DOSSIER mit 109 Beiträgen

Zeitungskrise

MEDIEN

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Kundenservice: von Netflix und Amazon lernen

Abo-Einnahmen werden für Medienunternehmen immer wichtiger angesichts des Rückgangs der Werbeumsätze. Doch beim Kundenservice will es noch nicht so recht klappen. Ein Vorbild könnten sich die Zeitungshäuser bei vergleichsweise jungen Digitaldiensten wie Netflix oder Amazon nehmen, die auch darum so erfolgreich sind, weil sie dem Kunden ein positives Nutzererlebnis bieten. Etwa bei der Preisgestaltung oder der Abodauer. Während alte Medien dazu neigen, Kunden möglichst eng an sich zu binden, lassen ihnen Netflix & Co. die Freiheit, zu kommen und zu gehen, wann sie wollen. «Ob es ihnen gefällt oder nicht, die Verbraucher erwarten Flexibilität», schreibt dazu Frederic Filloux in seiner aktuellen «Mondaynote» und listet zahlreiche weitere Punkte auf, wo noch Verbesserungspotenzial besteht bezüglich Kundenorientierung.

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AnzeigenleiterIn (80%)

Sie sind alleine verantwortlich für die Akquisition von Inseraten und weiteren Angeboten für unser Mitgliedermagazin. Sie betreuen unsere bestehenden Inserentinnen und Inserenten und gewinnen neue hinzu. Ebenfalls zu Ihren Aufgaben gehören das Redigieren der Texte für die Rubrik Mitgliederangebote, die umfassende Inserate-Administration, die Koordination mit der Druckerei, das Layouten der Inserateseiten sowie…

Schweizer Medien spüren die brutalen Spätfolgen der «goldenen Jahre»

Jahrzehntelang schwammen Zeitungsverlage und Redaktionen im Geld. Eine ganze Generation Medienschaffender brauchte sich nicht für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge zu interessieren. Brutale Restrukturierungen, wie sie nun bei Tamedia oder CH Media stattfinden, sind auch die Spätfolgen des sorglosen Umgangs mit finanziellen und personellen Ressourcen in den – vermeintlich – «goldenen Jahren». Das Problem begann, unbemerkt, in den Weiterlesen …

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Zwei Westschweizer Redaktionen besuchen sich gegenseitig

Hier die kleine Linksaussen-Tageszeitung «Le Courrier» in Genf, dort das liberale Referenzblatt «Le Temps» in Lausanne. Politisch-publizistisch könnten die beiden Blätter nicht weiter von einander entfernt liegen. Doch zwei Sachen verbinden sie: Beide Titel stehen an je ihrem Pol für die Medienvielfalt der Westschweizer Presse. Und in der Krise sind sich die beiden auch ähnlicher geworden. Oder wie ein «Temps»-Redaktor gegenüber einem «Courrier»-Kollegen gesteht: «Ich habe ‹Le Courrier› immer als eine Zeitung in Schwierigkeiten betrachtet. Jetzt sind wir wie ihr.» Nach dem Vorbild der französischen Zeitungen «Le Figaro» und «Libération» hat je ein Journalist der beiden Westschweizer Redaktionen über die jeweils andere Zeitung berichtet. Die Ergebnisse sind einerseits geprägt von gegenseitigem Respekt, aber auch die Klischees wollen gepflegt sein. Etwa dann, wenn die «Le Temps»-Journalistin über das äussere Erscheinungsbild der «Courrier»-Redaktion schreibt: «Meine Kollegen haben keine Mühe gescheut, sich so anzuziehen, dass sie wie Freiwillige des Evangelischen Sozialzentrums aussehen.»