DOSSIER mit 95 Beiträgen

Sportjournalismus

JOURNALISMUS

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Weitere Beiträge aus diesem Dossier

Medienkampagne gegen Mesut Özil

Philipp Köster, Gründer und Chefredaktor des Fussballmagazins «11 Freunde», zeichnet den Verlauf der Medienkampagne nach, die den deutschen Nationalspieler Mesut Özil vom «Integrationsmaskottchen» zum Buhmann und Hauptverursacher für das vorzeitige deutsche Ausscheiden an der laufenden Fussball-WM machte. Wie tatsachenfern und ressentimentgeladen die Kritik an Özil ist, zeigen die Reaktionen auf seine Leistung im verlorenen letzten Gruppenspiel gegen Südkorea. Mit Blick auf seine Leistungsbilanz war Özil sogar einer der besten deutschen Spieler auf dem Platz. Aber das spielt keine Rolle mehr. Nach dem Auftritt mit dem türkischen Präsidenten Erdogan war Özil als Buhmann gesetzt. Dabei geht gerne vergessen, dass es noch nicht lange her ist, als der gleiche Özil als Beispiel einer gelungenen Integration gefeiert wurde. Die Kampagne verläuft nach dem bekannten Boulevard-Prinzip: Wer mit den Medien hoch fährt, fährt auch mit ihnen wieder runter.

Grün leuchten die Bildschirme in der Nacht

WM-Zeit ist TV-Zeit: Ob auf Grossleinwand, Fernsehgerät oder Smartphone, überall leuchtet derzeit der grüne Rasen in die Nacht. Die NZZ-Fotografin Annick Ramp zeigt die Fussball-WM auf Zürcher Bildschirmen.

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Fussballfans und sexistische Stereotypen aus den finsteren Fünfzigern

«Wenn Claudia Neumann ein Spiel kommentiert, dann kocht in den Kommentarspalten des Internets – jetzt mal ganz vorsichtig formuliert – der niederträchtigste, sexistischste und dümmste Dreck nach oben»: Das war bei der Fussball-Europameisterschaft vor zwei Jahren der Fall und das ist jetzt anlässlich der WM in Russland wieder so. Beim Spiel Japan-Kolumbien unterliefen Neumann zwei Fehler. Kann passieren. Aber, schreibt Julian Dörr in der Süddeutschen Zeitung, «hat man schon einmal einem Mann, der einen Fussballspieler falsch eingeordnet hat, mit Vergewaltigung gedroht? Niemals.»

Die unsichtbaren Helfer des Sportreporters

Sascha Ruefer gibt in einem Interview mit Philippe Zweifel einen Einblick in die Arbeitsumgebung während seiner Kommentatoreneinsätze, wie aktuell für das Schweizer Fernsehen an der Fussball-WM in Russland. Um die Fülle an Informationen in Echtzeit verarbeiten zu können, die sich heute aus einem Fussballspiel generieren lassen, unterstützen ihn zwei Fachleute aus der Distanz. «Der Assistent sitzt zu Hause vor dem Fernseher, ausgestattet mit zwei PC, checkt Social Media, Statistiken, Kommentar und Liveticker. Wir kommunizieren per Messenger», erklärt Ruefer. Ebenfalls als Zuträger arbeitet ein Schiedsrichterassistent, der sich bei strittigen Szenen ebenfalls per Messenger meldet.

So präsentiert man 736 Spielerbiografien

Der «Guardian» bietet den wohl besten und umfassendsten Überblick zu sämtlichen Spielern, die demnächst in Russland zur Fussball-WM antreten. Die Zeitung porträtiert sämtliche 736 Teilnehmer mit einer Kurzbiografie und den wichtigsten Leistungskennzahlen. Gestaltung und Gliederung der Seite ermöglicht, trotz der schieren Fülle an Information, eine schlanke Navigation durch die 32 Mannschaften.

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Ein Abschiedsgeschenk von «No Sports»

Der Versuch war es wert. Mit «No Sports» wollte die Redaktion des Fussballmagazins «11 Freunde» einem Publikum, das an Sporthintergrundgeschichten interessiert ist, attraktiven Lesestoff bieten. Das ist ihr ganz gut gelungen, doch die Rechnung ging offenbar nicht auf. Nach zehn Ausgaben ist Schluss. Der Verlag hat den Stecker gezogen, weil sich zu wenig zahlende Kunden für ein solches Heft interessierten. Zum Abschied gibt es ein Best-of aus den rund 1500 produzierten Seiten – gratis als PDF zum herunterladen und lesen.

Liebesgrüsse aus Moskau

Pünktlich zur Fussball-WM starten Russlands Auslandmedien eine Charmeoffensive. Der TV-Sender RT setzt dazu auf Prominenz aus dem Westen. Neonazis und Hooligans, nordkoreanische Zwangsarbeiter, Terrorwarnungen – das Bild, das in den westlichen Medien über Russland im Vorfeld der Fussball-WM gezeichnet wird, ist alles andere als schmeichelhaft. Nach dem Giftanschlag von Salisbury brachte der britische Aussenminister Boris Weiterlesen …