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Tamedia

MEDIEN

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Tamedias Doppelspiel

Der Mediendeal des Jahres kam erst ganz zum Schluss: Tamedia wird die Werbevermarkterin Goldbach übernehmen. Das verkündeten die beiden Unternehmen am 22. Dezember. Inzwischen weiss man auch, dass Tamedia gleichzeitig auch mit der SRG, Ringier und Swisscom über einen Einstieg bei deren Vermarkter Admeira verhandelt hatte. Markus Knöpfli rekonstruiert auf «Horizont» das Doppelspiel von Tamedia.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Chefredaktor schmeisst hin wegen Tamedia-Strategie

Pierre Ruetschi, seit 2006 Chefredaktor der Tribune de Genève, verlässt den Spitzenposten bei der Genfer Tamedia-Zeitung. Ruetschi geht im Streit mit dem Zürcher Verlag. Er war ein erbitterter Gegner der «Hors sol»-Redaktion, wie er die Tamedia-Strategie nannte, die überregionalen Ressorts in Lausanne zu bündeln. Damit wurde die Redaktion der Tribune de Genève auf das Lokal- und Kulturressort geschrumpft. Die Redaktion bedauert den Abgang sehr, da sich Ruetschi immer für sein Blatt eingesetzt habe. So auch kürzlich, als er sich weigerte, Tamedia mitzuteilen, welche Tribune-Journalisten gestreikt hatten in Solidarität mit den inzwischen entlassenen Kollegen beim eingestellten «Le Matin».

A&F und Woodwing: IFRA Berlin 2018

Die 48. Auflage der World Publishing und Digital Content Expo findet vom 9. bis 11. Oktober in Berlin statt. Als weltweit einziger Diamond-Partner von WoodWing ist A&F auf dem Stand des Marktleaders für Redaktionssysteme vertreten und persönlich vor Ort. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ein Schweizer Werberiese im Kampf gegen die globalen Giganten

Tamedia darf den Werbevermarkter Goldbach Group übernehmen, hat letzte Woche die Wettbewerbskommission entschieden. Damit hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass der Wettbewerb um Werbegelder heute ein globaler ist und die Hauptkonkurrenz von Tamedia/Goldbach nicht Admeira heisst, sondern Facebook und Google. Vor zweieinhalb Jahren sah Tamedia-Präsident Pietro Supino die schweizerische Medienordnung in ihren Grundfesten erschüttert, als Weiterlesen …

«Für uns ist es fast nicht fassbar, wie schnell dieser Wandel von statten geht.»

Tamedia-CEO Christoph Tonini zeichnet im Interview mit persoenlich.com ein dramatisches Bild der Entwicklung auf dem digitalen Werbemarkt in der Schweiz. Gegen die Übermacht von Google und Facebook sei wenig auszurichten. Die beiden Giganten erreichten dieses Jahr in der Schweiz ein Wachstum, das grösser sei als der ganze jährliche Werbeumsatz von Tamedia Digital, sagt Tonini. «Wenn Tamedia als grösstes Medienhaus im digitalen Werbemarkt nicht mehr wächst, zeigt das, dass wir es nicht schaffen gegen diese enorme multinationale Übermacht.» Umso unverständlicher sei es, dass die Wettbewerbskommission geplante Zusammenschlüsse und Übernahmen, wie etwa jene von Tamedia und Goldbach oder Tages-Anzeiger und «Basler Zeitung», nur unter einem nationalen Blickwinkel prüfe. «Da frage ich mich schon, ob die Kommission wahrnimmt, dass wir alle in der Schweiz bereits heute Zwerge sind gegen diese Internet-Giganten.»

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Turbulentes Ende für «Le Matin»

Am Samstag erscheint die letzte gedruckte Ausgabe von «Le Matin». Der Tamedia-Verlag und die Journalisten und Gewerkschaften gehen in erbittertem Streit auseinander.