DOSSIER mit 86 Beiträgen

Fernsehen/Video

JOURNALISMUS

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Netflix droht der Konkurrenz zu enteilen, doch diese bleibt nicht untätig

Der Video-Streamingdienst Netflix erklimmt neue Rekordmarken: 118 Millionen Menschen weltweit haben ein Abo. Das sind 24 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. An der Börse liegt der Wert des Unternehmens inzwischen bei 100 Milliarden Dollar. Das sei zehn mal mehr als Pro Sieben Sat 1, vergleicht Caspar Busse in der Süddeutsche Zeitung. Überhaupt mache die erfolgreiche US-Filmplattform den klassischen TV-Sendern zu schaffen. Und nicht nur ihnen. Selbst ähnliche Angebote wie Amazon Prime oder Hulu können mit Netflix nicht mithalten. Die grossen Unterhaltungskonzerne seien deshalb alarmiert und versuchten Terrain gutzumachen. So hat etwa Disney angekündigt, grosse Teile von 21st Century Fox kaufen zu wollen. Damit erhält die Mickey-Mouse-Company auch Zugriff auf den Netflix-Konkurrenten Hulu. Da der Wettbewerb vor allem über Inhalte ausgetragen wird, investieren alle Anbieter in eigene Film- und Serien-Produktion. Auch hier hat Netflix die Nase vorn, sowohl bei Quantität als auch Qualität, wie die aktuellen Oscar-Nominierungen zeigen. Das von Netflix produzierte Rassismusdrama «Mudbound» ist gleich dreifach nominiert für die begehrte Filmauszeichnung.

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Infotag: CAS Digital Communication Excellence

Besuchen Sie den Infotag der HTW Chur vom Samstag, 23. März 2019 und informieren Sie sich über das neue Weiterbildungsangebot. Der Unterricht des CAS findet in Zürich, Berlin und online von zu Hause aus statt.

Der Brexit und seine Auswirkungen auf die TV-Branche

Der Brexit kommt immer näher und langsam werden die Auswirkungen sichtbar. TV-Lizenzen aus Grossbritannien werden voraussichtlich ungültig, das betrifft auch einige Sender in Deutschland. Viele wollen sich zu konkreten Massnahmen bislang aber nicht äussern. Handeln müssen sie dennoch.

Das coole Kind der 90er. «Viva» wird endgültig abgewickelt

Den Fernsehsender «Viva» gibt es noch? Das muss wohl so sein, wenn sein Sendebetrieb zum Jahresende, nach exakt 25 Jahren und einem Monat, eingestellt werden soll. Aber was heisst schon «Sendebetrieb»? Der «Viva»-Rest, der übriggeblieben ist vom coolen Kind der 1990er Jahre, ist so dürftig und unbedeutend, so offenkundig nur noch Füllmaterial, eine einzige Dauerschleife Weiterlesen …

«Das SRF muss seinen VW-Bus auseinandernehmen»

Ob als Rapper oder als Autor, Knackeboul alias David Kohler, ist für seine unverblümten An- und Aussagen bekannt. Diesmal hat er sich das Schweizer Fernsehen vorgeknöpft und seine überalterte Zuschauerschaft. Was tun? Respektive: Was nicht tun? «Es ist, als wäre man mit einem alten VW-Bus unterwegs, der immer langsamer fährt und viele Schadstoffe generiert. Und man dann all die jungen Tesla-Fahrer sieht und sich sagt: ‹Komm, die stellen wir als Fahrer für unseren alten Bus ein.› Das bringt nichts. Das SRF muss seinen VW-Bus auseinandernehmen, die unbrauchbaren Teile ausrangieren und aus den wiederverwertbaren viele kleine Teslas bauen. Und diese Teslas dann fahren lassen. Das braucht Mut. Aber es ist dringend nötig.»

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Netflix macht einem Plot twist

137 Millionen Menschen nutzen weltweit das Filmangebot von Netflix. Allein im letzten Quartal sind sieben weitere Millionen dazugekommen. Die Börse zeigt sich von dieser Entwicklung überrascht. Es ist noch nicht lange her, da galt Netflix wegen stagnierender Nutzerzahlen als Sorgenkind. «Man könnte sagen, Netflix ist an der Börse das gelungen, was auch seine Serien bei vielen Nutzern so erfolgreich macht: ein echter plot twist, eine radikale Kehrtwende in der Erzählung», kommentiert Victor Gojdka in der Süddeutschen Zeitung.