DOSSIER mit 43 Beiträgen

Fotografie

TECHNOLOGIE

Die Lesetipps dieses Themenbereichs werden kuratiert von Thomas Paszti. Haben Sie einen lesenswerten Beitrag entdeckt und möchten diesen hier empfehlen? Die Redaktion freut sich auf Ihren Linktipp: redaktion@medienwoche.ch

Datenschutz bringt Rechtsunsicherheit bei der Personenfotografie

Die neue Datenschutz-Grundverordnung die in der EU am 25. Mai in Kraft tritt, wird im Bereich der Personenfotografie für erhebliche Rechtsunsicherheit sorgen. Jemanden abzulichten gilt unter der neuen Regelung als ein «Akt der personenbezogenen Datenerhebung» und erfordert die Einwilligung der Betroffenen. «Eine Konsequenz ist, dass der Fotograf nunmehr vor der Aufnahme alle Abgebildeten um Erlaubnis bitten muss – ein in der täglichen Praxis schon technisch nicht durchführbarer Vorgang», halten Dirk Feldmann und Lutz Fischmann auf dem Fotojournalisten-Portal Freelens fest. Klären können die Unsicherheit nur die Gerichte. Doch das wird dauern. Bis dahin bewegen sich Fotografen, ob Profis oder Amateure, in einer rechtlichen Grauzone.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Parallelporträts aus Nord- und Süd-Korea

Eindrückliche Bildergeschichte des AFP-Fotografen Ed Jones im «Guardian»: Er zeigt Menschen in Nord- und Süd-Korea in identischen Situation. Die beiden Motive sind jeweils übereinandergelegt und können dank einem Slider gleichzeitig angeschaut werden. «Man kann die Bilder nebeneinander stellen, aber die Leute können im wirklichen Leben nicht Seite an Seite stehen, und das hat etwas Faszinierendes an sich», kommentiert Jones seine Arbeit.

Makrofotografie

Wie jedes fotografische Genre kennt die Makrofotografie eigene Gesetze. Die Liebe zum Detail, die Enthüllung des Ungesehenen, die Leuchtkraft der Farben und das Spiel mit der Schärfe machen den Reiz aus.

Kreativwirtschaft – eine Chance für die Druckindustrie?

Kreativität ein Erfolgsfaktor der Wirtschaft – erst recht, in einem rohstoffarmen Land wie der Schweiz. Eines ist klar: Je stärker Druckbetriebe in die Kreativwirtschaft eindringen, desto mehr Chancen zeichnen sich für sie ab. Erläutert wird an diesem Feierabend-Apéro die Bedeutung der Kreativwirtschaft für die Schweiz und die Druckindustrie. Erklärt wird, welche Faktoren Kreative erfolgreich machen und…

Zeigefinger in der Zeitung

Bei ihrem Studentinnenjob als Mediendokumentalisin fiel Beatrice Minger immer wieder ein Motiv auf, das Zeitungen gerne als Illustration verwenden: Ein Mensch zeigt mit ausgestrecktem Arm auf ein mehr oder weniger deutlich erkennbares Objekt. Minger begann die Bilder zu sammeln, zuerst am WG-Kühlschrank, später geriet die Sammlung in Vergessenheit, bis jemand die Idee hatte, die teils skurrilen Bildern als Buch herauszugeben. Nun erscheint demnächst bei Patrick Frey der Band mit dem bezeichnenden Titel: «Hier sass er».

Bildagentur Magnum «wie ein Phönix aus der Asche»

Der Fotojournalismus lebt. In der Krise seien wenn schon die Medien und nicht das Bild an sich, hält Daniele Muscionico in der NZZ fest. «Ob multimedial erzählt oder nicht, die engagierte fotojournalistische Geschichte, das visuelle Storytelling von heute ist die Radiopredigt von damals.» Ein gewichtiges Indiz für die neuerliche Blüte macht die Autorin am wiedergefundenen Selbstbewusstsein der legendären Bildagentur Magnum fest. Die Foto-Elite habe sich offensichtlich neu geeint und für eine Vorwärtsstrategie entschieden. Ausdruck davon ist eine eigene Publikation, die erste in der Geschichte der Agentur. In «Chronicles 01» erzählen Magnum-Fotografen durch den Blick ihrer Kamera die (Vor)geschichte des sogenannten «Islamischen Staates» IS von 1941, als die Briten in Damaskus einmarschierten, bis zur Befreiung von Mosul vor einem Jahr.

Für eine neue Bild-Ethik

Der Fotografie-Experte Fred Ritchin plädiert angesichts explodierender digitaler Bilderwelten für neue redaktionelle Spielregeln im Umgang mit Digitalbildern: «Wenn jemand online ein Foto verwenden möchte, würde ein Symbol in jeder der vier Bildecken zusätzliche Informationen liefern: (a) zum Hintergrund der Geschichte, (b) zum Kontext des Fotos, (c) weiterführende Links und (d) Bildunterschriften sowie den Namen und den Ehrenkodex des Fotografen, der das Bild gemacht hat.» Warum das Projekt derzeit kaum Chancen auf eine Umsetzung hat, erklärt Ritchin im Interview mit Florian Sturm in der NZZ.

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Das wohl aufwändigste Cover-Shooting

Die Gestaltung des aktuellen Time-Magazin-Covers erforderte eine geradezu generalstabsmässige Planung mit Dutzenden involvierter Fachleute: Fast 1000 Drohnen liess die Redaktion zusammen mit drei Technologiepartnern in die Luft schweben. Einmal oben im Abendhimmel, bildeten die ferngesteuerten und beleuchteten Fluggeräte ein hundert Meter hohes Rechteck und darin den Schriftzug «Time». Eine weitere Drohne fotografierte die Inszenierung. Anlass für das wohl aufwändigste Cover-Shooting für ein Nachrichtenmagazin ist der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe zum Thema Drohnen.