DOSSIER mit 17 Beiträgen

Google

MEDIEN

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Wie sich Google zum Freund und Facebook zum Feind der Medien entwickelten

Die Rollenteilung hat sich in den letzten Monaten akzentuiert: Facebook macht sich mit dem Datenskandal und zuvor der Umstellung des Newsfeeds gerade unmöglich als Partner redaktioneller Medien. Währenddessen entwickelte sich Google zum wohlgelittenen Spendier-Onkel. Mit hunderten von Millionen Dollar unterstützt der Suchriese die notleidenden Medien. Kritik ist weitgehend verstummt, was bekanntlich nicht immer so war. Bereits vor einem Jahr beschrieb Lucia Moses für Digiday, wie sich das Verhältnis der beiden übermächtigen Digitalplattformen zu den Medien entwickelte und veränderte. Moses sieht die unterschiedlichen Rollen in der Geschäftsstruktur der beiden Unternehmen angelegt: «Das Geschäft von Google dreht sich um Suchmaschinenwerbung, was bedeutet, dass Nutzer von Google weggeschickt werden. Facebook hingegen betrieb ein proprietäres, geschlossenes Netzwerk, das darauf angewiesen ist, Menschen auf seiner Website oder App zu halten, um ihnen Werbung zu zeigen.»

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

So will Google den Musik-Streamingmarkt von hinten aufrollen

Obwohl mit Spotify, Apple oder Deezer seit Jahren schon beim Publikum beliebte und gut etablierte Streamingplattformen auf dem Markt sind, findet Googles Musikchef Lyar Cohen den Zeitpunkt ideal, einen weiteren kostenpflichtigen Dienst anzubieten; kürzlich wurde Youtube Music Premium vorgestellt. Die Vorteile gegenüber der Konkurrenz sieht Cohen in der Breite des Angebots und den Funktionalitäten der Plattform: «YouTube ist der einzige Ort, an dem Künstler und Labels mit ihren Nutzern direkt interagieren können.» Ausserdem profitiert Google von den Nutzerdaten. «Unser Angebot versteht ausserdem den Kontext des Nutzers. Wo er sich aufhält, wie das Wetter ist und und und. Entsprechend sehen die Empfehlungen aus.»

Wissen, was Kunden wollen

Umfragen, Analysen, Studien – die richtige Unterstützung bei der Befragung von Kunden, dem Auswerten bestehender Daten, dem Entwickeln wirkungsvoller Strategien und Konzepte zur Medienproduktion. Hannes Zaugg Wirtschaftsberatung

Zerschlagt Google!

Die Forderung mutet sehr europäisch an, aber die Diskussion scheint nun auch in den USA an Dynamik zu gewinnen. «Zerschlagt Google», fordert der «Boston Globe» in einem manifestartigen Text. Der Technologie-Gigant Google, respektive sein Mutterhaus Alphabet, habe eine für Wirtschaft und Gesellschaft bedrohliche Grösse erreicht, der nur noch mit regulatorischen Massnahmen begegnet werden könne. «Europa hat den breiteren Kampf um das Recht auf Privatsphäre und die Regulierung von Daten angeführt, aber es ist an der Zeit, dass die Vereinigten Staaten beim Abbau von Technologiemonopolen die Führung übernehmen – angefangen beim mächtigsten Akteur.»

Google sucht nach Antworten in Büchern

Es ist nicht unüblich, dass Suchende bei Google ausformulierte Fragen in das Textfeld eingeben. Die Antworten darauf sind oft unbefriedigend. Das will Google jetzt ändern mit einer experimentellen Funktion. «Talk to Books» verarbeite die Suchanfragen nicht wortwörtlich, sondern bemühe sich, die Bedeutung zu erfassen, schreibt Reto Stauffacher auf NZZ.ch. «So sollen Intention und Kontext einer Frage verstanden und diese entsprechend mit einer Buch-Passage beantwortet werden.» Eine Alternative zur Websuche bietet «Talk to Books» nicht. Google betont den experimentellen Charakter und schreibt dazu: «Die Technologie unterscheidet sich grundlegend von jener einer traditionellen Suchmaschine. Es handelt sich um ein Experiment, das den Stand der aktuellen Forschung im Bereich der Artificial Intelligence wiedergibt.»

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Medienmacht Google

Google ist mittlerweile der mächtigste Medienkonzern der Welt. Alphabet, der Mutterkonzern von Google erzielte 2017 einen Umsatz von rund 110 Milliarden Dollar. Rund eine Milliarde entfällt nach Schätzungen auf die Schweiz. Onlinewerbung ist ein lukratives Geschäft.