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TECHNOLOGIE

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Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Dossier: Google und der Journalismus

Der Suchmaschinen-Konzern Google ist für die Verlagsbranche beinahe unverzichtbar geworden. Doch Googles Dominanz scheint kaum jemand zu stören. Eine Datenanalyse von netzpolitik.org zeigt, wie Google mit einem 150-Millionen-Euro-Programm den Medienverlagen Honig ums Maul schmiert. Einblicke in die Welt des Google-finanzierten Journalismus.

Deutsche Unternehmen profitieren am meisten von der Google-Medienförderung

Das Fachblog Netzpolitik hat untersucht, welche Medienunternehmen in welchen europäischen Ländern am meisten Geld kriegen für Journalismusinnovation aus dem «Digital News Innovation Fund» von Google. An der Spitze stehen deutsche Medien, die für 66 Projekte rund 15 Millionen Euro vom Suchkonzern erhalten haben. Schweizer Medien stehen an neunter Stelle mit gut drei Millionen für 13 Projekte. Bei einer Auswertung der Mittelzuweisung fällt auf, dass es sich in den meisten Fällen um traditionelle Medien in Westeuropa handelt, die kommerziell ausgerichtet sind. Eine der wenigen Ausnahmen ist Steady, eine Paid-Content-Plattform für Blogs und Einzelpersonen. «Ohne die Anschubfinanzierung von Google würde es uns dieser Form heute wohl nicht geben», erzählt Steady-Mitgründer Sebastian Esser.

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20 Jahre Google: die richtige Idee zur richtigen Zeit

Andreas von Bechtolsheim investierte 100’000 Dollar in Google, als das Unternehmen noch gar nicht offiziell gegründet war. Der deutsche Informatiker war im August 1998 dermassen überzeugt, dass hier Grosses entsteht und es das Geld wert sein würde. «Das war die erste Suchmachine, die gute Ergebnisse zeigte und damit sehr nützlich war», klingt banal, ist es aber nicht. Entscheidend war ein komplett neuer Denkansatz, wie man zielsicher durch die damals anschwellende Flut von Webseiten navigieren soll. Die Google-Gründer schafften das mit dem sogenannten Page-Rank, der die Relevanz einer Seite, gemessen an deren Verlinkung mit anderen Seiten, zur Grundlage nimmt für die Priorisierung der angezeigten Fundstellen bei einer Web-Suche.

Manipuliert Google die Suchfunktion?

US-Präsident Donald Trump hat sich öffentlich beschwert, dass er bei Google schlecht wegkomme. Er wirft Google vor, die Suche so zu manipulieren, dass alle höher gewichteten News über ihn negativ seien. Gespräch mit Jürg Tschirren, SRF-Digitalredaktor.

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Google und Co. suchen nach neuen Geschäftsfeldern

Die grossen Plattform-Unternehmen wie Google, Amazon oder Facebook müssen sich etwas einfallen lassen, wenn sie auch weiterhin Renditen erzielen wollen wie bisher. Darum suchen sie nach neuen Geschäftsfeldern – und finden sie auch. So will Google mit einer zensierten Suchmaschine nach China, Amazon vermarktet seine Gesichtserkennungssoftware an Polizeibehörden und Facebook sucht nach Kooperationen im Bankenbereich. Erich Möchel, Journalist aus Österreich und Spezialist für Internetüberwachung, bietet einen Überblick zu den geschäftlichen Zukunftsstrategien und beobachtet einen auffällige Nähe der Konzerne zu Militärs und Diktaturen.