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SDA-Redaktion befürchtet «Abkehr von journalistischen Grundsätzen»

So wie die Schweizerische Depeschenagentur SDA im journalistischen Tagesgeschäft im Schatten der grossen Medienmarken steht, so haben auch die angekündigten und absehbaren Umwälzungen bei der SDA bisher noch keine grösseren Wellen geworfen. Doch intern erwartet man von der Fusion mit der Bildagentur Keystone und der Austria Presse Agentur als Grossaktionärin wenig Gutes. Darum wendet sich die SDA-Redaktion mit einem offenen Brief an Geschäftsleitung und Verwaltungsrat. Das Personal bezieht unter anderem Stellung gegen eine befürchtete «Vermischung von PR mit journalistischer Arbeit», da bekannt wurde, dass das PR-Geschäft ausgebaut werden soll. Um die Stellung des Journalismus innerhalb der neuen Struktur zu unterstreichen, soll ein erfahrener Journalist oder eine erfahrene Journalistin in der Geschäftsleitung Einsitz nehmen, was aktuell nicht mehr der Fall ist.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Das Rettungskonzept für die romanischen Medien steht

Eine neue von Bund und Kanton finanzierte Nachrichtenagentur soll das Bestehen der finanziell gebeutelten rätoromanischen Medien sichern. Das schlagen die Zeitungen und das Radio und Fernsehen aus dem rätoromanischen Sprachraum in einem gemeinsamen Konzept vor. Die romanische Sprachenorganisation zeigt sich begeistert.

Mediensprecher w/m 80–100%

Aufgaben: Aktive Medienarbeit im Rahmen der Tagesverantwortung – Beantwortung von Medienanfragen für TV, Radio und Print – Erstellung und Umsetzung von Kommunikationskonzepten – Erarbeitung von Sprachregelungen…

Wie die Nachrichtenagentur dpa Eilmeldungen vor Twitter-Fakes schützt

Fake-Tweets sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Zuletzt gelang «Titanic»-Redakteur Moritz Hürtgen ein Scoop: Mit seinem verifizierten Twitter-Account, aber neuem Profilnamen «HR Tagesgeschehen» meldete er Mitte Juni den Bruch der Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU. Mehrere Medien – darunter die Nachrichtenagentur Reuters – fielen darauf herein. Die dpa hat nun reagiert.

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Trau, schau, wem – Version dpa

Eigentlich ist die Verifikation von Text- und Bildmaterial gar nicht so schwer – und doch leisten sich selbst Redaktionen, die gemeinhin als seriös gelten, grobe Schnitzer und publizieren Halbgares und Halbwahres. Die deutsche Nachrichtenagentur dpa erklärt ihre fünf Grundregeln für die Überprüfung von zweifelhaften Inhalten. Was die Verifikation eigentlich erleichtern sollte: es sind oft Standardsituationen, die als Einfallstor für Falschmeldungen dienen. Etwa dann, wenn ein angekündigtes Ereignis unmittelbar bevorsteht. In solche Momenten kann man fast mit Sicherheit davon ausgehen, dass es irgendwelche Scherzbolde oder kommerziell motivierte Trittbrettfahrer gibt, die das Eintreffen als Erste vermelden – aber natürlich bewusst falsch.