DOSSIER mit 81 Beiträgen

Finanzierung/Geschäftsmodelle

MEDIEN

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Warum gibt es eigentlich kein Spotify für News? Darum.

Auch nach zehn Jahren kommt die Musik-Streaming-Plattform Spotify nicht recht vom Fleck. Finanziell wächst der Verlust stärker als der Ertrag. Ausserdem mischen mit Apple, Amazon und Youtube (Google) gleich drei der Internetgiganten auch im Musikgeschäft mit. Diese Rahmenbedingungen wären für eine News-Plattform im Stil von Spotify nicht anders, erklärt Frederic Filloux auf Monday Note. So wie die Frage auf der Hand liegt, warum es einen solchen Dienst nicht gibt, so eindeutig fällt auch die Antwort aus: Mit Blick auf die Erfahrungen von Spotify wären die Erfolgsaussichten mindestens ebenso gering. Auch im Nachrichtengeschäft dominieren die grossen Anbieter, die zudem immer stärker auch mit eigenen Inhalten, vor allem im Unterhaltungsbereich, auf den Markt drängen.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Weltweit werden weiterhin Milliarden für journalistische Angbote ausgegeben

Mit dem Vertrieb von Zeitungen, Publikums- und Fachzeitschriften – gedruckt und digital – wurden im vergangenen Jahr weltweit 113 Milliarden Dollar umgesetzt. Gegenüber 2016 bedeutet das nur einen leichten Verlust. Die Zahlen zusammengetragen hat das Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers PwC. Der Grossteil der Erlöse erzielen weiterhin Tageszeitungen mit einem weltweiten Umsatz von 61 Milliarden Dollar. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen die Zeitungen an der Spitze. «In allen drei Ländern geben die Menschen den grössten Teil ihres Pressebudgets für Zeitungen aus und den Rest fast komplett für Publikumszeitschriften. Fachmedien spielen im Lesermarkt nur eine untergeordnete Rolle», schreibt Markus Schöberl, der die PwC-Zahlen angeschaut hat. Bei den digitalen Erlösen aus dem Zeitungsmarkt liegt die Schweiz mit einem Anteil von fünf Prozent am Gesamtumsatz leicht unter dem weltweiten Durchschnitt.

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Freie Journalisten als Steuerbetrüger?

Die Talkshow «hart aber fair» von Frank Plasberg widmete sich jüngst der Frage, warum gerade Besserverdiener den Staat austricksen und mit kreativen Mitteln versuchen, das Zahlen von Steuern zu vermeiden. Als Beispiel einer Berufsgruppe, die zu solcher Trickserei neige, nennt die ARD-Sendung die freien Journalisten. Warum ausgerechnet diese als Besserverdiener gelten, bleibt das Geheimnis der «hart aber fair»-Redaktion. Journalismus-Berufsverbände reagieren verständlicherweise empört. Doch die Redaktion verteidigt ihre Darstellung. Man halte an der Darstellung fest, auch darum, weil man sich auf Gespräche mit Steuerberatern abstütze, welche das Tricksen von freien Journalisten bestätigen.

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Digitale Zeitungskioske sind auch nicht wirklich eine Lösung

Skeptiker hatten es schon am Anfang vermutet: digitale Zeitungskioske, wie etwa Blendle, sind keine Lösung für das Ertragsproblem von Bezahlmedien. Inzwischen scheint sich diese Sicht zu bewahrheiten, wie Mary-Katharine Phillips auf Twipe schreibt. So sei es insbesondere schwierig, Verlage dazu zu bewegen, ihre Inhalte auf Plattformen wie Blendle anzubieten. Bereits vor einem Jahr stellte die niederländische Zeitung NRC ihre Artikel nicht mehr für den digitalen Kiosk bereit. Danach fuhren auch andere Blätter ihre Kooperation zurück. Auch in Frankreich ist SFR Presse kein durchschlagender Erfolg.

Bildblog dank Leserfinanzierung werbefrei

Das führende Medienblog Deutschlands verzichtet fortan auf Werbeanzeigen. Bildblog hat sich zu dem Schritt entschieden, weil inzwischen monatlich mehr als 4200 Euro an Nutzerbeiträgen reinkommen. Das Bildblog verwendet als Bezahllösung die Plattform Steady, die auch eine Paywall bietet, wie sie etwa das Medienblog Übermedien für seine Artikel einsetzt.