DOSSIER mit 70 Beiträgen

Zukunftstechnologien

TECHNOLOGIE

Die Lesetipps dieses Themenbereichs werden kuratiert von Thomas Paszti. Haben Sie einen lesenswerten Beitrag entdeckt und möchten diesen hier empfehlen? Die Redaktion freut sich auf Ihren Linktipp: redaktion@medienwoche.ch

Alle reden vom Potenzial. Aber was bringt Blockchain den Medien?

Noch gibt es keine massentauglichen Anwendungen, aber nicht wenige, die sich damit beschäftigen, sehen darin ein riesiges Potenzial: Blockchain soll auch den Medienbereich revolutionieren. Aber womit und wie? Auf dem Blog der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien äussern sich Experten zu möglichen Einsatzfeldern der digitale Krypto- und Transaktionstechnologie. Konrad Weber, Projektleiter Digitale Strategie bei Schweizer Radio und Fernsehen, sieht sowohl redaktionelle als auch kommerzielle Anwendungen. Etwa für die einfachere Verifizierung der Authentizität von Bildern und Videos oder für die direktere Abrechnung durch Micropayment von digitalen Inhalten. Philipp Otto, Direktor von iRights.Lab, sieht eine mögliche Stärkung der Rechteinhaber: «In einem Blockchain-Netzwerk lassen sich Rechteinhaber schnell ausfindig machen, was sowohl Anbietern wie auch Lizenznehmern nützt.»

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Von oben sieht die Welt anders aus

Der US-Fotograf Johnny Miller überfliegt mit Drohnen Regionen, wo arm und reich direkt aufeinanderprallen, wo Wellblechhütten und Villen Seite an Seite stehen, sei das in Nairobi, Mexiko oder Detroit. Diese Flüge entlang der sozialen Grenzen ergeben sehr reizvolle Bilder, wie dieses Video zeigt. «Drohnenfotos sind sehr hübsch, aber sie verfügen auch über die Eigenschaft, sich die Dinge von Grund auf neu vorzustellen», kommentiert Miller seine Arbeit. Das sei nicht nur Journalismus, «sondern ich gebe den Leuten Anhaltspunkte dafür, sich eine eigene Meinung zu bilden. Und darüber nachzudenken, in welcher Welt wir eigentlich leben wollen.»

Journalismus in der vernetzten Wohnung

Könnte nicht ein Service, der den Badezimmerspiegel bespielt, eine Nachrichtensendung in der Länge des Zähneputzens produzieren? Antworten auf diese und ähnliche Fragen sucht seit ein paar Jahren Marco Maas. Im Kern geht es um dieses Postulat: Die richtige Nachricht, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Leisten kann das ein «Ambient Journalism», der als Gesamtkonzept noch weitgehend utopische Züge trägt. Verschiedene Experimente können aber glaubhaft aufzeigen, wohin die Reise geht.

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Papier kann mehr

Das Zeitungsbild ist auch ein Webvideo: die «Bild»-Zeitung in Deutschland publiziert fortan Bilder, die via Smartphone-App gescannt auf ein dazugehöriges Video verweisen. Realisiert wird das mit den Bundesliga-Spielen, wo man bei der Zeitungslektüre exklusiv über diese Plattform verfügbare Spielsequenzen anschauen kann. «Damit machen wir die gedruckte Zeitung wertvoller und belohnen den, der die gedruckte Zeitung gekauft hat», sagt Matthias Brügelmann, der innerhalb der «Bild»-Gruppe für Sport zuständige Chefredaktor.

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Sind kabellose Ohrhörer die Anzeichen einer nächsten Revolution?

Man sieht sie immer mehr im öffentlichen Raum: Die weissen Airpods von Apple – kabellose Ohrhörer – entwickeln sich langsam aber sicher zum Massenphänomen. Welche gesellschaftliche Bedeutung diese Entwicklung haben könnte, beschreibt Ian Bogost ausführlich in «The Atlantic». So stellt er die Airpods in eine Reihe mit der prägenden Rolle von Personalcomputer und Smartphone für die Art, wie wir Menschen miteinander kommunizieren.

Das Denken von der Zukunft her

Die Digitalisierung ist nicht Utopie, sie findet nicht in der Zukunft statt, sondern wir stecken mittendrin. Und es wäre ein Fehler, die Veränderungen, die bereits stattgefunden haben, zu unterschätzen.