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Twitter kappt den chronologischen Feed in Dritt-Apps

Wer Twitter via Web oder mit der offiziellen App nutzt, kriegt den Nachrichtenstrom algorithmisch vorsortiert präsentiert; nicht nur aktuelle Kurzmeldungen werden angezeigt, sondern auch solche, die Twitter für passend hält. Bis jetzt gab es eine grosse und gar nicht geheime Hintertür, den Twitter-Feed weiterhin streng chronologisch geordnet zu nutzen. Apps wie Tweetbot, Tweetdeck oder Twitterrific boten diese Nutzungsmöglichkeit. Auch war Twitter in diesen Apps werbefrei. Damit ist nun Schluss: Twitter dreht den Drittentwicklern den Saft ab, respektive verlangt dafür prohibitiv hohe Gebühren, die man nie an die Endnutzer weitergeben könnte. Der Schritt lässt sich zusammenfassend so erklären: «Solange es ums Wachstum geht, sind externe Apps genehm. Sobald sie das eigene Geschäftsmodell untergraben, geht es ihnen an den Kragen», schreibt Dennis Horn im WDR-Blog Digitalistan.

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Auf Twitter sind jetzt ALLE Rassisten

In dem Kurznachrichtendienst werden immer wieder Nutzer, die sich eigentlich gegen Rassismus engagieren, als Nazis diffamiert. Was hat das für Folgen? Eine Analyse.

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Wenn der Verlag nicht mit seinem Autor spricht

Der Beststellerautor Martin Suter hat Twitter entdeckt. «Mit kurzen, raffinierten Gedichten gab der Schweizer Bestsellerautor seinen Einstand auf Twitter», schreibt SRF 3. Doch die Freude für Schreiber und Leser sollte nicht lange dauern. Kaum hatte Suter losgelegt, da wurde sein Konto auch schon blockiert. Nicht etwa, dass er sich ungebührlich aufgeführt hätte – zum Verhängnis wurde dem Schriftsteller der eigene Verlag. Diogenes meldete Suters Twitter-Account. Man vermutetete Identitätsklau, dass sich ein Spassvogel als Suter ausgab und verlangte darum die Sperrung, die dann auch tatsächlich erfolgte. Nur fragt man sich, warum sich Diogenes nicht zuerst bei seinem Autor erkundigte, ob er das sei auf Twitter. Heute wird schneller gesperrt als gesprochen. Ein Armutszeugnis für den Verlag.

Twitter und die Dritt-Clients: Das dicke Ende kommt noch

Twitter schnitt alte Zöpfe ab. Man behauptete, alte Schnittstellen zu kappen, die eh keiner nutzte. Man hat es allerdings auch nie auf die Reihe bekommen wollen, den Entwicklern von Dritt-Client wie Tweetbot, Twitterrific und Co Alternativen zu bieten. Das Ende vom Lied: Seit ein paar Tagen gibt es Updates für zahlreiche Clients.