DOSSIER mit 80 Beiträgen

Medien machen Politik

JOURNALISMUS

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Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Geschichten visuell vermitteln

«Und jetzt noch eine Bildstrecke» ist nicht immer das beste Rezept. Lernen Sie im CAS Visueller Journalismus am MAZ, welche visuellen Elemente Geschichten besser unterstützen oder sogar selbstständig erzählen können.

Wie moralisch darf Journalismus sein?

Ein «Pro & Contra» in der Wochenzeitung «Die Zeit» hat einen Streit darüber ausgelöst, ob man den Seenotrettungseinsatz von privaten Organisationen kritisch kommentieren darf. Welche Rolle spielen Journalisten, wenn sie über umstrittene Abschiebungen oder Pläne zur Grenzschliessung berichten? Erstmals wird sich im SWR2 Forum dazu im direkten Gespräch auch Mariam Lau äußern, die als Redakteurin Weiterlesen …

Plumper, aber effizienter Propaganda-Kniff

Der russische Staatssender NTV wollte aufzeigen, dass in Dänemark regelrechte Putin-Panik herrscht. Anlass dazu bot ein neuer Funkmast auf der Insel Bornholm mit dem der dänische Nachrichtendienst elektronische Kommunikation über der Ostsee überwachen will. Was also tat NTV? Der Sender übersetzte die Aussagen dänischer Politiker nach eigenem Gutdünken und präsentierte den russischen Zuschauern eine Sichtweise, die ins offizielle Drehbuch passt. «Meine Aussagen, im Beitrag auf Russisch, stimmen überhaupt nicht mit dem überein, was ich gesagt habe», sagte dazu der frühere dänische Verteidigungsminister Nick Hækkerup, der von NTV befragt wurde. Auch andere Gesprächspartner des Senders beklagen sich über die manipulative Überseztung ihrer Aussagen.

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Staatstragende Verschwörungstheorie

In Polen glauben grosse Teile der Bevölkerung, die Rede ist von rund 20 Prozent, dass der Flugzeugabsturz 2010, bei dem der damalige Staatschef Lech Kaczynski umgekommen war, die Folge eines Anschlags gewesen sein müsse. Eine offizielle Untersuchung kam zum Schluss, dass bei dem Flug viele Sicherheitsbestimmungen missachtet worden waren und dies zum Absturz führte. Die Legende vom Attentat haben auch staatsnahe Journalisten befeuert. Doch inzwischen musste sich selbst Jaroslaw Kaczynski, Chef der Regierungspartei PiS und Bruder von Lech Kaczynski, Anfang dieses Jahres zu dem Eingeständnis durchringen, dass «wir die Wahrheit wohl nie erfahren werden». Klingt ganz nach geordnetem Rückzug, nachdem PiS & Co. zuvor jahrelang mit teils hanebüchenen Theorien und inkompetenten «Fachleuten» die Terrorthese verfolgt hatten.

«Breitbart»: Wer beerbt Bannon?

Bislang galt die Gleichung: Bannon gleich Breitbart – und umgekehrt. Doch nun steht das rechtsextreme Nachrichtenportal ohne seine legendäre Leaderfigur da. Nach seinen abfälligen Aussagen über Präsident Trump im Enthüllungsbuch «Fire and Fury» wurde Steve Bannon von der Unternehmensleitung geschasst. Auch ohne Bannon, so rechnen Beobachter, wird sich Breitbart als Meinungsmacher im Trump-Umfeld halten. Doch genauso hoffen gegenwärtig Anbieter, die bisher im Schatten gestanden hatte, auf einen Durchbruch als rechte Leitmedien, die Breitbart beerben könnten. Mit Ben Shaprio findet sich zudem eine Figur, die mit Daily Wire ein Millionenpublikum erreicht und das Potenzial hätte, als legitimer Nachfolger von Andrew Breitbart aufzutreten und auch so Bannon zu verdrängen.