DOSSIER mit 93 Beiträgen

Medien machen Politik

MEDIEN

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Rechtsnationaler Extrem-Boulevard

Mit dem «Deutschland-Kurier» ist am Mittwoch erstmals das AfD-nahe Wochenblatt in einer Auflage von 300’000 Exemplaren erschienen. «Im Grund ist jeder der sehr kurzen Artikel ein Kommentar», beobachtet Christian Meier von der «Welt». Der neuen Publikation geht es offenbar weniger um eine journalistische Alternative als um die Verbreitung rechtsnationaler Meinung.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Das Herz des deutschen Journalisten schlägt links

Neutralen Journalismus gibt es kaum. Das fängt bei der Themenwahl an und endet beim Kommentar. In der Politikberichterstattung scheint das Phänomen jedoch besonders virulent zu sein, denn bei der Parteinähe haben deutsche Journalisten stark andere Präferenzen als der Durchschnitt der Bevölkerung.

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Russlands heimliche Medienzentrale in Europa

Egal, ob bei Pegida oder bei Höcke-Auftritten, russische Medien sind live dabei und übertragen die Botschaften der Rechten. Doch nun gibt es auch russische Kanäle für Linke und Ökos. Ihre Zentrale haben sie nicht in Moskau oder St. Petersburg, sondern in Berlin.

«Hitler light» in der FAZ

In der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» durfte jüngst der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland in einem Gastbeitrag erklären, warum Populismus eine gute Sache sei. Damit könnten sich die «einfachen Menschen» gegen eine heimatlose, weltweit agierende Elite stemmen. So weit so bekannt. Bei einer genaueren Lektüre des Aufsatzes konnte man allerdings feststellen, dass Gaulands Text passagenweise Parallelen zu einer Rede Adolf Hitlers aufweist. Eine Einschätzung, die auch der Historiker Wolfgang Benz teilt. Im Berliner Tagesspiegel schreibt der ehemalige Direktor des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, es handele sich zwar nicht um ein Plagiat: «Doch Gaulands Text ist ganz offensichtlich eng an den Hitlers angeschmiegt. Es handelt sich um eine Paraphrase, die so wirkt, als habe sich der AfD-Chef den Redetext des Führers von 1933 auf den Schreibtisch gelegt, als er seinen Gastbeitrag für die FAZ schrieb.» Gauland selbst sagt, er kenne diese Rede nicht.

«Was ist eigentlich die Aufgabe der Medien im aktuellen Klima?»

Die Journalistin Sibel Schick war eine der Ersten in Deutschland, die den Hashtag #MenAreTrash auf Twitter nutzte und sich dazu bekannte, sowohl den Hashtag selbst als auch die Message dahinter zu unterstützen – sie ist deswegen aber lange nicht die einzige Frau, die Männer Müll nennt. Was folgte, waren Hassnachrichten, ein mediales Überschlagen. Was bleibt, ist Weiterlesen …

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«Bild» – Vorfeldorganisation der AfD

Es vergeht kaum ein Tag, an dem die «Bild»-Zeitung nicht versucht, die Institutionen und Repräsentanten des Staates verächtlich zu machen und ihre Leser gegen sie aufzuhetzen, schreibt der früheren «Bild am Sonntag»-Chefredaktor Michael Spreng in seinem Blog.

China calling – aber wer hört zu?

In den letzten zehn Jahren hat China seine Auslandmedien massiv ausgebaut. Doch die Wirkung ist bescheiden, gemessen am Aufwand. Das dürfte vor allem damit zu haben, dass sich die chinesischen Staatssender zwischen unabhängiger Berichterstattung und Propaganda bewegen. Die Botschaft sei entsprechend konfus und inkohärent, sagt Vivien Marsh, die an der Universität Westminster zum Thema forscht. Weiterlesen …