DOSSIER mit 87 Beiträgen

Investigativer Journalismus

JOURNALISMUS

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Journalistin bietet Polizei fragwürdigen Deal an

Sehr selten und sehr seltsam: Eine Journalistin des von Sat.1 geht eine weitreichende Kooperation mit der Polizei ein im Zuge ihrer Recherche über die problematische Therapieform der Psycholyse. Gemeinsam planen sie eine Razzia. Schliesslich gibt die Reporterin, als sie undercover an einer Therapiesitzung teilnimmt, das Kommando für den Zugriff eines 50-köpfigen Sondereinsatzkommandos. Der Einsatz wird von ihren Sat.1-Kameras gefilmt. Die Polizei wiederum wartet mit einer proaktiven Information der Medien bis die Reportage in der Sendung «Akte 20.18» ausgestrahlt wurde. Die vom Medienmagazin ZAPP befragen Fachleute halten das Vorgehen alle für verwerflich bis widerrechtlich, sowohl was die Rolle der Reporterin angeht, als auch das Verhalten der Polizei.

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Nachrichtenmoderator/-in / Nachrichtenredaktor/-in 60-80%

Die Redaktion «Nachrichten/Teletext/Info3» der Chefredaktion Radio erfährt vor vielen andern, was in der Welt passiert. Aus diesen Informationen produzieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stündlich Nachrichten für das Radio sowie Inland-, Ausland- und Wirtschaftsmeldungen für den Teletext. Sie sind für folgende Hauptaufgaben verantwortlich…

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Reporter-Forum: von den Besten lernen

Das Schweizer Reporter-Forum 2018 ist zwar vorbei, aber auf der Website sind sämtliche Diskussionen, Gespräche und Vorträge in Ton und/oder Bild dokumentiert. Erfolgreiche und preisgekrönte Autorinnen, Journalisten, Reporterinnen und Herausgeber bieten wertvolle Einblicke in ihr Schaffen. Sei das ein Daniel Ryser, der noch einmal ausführlich zu seiner Köppel-Biografie und der daran geäusserten Kritik Stellung nimmt. Seien es die Macherinnen und Macher journalistischer Start-ups, die über Fehler und Erfolge Auskunft geben. Oder die Bestseller-Autorin Susanna Schwager, die erzählt, wie sie Gespräche führt. Alles in allem ein paar Stunden Gratis-Unterricht für besseren Journalismus.

Informantenschutz: Wie anonym ist anonym?

Vor einer Woche haben mehrere deutschsprachige Medien über den massiven Steuerbetrug mittels sogenannter Cum-Ex-Geschäfte berichtet. Darunter auch das ARD-Magazin «Panorama». Das Magazin zeigte in seinem Beitrag auch einen Insider, den sie anonymisiert vor die Kamera brachten. «Mit Schminke, Silikonmaske und Brille soll ihn niemand wiedererkennen. Seine Stimme wird verzerrt», schreibt Peter Welchering, langjähriger Journalist und Spezialist für Informantenschutz, in einem Gastbeitrag für das Medienblog Übermedien. Nur: Solche Verfremdung bietet keinen vollständigen Schutz, weiss Welchering. «Journalisten, die ihre Informanten umfassend schützen wollen, dürfen ihre Aussagen vor der Kamera nur noch von Schauspielern nachstellen lassen.» Denn jede Tonaufnahme, und sei sie verzerrt, enthält einen «Fingerabdruck», der sich mittels Netzfrequenzanalyse identifizieren lasse. So nutzen etwa Geheimdienste diese Methode. Die «Panorama»-Macher rechtfertigen ihr als fahrlässig kritisiertes Vorgehen damit, dass es sich beim gezeigten Insider nicht um einen Informanten handele und es daher keine vollständige Anonymisierung brauche, weil er auch als Kronzeuge namentlich auftreten werde.