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«Blocher-Medien»

MEDIEN

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Instinktmensch Köppel

Eine aufschlussreiche Korrespondenz zwischen Roger Köppel und Nikolaus Wyss, Sohn von Schriftstellerin und «Magazin»-Gründerin Laure Wyss. Der Weltwoche-Chef und SVP-Nationalrat wollte von Wyss eigentlich nur wissen, ob er der Sohn von Laure Wyss sei. Daraufhin entspinnt sich ein Dialog, der viel über Köppels politisches und publizistisches Selbstverständnis aussagt. So gesteht der streitbare Journalist, dass er sich als instinktiven Menschen verstehe und weniger strategisch und politisch. Wyss, der bis 1991 selber als Journalist gearbeitet hatte, tut sein Unbehagen kund über die Wirkung der Weltwoche und Köppels Politik. «Ich halte die Schweiz für eine feinziselierte soziale Skulptur, die durch grobes Handeln und durch mangelnde Solidarität durchaus ihrer grossen Vorteile verlustig gehen kann.» Wyss kann Köppels Antwort leider nicht im Wortlaut dokumentieren, da dieser seine Aussagen nicht im Wortlaut zur Veröffentlichung auf Wyss’ Blog freigab. Nur so viel: Auch Köppel sieht die feinziselierte Schweiz in Gefahr, weshalb er eben in die Politik gestiegen sei. Sicher hätte er sich zuweilen unnötig drastisch ausgedrückt. Keiner sei schliesslich perfekt.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Rahel Blocher übernimmt das Ruder bei der Zeitungshaus AG

Rahel Blocher übernimmt das Ruder bei der Zeitungshaus AG, die aus der BaZ Holding AG hervorging. Die jüngste Tochter von Christoph Blocher wird Verwaltungsratspräsidentin. Ihr Vater sowie Rolf Bollmann, die beide schon Verwaltungsräte waren, bleiben in diesem Gremium. Markus Somm hingegen scheidet aus.

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Umfragen, Analysen, Studien – die richtige Unterstützung bei der Befragung von Kunden, dem Auswerten bestehender Daten, dem Entwickeln wirkungsvoller Strategien und Konzepte zur Medienproduktion. Hannes Zaugg Wirtschaftsberatung

Nur ein Boyköttchen wegen Blocher

Als im April bekannt wurde, dass Christoph Blocher das «Tagblatt der Stadt Zürich» übernehmen würde im Gegenzug zum Verkauf der «Basler Zeitung», gingen die Wogen hoch. Linke Parteien und Privatpersonen riefen zum Boykott des Blatts auf. «Watson» hat bei der Tagblatt-Redaktion nachgefragt, wie die Reaktionen auf den Aufruf ausfielen: Laut Chefredaktorin Lucia M. Eppmann haben sich «genau 13 Leserinnen und Leser» gemeldet, «die mit Hinweis auf die Übernahme durch Christoph Blocher das ‹Tagblatt der Stadt Zürich› nicht mehr wünschen». Ein Boykott sieht anders aus.

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«Ich war aus Überzeugung ein Linker und war stolz darauf»

Noch bis Ende Jahr, bis das Blatt unter den Tamedia-Mantel kommt, führt Markus Somm die «Basler Zeitung». Der streitbare Journalist hat politisch einen weiten Weg hinter sich von ganz links nach ziemlich weit rechts: «Ich war aus Überzeugung ein Linker und war stolz darauf.» Für das NZZ Folio hat sich Rolf Hürzeler mit Somm über dessen Werdegang und den Wendepunkt in seiner Biografie unterhalten. Vom Linken zum Rechten wurde Somm beim Studium in Harvard (USA): «Dass man intelligent und rechts sein könnte, schien undenkbar. In Amerika hatte ich es plötzlich mit Leuten zu tun, die schrieben besser als ich, die dachten schneller als ich, sie waren klug und originell – und sie waren brutal konservativ.» Dass er irgendwann wieder einmal ein Linker würde, hält Somm für «undenkbar». Aber seine politische Überzeugung sei immer einem Wandel unterworfen, «weil sich die politischen Gegebenheiten laufend verändern.»

Fleury macht Blocher einen Strich durch die Rechnung

Jean-Marie Fleury, Gründer und Herausgeber der kostenlosen Wochenzeitungen GHI und Lausanne Cités greift auf sein Vorkaufsrecht zurück und sichert sich damit alle Anteile an den beiden Titeln, die bislang der Tamedia Gruppe gehörten. Fleury macht damit dem Zeitungshaus S.A. einen Strich durch die Rechnung, hinter dem der Zürcher Unternehmer und Verleger Christoph Blocher steht. Blocher Weiterlesen …