DOSSIER mit 90 Beiträgen

Zukunft des Journalismus

JOURNALISMUS

Die Lesetipps dieses Themenbereichs werden kuratiert von Nick Lüthi. Haben Sie einen lesenswerten Beitrag entdeckt und möchten diesen hier empfehlen? Die Redaktion freut sich auf Ihren Linktipp: redaktion@medienwoche.ch

 

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

«Und was ist Ihre Agenda?»

Nach drei Monaten Forschungsaufenthalt in Deutschland zieht der New Yorker Journalismus-Professor Jay Rosen Bilanz. Dazu sprach er mit 53 Medienschaffenden auf allen Stufen, quer durch alle Redaktionen. Seine Sicht auf den real existierenden deutschen Journalismus und seine Herausforderungen schliesst er mit einer einfachen Empfehlung, wie dem Vertrauensverlust begegnet werden könnte: «Ich werde derjenigen deutschen Redaktion eine Goldmedaille verleihen, die als erste ihre Schwerpunkte in der Berichterstattung öffentlich macht. Ich stelle mir eine Live-Funktion vor, die online frei zugänglich ist, ein redaktionelles Produkt, das wöchentlich oder bei wichtigen Ereignissen aktualisiert wird. Die Punkte auf dieser Prioritätenliste sollten das Ergebnis gründlicher Überlegungen und sorgfältiger Recherchen sein – und natürlich müssen sie die Realität spiegeln und bei den Bürgern ankommen.» Frage dann jemand, «und was ist Ihre Agenda», antworte man einfach mit dieser Liste.

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Perspektiven des Journalismus in der digitalen Medienwelt

Der Medienwissenschaftler Horst Pöttker macht sich Gedanken zur Zukunft des Journalismus angesichts der fundamentalen Umwälzungen im Mediengeschäft: Kostendruck, Outsourcing, Entlassungen, Auflagenrückgang, rapide sinkende Anzeigeneinnahmen: Es herrscht Konsens, dass die Printmedien in einer Krise stecken und dass deren tiefere Ursachen im digitalen Medienumbruch zu suchen sind. Einig unter Journalismusforschern, aber neuerdings auch unter demokratischen Politikern ist man sich weiterhin in der Sorge, dass die Krise zu einer Deprofessionalisierung des Journalismus führt. Welche Perspektiven hat der Journalismus angesichts dieser Herausforderungen?

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Journalismus zwischen Angst und Zuversicht

Der Journalismus wird derzeit von zwei Seiten angegriffen: Von der kapitalistischen Marktwirtschaft einerseits, die sich immer mehr als eine Konzentrationswirtschaft entpuppt. Und durch die Ausdehnung des «privaten» Kommunikationsraums von Social Media andererseits. Ein möglicher Ausweg aus der doppelten Umklammerung führt zu einer «redaktionellen Gesellschaft», wie sie der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen in seinem jüngsten Buch skizziert. Weiterlesen …

Klassenfahrt in die Medienzukunft

Immer im April wird Perugia zum Epizentrum der globalen Medienbranche. Am internationalen Journalismusfestival fliessen die Gedanken und der Alkohol. Kritische Fragen mischen sich mit Geltungsdrang. Ein Stimmungsbericht. Dienstag, 9 Uhr, wir fahren die Autobahn runter, immer weiter, in den Süden, wie jedes Jahr. Neun Stunden Fahrt, der wirkliche erste Pausenstopp am ersten Autogrill nach der Weiterlesen …