DOSSIER mit 19 Beiträgen

Behördenkommunikation

KOMMUNIKATION

Die Lesetipps dieses Themenbereichs werden betreut von Irène Messerli und Dominik Allemann von Bernet Relations. Weitere Beiträge zum Thema Corporate Communications finden Sie auf bernetblog.ch. Haben Sie einen lesenswerten Beitrag entdeckt und möchten diesen hier empfehlen? Die Redaktion freut sich auf Ihren Linktipp: redaktion@medienwoche.ch

Hofberichterstatter auf China-Reise

Auf ihrer jüngsten Reise nach China, es soll ihre Abschiedsreise als Bundesrätin gewesen sein, liess sich Doris Leuthard offenbar nur von ihr genehmen Medien begleiten. Mit im Tross waren unter anderem die Aargauer Zeitung, die Handelszeitung und auch Ringier-Journalisten. Nicht mitreisen durfte dagegen die «Basler Zeitung». Ihre Anfrage wurde abgewiesen, wie Inland-Redaktor Dominik Feusi schreibt. In anderen Departementen sei eine solche Begleitung meist ohne Umstände möglich, solange das Medium die Kosten übernimmt.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Wie der UBS-Rettungsplan geheim blieb

Vor zehn Jahren haben Bundesrat und Nationalbank beschlossen, die UBS mit bis zu 68 Milliarden Franken zu unterstützen. Die beispiellose Rettung der Grossbank gelang auch deshalb, weil im Vorfeld praktisch nichts durchgesickert war.

Verantwortliche/-r regionale Kommunikation Ost

Als Verantwortliche/-r regionale Kommunikation Ost sind Sie Hauptansprechpartner der Post für regionale Medien, kantonale und kommunale Verwaltungen sowie kantonale und kommunale Politiker der Kantone St. Gallen, Thurgau, Graubünden, Glarus, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden. In dieser Region verfolgen Sie…

Buzzfeed seziert den Merkel-Podcast

Seit 2006 kommuniziert die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel regelmässig via Podcast. In zwölf Jahren sind so 512 zwei- bis vierminütige Videobeiträge zusammengekommen, das sind im Schnitt 42 Folgen pro Jahr. Buzzfeed-Reporter Marcus Engert hat das Format unter die Lupe genommen. So wirft er einen kritischen Blick auf die Kosten für den Podcast, fragt nach der Kommunikationsstrategie der Kanzlerin und ordnet schliesslich das Format in den rundfunkrechtlichen Rahmen ein.

Übergriffige Behördenkommunikation

Wenn die Medienstellen von Behörden und Unternehmen ihren E-Mail-Verkehr mit Journalisten integral auf ihrer Website veröffentlichen, hilft das zwar Transparenz zu schaffen, wirkt aber auch als Druckmittel gegenüber den recherchierenden Medien. «Bund»-Journalist Andres Marti staunte nicht schlecht, als er seine Anfrage an den Berner SVP-Regierungsrat Pierre Alain Schnegg, inklusive der Antworten auf der Facebook-Seite der Weiterlesen …

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Neue Töne von der Polizei

Dürfen die das? Ein neues Angebot der Medienstelle der Münchner Polizei stösst auf Kritik. Vor Kurzem verschickte die Behörde den Medien auch einen O-Ton, den Audio-Medien für die Berichterstattung verwenden können; die Polizei interviewt sich selbst. Für den Bayrischen Journalistenverband ist das ein Unding. Die Polizei trete mit den fertigen O-Tönen in Konkurrenz zu Journalisten, findet der Verband. Derweil loben viele Radiosender den neuen Service der Polizei «ausdrücklich», wie ein Polizeisprecher weiss.

Die Polizei – dein Freund und Follower

Dürfen die das alles eigentlich?, fragt das Blog Netzpolitik.org. Darf die Polizei auf Twitter so lässig-locker daherkommunizieren? In einer breiten Datenanalyse geht eine Autorengruppe um den Medienwissenschaftler Luca Hammer der Twitter-Kommunikation deutscher Polizeistellen auf den Grund. Ausgewertet wurden 97 verifizierte Accounts von deutschen Länderpolizeien und der Bundespolizei. Eine zentrale Erkenntnis: Tweets mit Hinweisen auf Gefahrensituationen erhalten die grösste Reichweite. Ein Grossteil davon waren in Deutschland Meldungen zu Amokläufen und Terrorismus. Was auch gut funktioniert, sind emotionale Themen, sei es etwas mit Tieren oder ein Dank an die Bevölkerung. Die Bilanz der Autoren: Die Polizei wird zum Influencer, auch deshalb, weil sie mit ihren Tweets regelmässig Eingang in die Berichterstattung redaktioneller Medien findet.