DOSSIER mit 105 Beiträgen

«Blocher-Medien»

«Weltwoche Daily»: ein Studiorundgang

Seit Montag bietet Roger Köppel mit seiner Weltwoche auch ein tägliches Web-TV-Format. Das neue Onlinegefäss «Weltwoche Daily» zeige bereits, wie ein postmoderner TV-Sender aussehen könnte, schreibt Philippe Zweifel auf tagesanzeiger.ch und analysiert das Studiosetting. Im Bücherregel aus Massivholz hinter Köppel glaubt Zweifel das Handbuch «Youtuber in 10 Minuten» zu erkennen. Die Kaffeetasse auf dem Pult diene Wohl dazu, Assoziationen mit Larry King zu wecken – falls dazu nicht bereits das überdimensionierte Mikrofon taugt. Und schliesslich die finale Beobachtung beim «Studiorundgang»: Köppel könne «seine TV-Ambitionen offenbar selber noch nicht ganz ernst nehmen. Jedenfalls schmunzelt er während der Moderation immer wieder.»

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Instinktmensch Köppel

Eine aufschlussreiche Korrespondenz zwischen Roger Köppel und Nikolaus Wyss, Sohn von Schriftstellerin und «Magazin»-Gründerin Laure Wyss. Der Weltwoche-Chef und SVP-Nationalrat wollte von Wyss eigentlich nur wissen, ob er der Sohn von Laure Wyss sei. Daraufhin entspinnt sich ein Dialog, der viel über Köppels politisches und publizistisches Selbstverständnis aussagt. So gesteht der streitbare Journalist, dass er sich als instinktiven Menschen verstehe und weniger strategisch und politisch. Wyss, der bis 1991 selber als Journalist gearbeitet hatte, tut sein Unbehagen kund über die Wirkung der Weltwoche und Köppels Politik. «Ich halte die Schweiz für eine feinziselierte soziale Skulptur, die durch grobes Handeln und durch mangelnde Solidarität durchaus ihrer grossen Vorteile verlustig gehen kann.» Wyss kann Köppels Antwort leider nicht im Wortlaut dokumentieren, da dieser seine Aussagen nicht im Wortlaut zur Veröffentlichung auf Wyss’ Blog freigab. Nur so viel: Auch Köppel sieht die feinziselierte Schweiz in Gefahr, weshalb er eben in die Politik gestiegen sei. Sicher hätte er sich zuweilen unnötig drastisch ausgedrückt. Keiner sei schliesslich perfekt.

«No Billag»? Klar

Landesweit ist es heute problemlos möglich, das Informationsbedürfnis mit privaten Presse­erzeugnissen und elektronischen Medien in ­allen Landessprachen abzudecken. Lokal be­ziehungsweise regional tätige Medienanbieter sind weit besser als eine staatliche, nationale Sendeanstalt geeignet, das auf die nähere ­Umgebung ausgerichtete Kommunikations­bedürfnis der Konsumenten abzudecken.

EMS-Chemie gegen Bündner Zeitungsfusion

Die beiden Zeitungen «Südostschweiz» und «Bündner Tagblatt» sollen laut Verleger Hanspeter Lebrument fusioniert werden. Damit ist die EMS-Chemie von Magdalena Martullo-Blocher, Mehrheitsbesitzerin vom «Bündner Tagblatt», nicht einverstanden.

Ad Content