DOSSIER mit 16 Beiträgen

Online-Medien

MEDIEN

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Ein gedrucktes Online-Magazin

Stellte sich bisher die Frage nach der Online-Strategie gedruckter Medien, so stellt sie sich heute auch umgekehrt: Welche Print-Strategie verfolgen Online-Magazine? Eine originelle Antwort gefunden hat Krautreporter. Das deutsche Magazin spannt mit dem bekannten Schriftgestalter Erik Spiekermann zusammen und wird ein auf historischen Maschinen gedrucktes Best-of herausgeben. Spiekermann, der die Idee dazu hatte, sagt zu seiner Motivation: «Weil ihr so wertvolle Inhalte habt, die ich gern jemandem gezeigt hätte, dachte ich: Das müsste man drucken.» Und ausserdem hat er für eine seiner Druckmaschinen noch keinen passenden Verwendungszweck. «Sie hat ein riesiges Format, das man eigentlich gar nicht verwenden kann. Aber vielleicht könnte man gutes altes deutsches nordisches Zeitungsformat darauf drucken?»

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Wieder mal ein neues Medium für Basel

Er wolle den Journalismus nicht neu erfinden, sagt Christian Keller. Der ehemalige Lokalchef der «Basler Zeitung» hat gestern mit seiner Online-Plattform «Prime News» losgelegt. Zu lesen gebe es lokal-regionale Hintergrundgeschichten, ein Mix von härteren und weicheren Stoffen, wie sie auch in einer gutgemachten Regionalzeitung aufbereitet werden, schreibt Christian Mensch in der bz Basel. Finanziert werden soll «Prime News» über Abos (7.50 Franken/Monat Franken/Jahr), einzeln verkaufte Artikel (1.50 Franken), sowie über Werbung. Wem könnte das neue Angebot auf dem bereits reich befrachteten Medienplatz Basel ins Gehege kommen? Die neue Nachrichten-Seite biete die «modernisierte Variante» der Online-Reports von Peter Knechtli, findet Mensch.

Wissen, was Kunden wollen

Umfragen, Analysen, Studien – die richtige Unterstützung bei der Befragung von Kunden, dem Auswerten bestehender Daten, dem Entwickeln wirkungsvoller Strategien und Konzepte zur Medienproduktion. Hannes Zaugg Wirtschaftsberatung

Wir haben etwas Besseres verdient!

«Die Jungen» interessieren sich nicht für Journalismus, dafür umso mehr für Porno, Augenbrauen und Minischweine, irgendwas mit Selbstdarstellung halt. Medien, die gesehen werden wollen, setzen darum auf Memes, lustige Videos, halbseriöse Stand-up Comedy. Das kommt gut an. Reicht aber nicht. Unterhalten und trotzdem informieren – ein gutes Credo, finde ich. Gerade in einer Zeit, in Weiterlesen …

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Persönliche Blogs als Alternative zu überfüllten Plattformen

Stehen wir vor einem Blog-Revival? Für René Walter vom Blog Nerdcore weisen die Zeichen in eine klare Richtung: «Ich lese derzeit immer häufiger von Leuten, die ihre Blogs wieder beleben.» Tatsächlich bieten persönliche Blogs eine einfache und effiziente Alternative zu den zunehmend überfüllten und Algorithmus-gesteuerten Plattformen wie Facebook. Darum: «Lieber wieder Piratenschiffe bauen, eine Trillionbillion davon, alle anders, alle gleich.»

Schweizer Online-Medien: bunte Vielfalt im Netz

Zwei Tage vor dem mit Spannung erwarteten Start des Online-Magazins «Republik» bietet die NZZ einen Überblick zu den bereits existierenden reinen Netz-Publikationen. Rund 70 davon finden sich in der Zusammenstellung von Boas Ruh, darunter so unterschiedliche Anbieter wie die Kolosse Swisscom mit Bluewin oder die SRG mit Swissinfo, daneben Nischenplayer wie das junge Stadtmagazin «Hello Zurich» oder das Frauenfussball-Magazin. Auf dem Markt der Online-Medien herrscht ein Kommen und Gehen. Vor allem kleinere Organe verschwinden zum Teil so schnell, wie sie aufgetaucht waren. Knackpunkt sind meist die Finanzen. Dass es da auch kreative Lösungen gibt, zeigt etwa das Banken-Blog «Inside Paradeplatz», das sich unter anderem mit einem Online-Shop für Weine finanziert.