DOSSIER mit 27 Beiträgen

Bücher

MEDIEN

Die Lesetipps dieses Themenbereich werden kuratiert von Nick Lüthi. Haben Sie einen lesenswerten Beitrag entdeckt und möchten diesen hier empfehlen? Die Redaktion freut sich auf Ihren Linktipp: redaktion@medienwoche.ch

Buchproduktion: gedruckt und doch immer aktuell

In der Schweiz gibt es eine neue Buchreihe, die sich die Möglichkeiten und Vorteile der digitalen Produktion zu eigen macht. Die «Essais Agités», so der Name der Edition, veröffentlichen Essays zu aktuellen Themen in gedruckter Buchform. Um den Preis tief zu halten, wird beim Layout gespart. «Der ganze Herstellungsprozess der Bücher ist automatisiert», erklärt Projektleiter Beat Mazenauer. Ausserdem besteht die Möglichkeit, dass die Autorinnen und Autoren ihre Texte mit wenig Aufwand in einer aktualisierten und ergänzten Form neu veröffentlichen. So können zum Beispiel Reaktionen auf das Buch in einer weiteren Ausgabe bereits berücksichtig werden. «Meines Wissens ist dieser Workflow derzeit einzigartig», sagt Mazenauer.

Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Ich schreibe, also bin ich

Obwohl immer weniger Bücher verkauft werden, werden immer mehr Bücher geschrieben. Schreibkurse boomen, und auf Internetplattformen kann heute jeder seine Geschichten veröffentlichen. Was fasziniert die Leute am Schreiben?

Business Analyst (m/w) 80-100%

Deine Aufgaben: Mitarbeit an der strategischen Weiterentwicklung und dem Ausbau des Produktportfolios der NZZ in enger Zusammenarbeit mit dem Leiter Business Development & Portfoliomanagement – Entwicklung neuer kommerzieller Ideen und Angebote für unsere Zielgruppen, Erarbeitung innovativer Geschäftsmodelle und Optimierung bestehender Produkte auf Basis datengetriebener Erkenntnisse…

Neugier statt Netz – der letzte Offline-Buchhändler

Datenbank? Fehlanzeige. Suchmaschine? Nichts für ihn. Luigi Longhena ist seit Jahrzehnten Buchhändler in Bellinzona. Ebenso lang hat er in Schülern die Neugier für Bücher geweckt – und als Erwachsene kehren sie regelmässig wieder zu ihm zurück. Ein Portrait.

Buch: Peter Hossli über sein Engagement an der Wirklichkeit

Der Schweizer Reporter Peter Hossli blickt zurück auf sein bisheriges Berufsleben. Mit Geschichten, Anekdoten und Reflexionen beantwortet er die Frage: Warum schreibst Du? Peter Hossli eröffnet die Sammlung seiner Erinnerungen mit einer amerikanischen Geschichte. Sie beginnt in seinem Buch in einem Hotel in Las Vegas. Zusammen mit einem deutschen Fotografen. Für ein Interview mit dem Weiterlesen …

Ad Content

Junge Frauen besprechen Bücher im Netz

Wie die Zeitung steht auch das Buch für die sich zu Ende neigende Epoche gedruckter Medien. Doch im Netz erleben Bücher eine Renaissance. Die sogenannten Booktuber, meist jüngere Frauen, die ihre Lektüre auf Youtube vorstellen, erfreuen sich grossen Zulaufs, wie Matthias Zehnder beobachtet. Sechs davon stellt Zehnder in seinem Blog kurz vor, darunter mit dem Prädikat «empfehlenswert» die 27-jährige Freiburgerin Margaud Quartenoud: «Sie erzählt in ihren Videos von ihren Leseerfahrungen, dies aber zuweilen auf sehr journalistische Art und Weise. Eines ihrer letzten Videos handelt vom möglichen Eintritt von Amazon in die Schweiz und den Folgen für den Buchmarkt. Sie spricht ein gut verständliches Französisch.»

«Die letzte Königin der Verlagswelt»

Mit Inge Feltrinelli ist eine der prägenden Figuren der italienischen Literaturlandschaft im Alter von 87 Jahren verstorben. Die FAZ nennt sie in ihrem Nachruf «die letzte Königin der Verlagswelt». Die gebürtige Deutsche arbeitete in den 1950er-Jahren erfolgreich als Fotoreporterin mit Einsätzen rund um den Erdball. So porträtierte sie unter anderem Politiker von Fidel Castro bis John F. Kennedy, aber auch Geistesgrössen und Künstler wie Simone de Beauvoir oder Marc Chagall. 1958 lernte sie den italienischen Verleger Giangiacomo Feltrinelli kennen, der mit einem Millionenerbe einen Verlag aufgebaut hatte. Nach dem Tod ihres politisch radikalisierten Ehemanns 1972 bei einem mutmasslichen Anschlagsversuch auf einen Hochspannungsmast nahe Mailand, übernahm Inge Feltrinelli die Geschicke des Verlags. Sie leitete das Unternehmen bis 1998. Danach übergab sie das Geschäft ihrem Sohn, blieb aber bis zu ihrem Tod Präsidentin des renommierten Verlagshauses.