte die Fotografin die Betrachter ihrer Fotos fragen. «Wer darf wen einen Schurkenstaat nennen?»

Bildmanipulation mit ausgestopftem Ameisenbären

Der brasilianische Fotograf Marcio Cabral gewann mit dem Bild eines Ameisenbären, der sich an einem Termitenhügel zu schaffen macht, den renommieren Fotopreis Wildlife Photographer of the Year Award. Dumm nur, dass Cabral für sein Bild offenbar einen ausgestopften Ameisenbären verwendet hatte. Er selbst behauptet zwar, dass er ein lebendiges Tier vor der Linse hatte, doch die Jury vertraute den Hinweisen von Dritten, die sie darauf aufmerksam machten, dass es im Besucherzentrum des Nationalparks, wo das Bild entstanden ist, «einen präparierten Ameisenbär gibt, der dem auf dem Bild zum Verwechseln ähnlich sieht und in genau derselben Pose ausgestopft wurde», wie Spiegel Online schreibt.

Die Medienkonferenz als ritualisierte Standardsituation

Sechs Jahre lang hat Pressefotograf Marco Hartmann bei Medienkonferenzen nicht nur die Akteure abgelichtet für seinen Arbeitgeber «Südostschweiz», sondern auch den Rahmen der Veranstaltung dokumentiert. Herausgekommen ist eine Serie, welche diese ritualisierte Standardsituation der Medienberichterstattung eindrücklich ins Bild setzt.

Die Fotografie seines Lebens

Ein Mann schiesst an seinem letzten Arbeitstag als Fotojournalist ein Bild von einer Demonstration. Dann beginnt er für eine Brauerei zu arbeiten. Acht Monate später gewinnt er den Pulitzerpreis.

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Datenschutz bringt Rechtsunsicherheit bei der Personenfotografie

Die neue Datenschutz-Grundverordnung die in der EU am 25. Mai in Kraft tritt, wird im Bereich der Personenfotografie für erhebliche Rechtsunsicherheit sorgen. Jemanden abzulichten gilt unter der neuen Regelung als ein «Akt der personenbezogenen Datenerhebung» und erfordert die Einwilligung der Betroffenen. «Eine Konsequenz ist, dass der Fotograf nunmehr vor der Aufnahme alle Abgebildeten um Erlaubnis bitten muss – ein in der täglichen Praxis schon technisch nicht durchführbarer Vorgang», halten Dirk Feldmann und Lutz Fischmann auf dem Fotojournalisten-Portal Freelens fest. Klären können die Unsicherheit nur die Gerichte. Doch das wird dauern. Bis dahin bewegen sich Fotografen, ob Profis oder Amateure, in einer rechtlichen Grauzone.

Fotografieren oder knipsen?

Ohne Zweifel prägt das fotografische Bild unser Bewusstsein – es ist als fotografisches Gedächtnis für kommende Generationen wichtig. Eine Standortbestimmung.