DOSSIER mit 79 Beiträgen

Politischer Journalismus

JOURNALISMUS

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«Wer über Rechtspopulismus einfach nur berichtet, wird ein Teil von ihm.»

Seit der New Yorker Journalismus-Professor Jay Rosen für ein Gastsemester in Deutschland weilt, ist er ein gefragter Gesprächspartner. Auf «Zeit Online» erklärt Rosen unter anderem, wie Medienschaffende mit Figuren wie Donald Trump oder politischen Parteien wie der AfD umgehen sollen. «Es ist auf jeden Fall gut, sich von den Angriffen des Präsidenten nicht ablenken zu lassen und weiter seine Arbeit zu machen. Lasst euch nicht von seinem Twitter-Feed irritieren, reagiert nicht auf alles, was er tut. Lasst die Beleidigungen unkommentiert», empfiehlt er. Gleichzeitig reiche der Ansatz nicht mehr, einfach zu sagen: «Das ist passiert, also berichten wir darüber.» Denn wer über Rechtspopulismus nur berichte, werde ein Teil von ihm.

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Deutscher Journalismus: linksgrün und abgehoben?

Die Mehrheit der deutschen Journalisten ist nicht konservativ, das belegen zahlreiche Umfragen. Die Medien seien links, heißt es deshalb oft. Stimmt das? Nein. Die Behauptung ist wissenschaftlich nicht haltbar und zeigt, wie aus korrekten Daten Falschmeldungen erzeugt werden.

Journalistisches Schreiben – Ausbildung für Quereinsteiger

Journalistische Fähigkeiten sind in Medien und Kommunikationsabteilungen stark gefragt. Der Bildungsgang «Journalismus» vermittelt Ihnen sämtliche Arbeitsschritte von der Idee über die Recherche bis zum fertigen Text, sowohl traditionell wie online. Der Bildungsgang startet am 9. Mai ’19 und dauert 2 Semester (172 Lektionen). Nächster Informationsanlass: 17. April 2019, 18.00 Uhr.

Sport und Politik

Schon aufgefallen? Politischer Journalismus klingt zunehmend wie eine Sport-Reportage. Besonders gut zu beobachten war das dieser Tage bei der Seehofer-Posse: «Dabei fehlte kaum ein Element, das man aus der Vor- und Nachberichterstattung zu den WM-Spielen kennt: die sogenannte Analyse, die nur das Offensichtliche nacherzählt; die Spekulation über Personalien und eventuelle Aufstellungen; die Frage nach der Befindlichkeit der Akteure und ihrer Form, danach, wie sie sich fühlen und was sie ‹antreibt›.»

Ein intimer Kenner des deutschen Politikbetriebs

Günter Bannas hat als Politikjournalist und Hauptstadtredaktor der FAZ vier Kanzlerschaften erlebt; von Schmidt, über Kohl und Schröder bis Merkel. Im Interview mit der taz anlässlich seiner Pensionierung bietet Bannas einen Einblick in die Machtmechanismen der deutschen Politik wie er sie in den letzten rund vierzig Jahren beobachten durfte. Auf die Frage, was Bundeskanzlerin Merkel so erfolgreich mache, antwortet Bannas: «Ihre gleichbleibende Freundlichkeit in der Öffentlichkeit.»

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SVP Graubünden wirft «Republik»-Journalistin raus

Es hätte ein Fest werden sollen, doch daraus wurde nichts: SVP-Regierungsratskandidat Walter Schlegel hat die Wahl knapp verpasst. Beim anschliessenden Wahlhöck kam es zum Eklat: «Republik»-Autorin Anja Conzett wurde hinausgeschmissen.