AUF DEM RADAR

Täglich lesen, was die Medien bewegt.
author-img

Von Montag bis Freitag vier aktuelle Lektüretipps aus schweizerischen und internationalen Publikationen zum Medienwandel. Ausgewählt und kommentiert von Nick Lüthiredaktion@medienwoche.ch Jetzt auch als Newsletter abonnieren.

Image-Politur für den «bösen» Rohstoffkonzern: Glencore mit neuer Mediensprecherin

Um den Ruf des in Baar (ZG) ansässigen Rohstoffkonzerns Glencore steht es nicht zum Besten. Das hat auch damit zu tun, dass die Kritiker des Unternehmens eine intensive und erfolgreiche Kommunikation betreiben. Nun versucht Glencore dem etwas entgegenzusetzen. Mit der 31-Jährigen Sarah Antenore beschäftigt der Konzern neu eine Mediensprecherin, die auch auf Deutsch kommuniziert und nicht nur auf Englisch. Ein Strategiewechsel sei das nicht unbedingt, sagt Antenore. «Aber man hat bei Glencore seit längerem erkannt, dass es nötig ist, sich in der Kommunikation weiterzuentwickeln. Dass es für einen Konzern, der seinen Hauptsitz in der Schweiz hat, wichtig ist, in einer der Landessprachen zu kommunizieren.»

«Sonntagszeitung» mit halbgarer Umfrage zur «No Billag»-Abstimmung

Die Zahlen liessen aufhorchen: Die «Sonntagszeitung» vermeldete, dass – Stand heute – 57 Prozent der Stimmberechtigten einer Abschaffung der Radio- und TV-Gebühren zustimmen würden. Nur 34 Prozent möchten am Status quo festhalten. So lautet das Ergebnis einer als repräsentativ verkauften Umfrage, welche die Zeitung veröffentlichte. Doch ein Blick auf die Machart der Studie weckte Zweifel an den Ergebnissen. So befragte die Marketagent Schweiz AG nur gerade 1010 Personen, darunter keine über 65-Jährigen. «Genau diese Altersgruppe partizipiert aber traditionell am meisten bei Wahlen und Abstimmungen», schreibt der Politologe Mark Balsiger in seiner Funktion als Koordinator der Kampagne gegen die «No Billag»-Initiative. Ausserdem wurden offenbar auch Jugendliche unter 18 befragt, die gar nicht stimmberechtigt sind. Alles über alles hält Balsiger fest: «Die Repräsentativität darf in Zweifel gezogen werden.»

Auslandkorrespondenten sehen sich von ihren Redaktionen zunehmend allein gelassen

Der Tod ist ein ständiger Begleiter bei der Arbeit als Auslandkorrespondent und -korrespondentin in Kriegs- und Krisengebieten. Sei es, dass man selbst an Leib und Leben bedroht wird oder mit Opfern und Leichen konfrontiert ist. Am Mediengipfel in Lech (A) berichtete Inga Rogg, die für die Neue Zürcher Zeitung aus dem Nahen Osten berichtet, über bedrohliche Situationen in ihrem Berufsalltag. Sie habe die schwierigste Lage erlebt, «als die Truppen Assads in Syrien begannen, von der Luft aus Städte zu bombardieren», erzählte Rogg. «Vor Flugzeugen kann man nicht fliehen». Pascal Nufer, der für das Schweizer Fernsehen aus Bangkok berichtet, erlebte, wie ein japanischer Kameramann in unmittelbarer Nähe von ihm von einem Heckenschützen getötet wurde. Ein zunehmendes Problem sei es, dass Medienhäuser nicht mehr so wie früher bereit seien, für aufwändige Einsätze in Krisengebieten die Kosten zu übernehmen. Inga Rogg spricht dabei sogar von «einer unglaublichen Verrohung» in den Redaktionen, die leichtfertig sagten, man brauche die teuren Korrespondentenberichte gar nicht und dafür zu Dumpinghonoraren Beiträge von freien Journalisten einkauften.

Wie Medien den Bitcoin-Hype befeuern

Bitcoin hier, Bitcoin da, Bitcoin überall: Am Hype um die Krypto-Währung schrauben manche Medien kräftig mit – sagen aber nicht die ganze Wahrheit. So wird etwa der massive Stromverbrauch für die Abwicklung von Bitcoin-Transaktionen verschwiegen oder zu wenig darauf hingewiesen, dass es sich bei Bitcoins um ein extrem volatiles Spekulationsobjekt…

Weitere Beiträge dieser Woche

Reaktionen auf den Vorentwurf zum neuen Mediengesetz

Den einen geht er zu weit, den anderen zu wenig weit. Die ersten Reaktionen auf den Vorentwurf zu einem Gesetz über elektronische Medien, den der Bundesrat gestern vorgelegt hat, fallen sehr unterschiedlich aus. Während etwa der Medienwissenschaftler Manuel Puppis den Bundesrat lobt für den Vorschlag einer Kommission für elektronische Medien, hält BaZ-Redaktor Dominik Feusi eine solche Behörde für ein übermächtiges Zensurinstrument. Auch die Ausweitung der öffentlichen Finanzierung auf Online-Medien und Journalismus-Plattformen stösst auf unterschiedliche Reaktionen. Rainer Stadler von der NZZ sieht damit die Unabhängigkeit der Presse in Gefahr, während die Mediengewerkschaften eine breitere Förderung als Instrument gegen einen Verlust an Medienvielfalt begrüssen. In unserem Dossier zum neuen Gesetz über elektronische Medien findet sich neben den ersten Reaktionen auch die Vorgeschichte der geplanten Gesetzgebung.

Das wundersame Wiedererstarken von Twitter

Wie einst Phönix schwingt sich Larry, der Twitter-Vogel, aus den Flammen empor. Buzzfeed beschreibt das Wiedererstarken der Kurznachrichtenplattform, nachdem man vor zwei Jahren allenthalben Abgesänge auf Twitter lesen konnte. Das Magazin «The New Yorker» schrieb damals gar von «The End of Twitter». Doch es sollte anders kommen. Das unerwartete Wiederaufleben könne auf vier Hauptfaktoren zurückgeführt werden, schreibt Alex Kantrowitz: Twitters Zugeständnis, nie wie Facebook zu werden und sich auf News zu konzentrieren, während Facebook sich aus diesem Bereich zurückzog. Der Entscheid, erstklassige Live-Videos zu pushen. Die Anweisung von CEO Jack Dorsey an sein Produktteam, alles zu überdenken. Und ein wichtiges Element vieler grosser Comebacks: Glück.

Auf Gehörtes reagieren wir emotionaler

Welches Medium ist emotional packender, ein TV-Film oder ein Hörbuch? Obwohl die Probanden einer Studie des University College London angaben, emotional weniger stark auf reines Zuhören zu regieren, zeitigte das Experiment ein anderes Ergebnis. «Beim Hörbuch schlägt das Herz schneller, die Körpertemperatur steigt und der sogenannte Hautwiderstand, bei dem die elektrische Leitfähigkeit der Haut gemessen wird, verändert sich», schreibt Anna-Lena Niemann auf FAZ.net. Den Versuchspersonen wurden Ausschnitte in der Film- und Hörfassung von «Game of Thrones», «Alien» oder «Pride and Prejudice» vorgespielt. Die Studie ist indes mir Vorsicht zu geniessen, ist doch der Hörbuch- und Podcast-Anbieter Audible Partner der Studie.

Hotels und Influencer reagieren auf die Masse der Trittbrettfahrer

Luxushotels reagieren zunehmend genervt auf die gehäuften Anfragen selbsternannter Influencer, die um einen Gratisaufenhalt betteln als «Gegenleistung» dafür, dass sie die Lokation auf ihren Social-Media-Plattformen abfeiern. Die Marketing-Managerin eines Fünf-Sterne-Resorts auf den Malediven sagt gegenüber dem Magazin «The Atlantic», dass nur etwa zehn Prozent der Anfragen es überhaupt wert seien, weiter geprüft zu werden. Hotels, die von Anfragen überhäuft werden, gehen darum dazu über, den Anmeldeprozess zu professionalisieren, sei es mit speziellen Anmeldeformularen für Influencer oder der vertieften Prüfung der Interaktionen auf der Social-Media-Profilen. Auf der anderen Seite sind findige Influencer dazu übergegangen, neben der «Berichterstattung» über die Hotels auch Dienstleistungen anzubieten, etwa in Form von Videos für die Website der Unternehmen oder Beratung für das Kommunikationsteam.

Eckpfeiler einer künftigen Medienordnung

Nach langer Vorbereitungszeit hat der Bundesrat heute den Entwurf zu einem Gesetz über elektronische Medien vorgelegt, das dereinst das geltende Radio- und Fernsehgesetz ablösen soll. Rainer Stadler von der NZZ hat das Dokument gelesen und die wichtigsten Punkte herausgearbeitet. Es gibt zwei Hauptpfeiler, ein alter und ein neuer. So soll weiterhin die SRG den Löwenanteil der öffentlichen Mittel erhalten. Sechs Prozent der neuen Haushaltsabgabe sind für andere elektronische und digitale Medien vorgesehen. Das ist nur unwesentlich mehr als heute lokale Radio- und TV-Veranstalter erhalten. Die gewichtigste Neuerung betrifft die geplante Schaffung einer Medienkommission als Aufsichtsorgan über die öffentlichen Medien. Der Gesetzesentwurf geht nun in die Vernehmlassung. Bis am 15. Oktober können sich interessierte und betroffene Akteure artikulieren.

Es gibt gute Gründe für Textbeiträge von ARD, ZDF oder SRG im Netz

In Deutschland sind die öffentlich-rechtlichen Sender dem langjährigen Druck der Zeitungsverleger dahingehend entgegengekommen, dass sie künftig auf längere Textbeiträge auf ihren Webseiten verzichten wollen. In der Schweiz existieren bereits gewisse Einschränkungen was die maximale Textlänge von Nachrichtentexten der SRG-Medien im Netz angeht. Dennoch möchten die hiesigen Verleger eine weitergehende Beschränkung der Online-Aktivitäten des öffentlichen Rundfunks nach deutschem Vorbild erreichen. Nun gibt es aber auch gute Gründe, warum eine solche Einschränkung wenig sinnvoll ist. Das Portal Netzpolitik.org hat acht davon aufgelistet. Ein wichtiger Punkt darunter ist die Barrierefreiheit: «Textinhalte lassen sich von Menschen mit Behinderung relativ einfach in ein wahrnehmbares Format umwandeln.» Das betrifft insbesondere jene mit einer Hörschwäche, die dank Transkripten auch das volle Angebot nutzen können.

Hochkantiger Angriff auf Youtube und TV

Web und Video reimte sich bisher auf Youtube. Mit Instagram und seiner Milliarde aktiver Nutzer steht aber ein mächtiger Konkurrent bereit, diese Vorreiterrolle zu übernehmen, zumal Bewegtbild schon heute einen beträchtlichen Anteil der Instagram-Nutzung ausmacht. Nun forciert die Facebook-Tochter die Videoaktivitäten mit einer eigenen Plattform. Instagram TV, kurz IGTV, bietet die Möglichkeit, Filme von bis zu einer Stunde Dauer hochzuladen. Anders als bei Youtube können auf der neuen Plattform die Videos ausschliesslich im Hochformat publiziert werden. «IGTV will damit vor allem junge Nutzer ansprechen, also Millennials, die keine Lust mehr auf lineares Fernsehen in 16:9 haben», schreibt Daniel Berger auf Heise Online.

Fussballfans und sexistische Stereotypen aus den finsteren Fünfzigern

«Wenn Claudia Neumann ein Spiel kommentiert, dann kocht in den Kommentarspalten des Internets – jetzt mal ganz vorsichtig formuliert – der niederträchtigste, sexistischste und dümmste Dreck nach oben»: Das war bei der Fussball-Europameisterschaft vor zwei Jahren der Fall und das ist jetzt anlässlich der WM in Russland wieder so. Beim Spiel Japan-Kolumbien unterliefen Neumann zwei Fehler. Kann passieren. Aber, schreibt Julian Dörr in der Süddeutschen Zeitung, «hat man schon einmal einem Mann, der einen Fussballspieler falsch eingeordnet hat, mit Vergewaltigung gedroht? Niemals.»

Die unsichtbaren Helfer des Sportreporters

Sascha Ruefer gibt in einem Interview mit Philippe Zweifel einen Einblick in die Arbeitsumgebung während seiner Kommentatoreneinsätze, wie aktuell für das Schweizer Fernsehen an der Fussball-WM in Russland. Um die Fülle an Informationen in Echtzeit verarbeiten zu können, die sich heute aus einem Fussballspiel generieren lassen, unterstützen ihn zwei Fachleute aus der Distanz. «Der Assistent sitzt zu Hause vor dem Fernseher, ausgestattet mit zwei PC, checkt Social Media, Statistiken, Kommentar und Liveticker. Wir kommunizieren per Messenger», erklärt Ruefer. Ebenfalls als Zuträger arbeitet ein Schiedsrichterassistent, der sich bei strittigen Szenen ebenfalls per Messenger meldet.

Er deckte die ganz grossen Skandale auf

Seit fast sechs Jahrzehnten enthüllt er die bestgehüteten Geheimnisse, enthüllt Skandale wie das Massaker von My Lai im Vietnamikrieg oder die Folter im Abu-Ghraib-Gefängnis im Irak. Die Rede ist von Seymour Hersh. Im Alter von 81 Jahren blickt er in einer Autobiografie auf sein reichhaltiges Reporterleben zurück. Alan Rusbridger hat das schlicht mit «Reporter – A Memoir» betitelte Buch gelesen und in der New York Times besprochen. Hersh gehöre zur raren Sorte der Journalisten, die als einsame Wölfe jagten, schreibt der frühere Guardian-Chefredaktor. Doch der einsame Wolf kann sich auch verrennen, wenn das Korrektiv eines Kollektivs fehlt. In den letzten Jahren wurde die Glaubwürdigkeit seiner Recherchen mehrfach angezweifelt und selbst langjährige Vertraute weigerten sich, seine Artikel zu veröffentlichen.

Ein intimer Kenner des deutschen Politikbetriebs

Günter Bannas hat als Politikjournalist und Hauptstadtredaktor der FAZ vier Kanzlerschaften erlebt; von Schmidt, über Kohl und Schröder bis Merkel. Im Interview mit der taz anlässlich seiner Pensionierung bietet Bannas einen Einblick in die Machtmechanismen der deutschen Politik wie er sie in den letzten rund vierzig Jahren beobachten durfte. Auf die Frage, was Bundeskanzlerin Merkel so erfolgreich mache, antwortet Bannas: «Ihre gleichbleibende Freundlichkeit in der Öffentlichkeit.»

Literaturzeitschriften mögen es gerne gedruckt

Literaturkritik bleibt trotz aller Möglichkeiten und Vorteile, welche die Publikation im Web bietet, auch auf Papier erhalten. Selbst neue Zeitschriften werden gegründet, so etwa «Das Narr», ein Heft für junge Literatur. SRF Kultur hat sich in einer «Kontext»-Sendung der Gegenwart schweizerischer Literaturzeitschriften genähert und ihr «Überleben in der Nische» beobachtet.

25 Jahre ausländische Werbefenster im Schweizer Fernsehen

Am 1. Januar 1993 sahen Schweizer Zuschauer des deutschen TV-Senders RTL erstmals Reklame für Schweizer Produkte: das Werbefenster war geboren. Verantwortlich dafür war Klaus Kappeler, damals Chef von IP Multimedia und später langjähriger CEO von Goldbach. Im Interview mit dem Kleinreport blickt Kappeler auf diese nicht unumstrittene Innovation zurück. SRG, Bundesrat und Medienpolitiker versuchten aktiv zu verhindern, dass Werbegelder aus der Schweiz ins Ausland abfliessen, ohne dass die Sender dafür eine programmliche Gegenleistung erbringen. Kappeler sieht das freilich anders: «Ich wollte das TV als Leadmedium entwickeln». Und letztlich habe auch die SRG von der positiven Entwicklung des TV-Werbemarkts profitiert: «Die SRG konnte dank den Werbefenstern ihren Umsatz ja sogar verdoppeln», gibt Kappeler zu bedenken.

Netflix, Facebook und BBC kommunizieren mit Schweizer Schriften

Schweizer Typografie geniesst seit je her einen exzellenten Ruf. Der bekannteste Schriftgestalter war der 2015 verstorbene Adrian Frutiger. Mit der nach ihm benannten Schrift kam Frutiger zu Weltruhm. In seinen Fusstapfen bewegt sich Bruno Maag. Sein 50-köpfiges Typografie-Atelier in London entwickelt Schriften für Weltkonzerne wie Netflix oder Facebook. Maag selbst versteht sich nicht als Künstler: Buchstaben sollen nicht in erster Linie Kunstwerke auf Papier sein, sondern jede Linie dient der Leserlichkeit. Er selbst hat seit 15 Jahren keine Schrift mehr entwickelt, wie er im TV-Porträt von Henriette Engbersen für SRF Eco gesteht. Das macht heute sein junges, international zusammengesetzes Team.

Frankreichs Öffentlich-Rechtliche vor einem Big Bang

Fernsehkanäle schliessen, Online-Plattformen gründen: Die öffentlich-rechtlichen Sender Frankreichs stehen vor einem Grossumbau. Wie Jürg Altwegg in der FAZ berichtet, geht es dabei nicht in erster Linie ums Sparen, sondern um eine Weiterentwicklung des Angebots an die Erfordernisse der Zeit. Nicht zuletzt soll auch der Einfuss der «mehr als fünfzigjährigen weissen Männer» beschnitten werden. Zu lange hätten sie den Ton angegeben, finden die für die Medien zuständige Kulturministerin und die Senderchefin von France Télévisons. Das alles sehe nach einem Big Bang aus und erscheine «zum Teil als durchaus sinnvoll», urteilt Altwegg. «Die öffentlichen Sender leiden an einer exzessiven Hierarchisierung und Bürokratisierung, die der Produktivität hinderlich sind und enorm viel kosten.»

Virtuelle Vervielfachung der Werbeplätze im Stadion

Da die Fussballspiele der europäischen Top-Ligen weltweit auf Interesse stossen, globaliseren die Vereine auch die Werbeplätze im Stadion. Mittels virtueller Bandenwerbung können die Reklamen am Spielfeldrand digital der jeweiligen Zielgruppe angepasst werden. Die TV-Zuschauer in China sehen dann auf sie zugeschnittene Botschaften. Nach der spanischen und englischen Liga setzen neu auch Klubs der deutschen Bundesliga auf virtuelle Werbung im Fussballstadion. Im auf Sportwerbung spezialisieren Magazin #matchplan erklört Philipp Ostsieker wie die Technologie funktioniert.