DOSSIER mit 16 Beiträgen

Social Media

SOCIAL MEDIA

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Hasskampagnen im Internet als kollektives Storytelling

Was auf den ersten Blick nach spontanen Entgleisungen von «Wutbürgern» aussieht, sind nicht selten konzertierte Hasskampagnen neurechter Netzwerke gegen missliebige Personen aus Medien, Politik und Zivilgesellschaft im Netz. Es kursierten Anleitungen für Attacken auf Schwachpunkte der offenen Gesellschaft, schreibt Kai Heiderich für Fearless Democracy. Das können zum Beispiel beleidigende Bildmanipulationen sein zum Nachteil einer Zielperson oder auch nur mit #fakenews getaggte Medienartikel. Ein Teil der Akteure ist straffen Strukturen organisiert, wo die Kräfte gebündelt werden für die Netzattacken. Das meiste davon erreicht nur bescheidene Reichweite. «Aber durch den hohen Organisationsgrad, die Dauerhaftigkeit und die toxische Kreativität der rechten Trolle, wirkt es», schreibt Heiderich weiter.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Entdecken Sie Einzigartigkeit am Marketing Tag 19

Auch Sie müssen sich in umkämpften, gesättigten und durch die Digitalisierung immer transparenteren Märkte durchzusetzen? Das klappt auf lange Sicht nur mit einzigartigen Innovationen, Prozessen, Mehrwerten und Experiences, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und zu erhalten. Was braucht es, damit sich Customer auf neue Lösungen einlassen und Ihnen vertrauen? Praktikable Anregungen und interessante Impulse bieten die Keynote Speaker des Marketing Tag 19, am 12. März, im KKL Luzern.

Der ORF und ein «ganz problematisches Verständnis von Journalismus»

Im österreichischen Rundfunk ORF kursiert ein Vorschlag, die Regeln für die Social-Media-Kommunikation seiner Journalistinnen und Journalisten massiv zu verschärfen. Gemäss einem Entwurf soll sich das Personal auch privat nicht mehr wertend gegenüber Politikern und politischen Institutionen äussern dürfen. Die Journalistin und Social-Media-Experting Ingrid Brodnig kritisiert diese weitreichende Einschränkung der Meinungsäusserungsfreiheit. Ein grosses Problem sieht sie darin, dass damit «schlimmstenfalls ein ganz problematisches Verständnis von Journalismus» begünstigt würde. Es sei nämlich «dezidierte Aufgabe von Journalisten (inklusive öffentlich-rechtlichen Journalisten) auf Missstände innerhalb unserer Gesellschaft hinzuweisen – und diese als Missstände zu benennen (was sowohl eine Wertung als auch eine Kritik ist).»

Mythos Social-Media-Sucht

Es hat sich zum Common Sense verdichtet: Social Media macht süchtig, besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche. Unsinn, schreibt Professor Michael Schulte-Markwort, Kinder- und Jugendpsychiater am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, in einem Gastbeitrag für Spiegel Online. «Kinder werden durch ihren Medienkonsum im Internet nicht sozial inkompetenter – im Gegenteil. Sie können sehr gut zwischen analoger und digitaler Welt unterscheiden und wünschen sich beides.»

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Social-Media-Sucht oder die digitale Verführungskunst

Computer können Menschen viel besser zu einer Handlung überreden als Menschen, hat der Verhaltensforscher BJ Fogg schon in den 1990er-Jahren herausgefunden. Fogg war denn auch der Lehrmeister von Social-Media-Unternehmern, wie etwa dem Gründer von Instagram. Martin Giesler erklärt in Brand eins, warum viele Apps einen regelrechten Sog entwickeln, wo sie doch eigentlich banale Funktionen anbieten, die sich auch ohne Suchtrisiko erledigen liessen. «Ein Grossteil des Sogs der Social-Media-Apps wird durch kleine Design-Elemente erzeugt. Hier ein roter Knubbel am App-Symbol, der anzeigt, dass etwas Neues und potenziell Spannendes passiert ist (Was? Schnell die App öffnen!). Dort eine Push-Mitteilung mit Vibrationsalarm, die anzeigt, dass ein Freund etwas auf Facebook gepostet hat (…).»

Nackte Tatsachen zum «Vero»-Hype

Wer es noch nicht mitgekriegt hat: «Vero» wird gerade als das neue Facebook gehandelt (oder vielmehr: gehyped). Nach drei Jahren Existenz ohne breitere Publizität, schoss der Bekanntheitsgrad dieses sozialen Netzwerks quasi über Nacht in die Höhe. Kein Wunder: Verspricht doch «Vero» alles besser machen, was bei Facebook in der Kritik steht. Das Fachmagazin «Online Marketing Weiterlesen …