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Tamedia

MEDIEN

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Tamedia marschiert durch

Unbeeindruckt von allen Bedenken zieht Tamedia das im September angekündigte Projekt 2020 durch. Bern trifft dies hart, weil die «Berner Zeitung» bis jetzt noch einen eigenen Mantelteil produzierte und «BZ» und «Bund» redaktionell komplett unabhängig voneinander waren. Damit ist es endgültig vorbei: Die Umstrukturierungen gehen in hohem Tempo voran. Es gibt kein Zurück.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Turbulentes Ende für «Le Matin»

Am Samstag erscheint die letzte gedruckte Ausgabe von «Le Matin». Der Tamedia-Verlag und die Journalisten und Gewerkschaften gehen in erbittertem Streit auseinander.

Wissen, was Kunden wollen

Umfragen, Analysen, Studien – die richtige Unterstützung bei der Befragung von Kunden, dem Auswerten bestehender Daten, dem Entwickeln wirkungsvoller Strategien und Konzepte zur Medienproduktion. Hannes Zaugg Wirtschaftsberatung

«Mir fiel die Entscheidung zu gehen, wirklich nicht einfach»

Nach zwölf Jahren als Leiter Kommunikation und Public Affairs hat Christoph Zimmer Tamedia verlassen. Ein Rückblick auf eine bewegte Zeit und ein kleiner Ausblick in die Zukunft. Zürich ist an diesem Sommermorgen eingehüllt in Nieselregen. Christoph Zimmer setzt sich an einen Fensterplatz in der Helvtibar, Rücken zum wenige Dutzende Meter entfernten Tamedia-Hauptsitz. «Einen Schwarztee, bitte». Weiterlesen …

Der Untergang von «Le Matin»

Am Samstag erscheint «Le Matin» aus dem Haus Tamedia zum letzten Mal als gedruckte Zeitung. Sie war eine Art «Blick» für die Westschweiz. Genfs Regierungspräsident Pierre Maudet macht sich stark für die Informationsvielfalt.

Tamedia: Die «freiwilligen» Abgänge häufen sich

Die Personalstrategie der Tamedia zeitigt die absehbaren Folgen: Nach und nach verlassen Redaktorinnen und Redaktoren «freiwlillig» die zusammengesparten Tageszeitungen. Sie tun das, bevor der Konzern das überflüssig gewordene Personal infolge der grossflächigen Redaktionszusammenlegung entlassen wird. Der Kleinreport berichtet von sechs solchen Abgängen beim «Bund». Wie freiwillig das geschieht, erklärt Marc Lettau, der nach fast 30 Jahren die Berner Tageszeitung verlässt: «Es ist primär die durch TA-Vorgaben erwirkte Verzwergung der Lokalredaktion und die sich daraus ergebende neue Enge, die mir nicht mehr erträglich schien. Der ‹Bund› an sich wäre mir keineswegs verleidet – und schon gar nicht das Team, das dort strampelt und kämpft.» Auch bei Tages-Anzeiger und «Berner Zeitung» sind in den letzten Tagen Abgänge bekannt geworden von langjährigen Journalistinnen und Journalisten.

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Bieler Tagblatt verabschiedet sich von Tamedia

Anstatt fertige Seiten von der «Berner Zeitung» zu beziehen, setzt das Bieler Tagblatt künftig auf die Zusammenarbeit mit Zeitungen und Magazinen aus dem In- und Ausland, so etwa mit der WOZ oder dem «Beobachter». Man kann den Schritt auch als medienpolitisches Signal verstehen. Bernhard Rentsch zeigt sich realistisch: «Ich träume nicht davon, die Zahl der Weiterlesen …

Kosten senken ist keine weitsichtige Strategie

Stéphane Benoit-Godet, Chefredaktor der Westschweizer Zeitung «Le Temps» (Ringier/Axel Springer), wirft einen kritischen Blick auf die Unternehmensstrategie des Zürcher Medienunternehmens Tamedia. Aktueller Anlass ist die bevorstehende Einstellung der gedruckten Ausgabe der Tageszeitung «Le Matin». Der Konzern fokussiere nur auf die Kosten und sei unfähig zur Innovation: «Wenn der Umsatz sinkt, ist eine sofortige Massnahme, die Kosten zu senken. Dies ist keine langfristige Strategie. Wenn das Geschäft strukturell schrumpft, können Sie die Schere nicht alle 18 Monate hervornehmen.»