DOSSIER mit 31 Beiträgen

Nachrichtenagenturen

Braucht die Schweiz eine eigene Nachrichtenagentur?

Gestern kam es zu einer Premiere in der 125-jährigen Geschichte der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA): Die Journalistinnen und Journalisten legten während dreier Stunden die Arbeit nieder. Sie protestierten damit gegen den geplanten Stellenabbau bei der einzig verbliebenen Nachrichtenagentur der Schweiz.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Der Kampf um die Nachrichten

Der Arbeitskampf bei der SDA ist eine Momentaufnahme der Misere in der Schweizer Medienwelt, die von Verdrängungskämpfen und Renditeoptimierungen ausgelöst worden ist. Wie kam es zur Krise, wie sehr braucht die Ostschweizer Politik die Depeschenagentur – und wie könnte die Nachrichten-Zukunft aussehen?

Junior Product Manager, Digital (w/m)

Für die Weiterentwicklung der digitalen Brands GaultMillau, Schweizer Illustrierte und Style wirst Du in Abstimmung mit dem Product-Team die operative Projektplanung und -steuerung durchführen. Aufgaben: Mitarbeit bei der Erstellung der Product Roadmap der verschiedenen digitalen Produkte – Konzeption und Priorisierung der Anforderungen für die Weiterentwicklungen in enger Zusammenarbeit mit dem Senior Product Manager des Geschäftsbereichs…

SDA: Der Film zum Streik

Es ist der Rohschnitt eines offenen Arbeitskampfs: Der Westschweizer Filmemacher Frédéric Gonseth war beim Streik der SDA-Redaktion vor zwei Wochen mit seiner Kamera dabei und legt nun bereits eine 18-minütige Dokumentaion der Ereignisse vor, welche die Streiktage für Aussenstehende gut erlebbar macht. Neben unkommentierten Sequenzen, vor allem bei Streik- und Protestversammlungen, lässt Gonseth ein halbes Dutzend Akteure des Arbeitskampfs immer wieder zu Wort kommen. Seinen Fokus legt er dabei ausschliesslich auf eine Seite des Konflikts, Unternehmensleitung und Verwaltungsrat kommen nicht vor – wobei das ganz ihrer Rolle während des Streiks entspricht.

«Der Streik hat der SDA gut getan»

Die Redaktion der Schweizerischen Depeschenagentur SDA steht weiterhin mitten in einem ungelösten Arbeitskonflikt wegen einer laufenden Massenentlassung. Schon nächste Woche kann es zum nächsten Ausstand kommen. Eine Zwischenbilanz und eine kleine Streikkunde mit impressum-Geschäftsführer Urs Thalmann. Auf dem Boden im Sekretariat des Berufsverbands impressum steht ein übergrosses Handmegafon. Ein Aufkleber nennt den Zweck des Lautsprechers: Weiterlesen …

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So wichtig ist die SDA für die Berichterstattung der Schweizer Medien

Man ahnt es bei einem genaueren Blick in Schweizer Zeitungen und auf News-Sites: Ein Grossteil der Meldungen stammt von der Nachrichtenagentur SDA. Das Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft fög hat untersucht, in welchem Mass die Redaktionen Agenturbeiträge verwenden. Am meisten SDA-Meldungen nutzen die News-Sites der SRG, sowie die Gratiszeitung «20 Minuten». Bei beiden liegt der Anteil bei rund 50 Prozent ihres Inhalts. Aber auch Regionalzeitungen, wie die Basler oder die Berner Zeitung, bestreiten einen Grossteil ihrer Berichterstattung mit Agenturmaterial. «Ein Abbau oder Strategiewechsel hin in Richtung Gewinnmaximierung dürfte deshalb weitreichende Folgen» haben, folgern die Autoren der Studie. Die Frage, welche Strategie die SDA in Zukunft verfolgt, dürfe darum «nicht nur eine medienökonomische Frage sein.»

Eine Nachrichtenagentur in Not

Die Schweizerische Depeschenagentur SDA ist plötzlich zum öffentlichen Thema geworden. Zu Recht – allerdings vernebelt die Debatte Fehler und Versäumnisse in der Vergangenheit.