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	<title>Arthur Honegger | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Good Night, and Good Luck, Mr. Honegger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Classen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2019 15:31:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur Honegger]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne Oliver Classen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Journalismus und andere demokratische Institutionen stehen unter Druck, während Rechtspopulismus und Konzernmacht immer üblere Blüten treiben: In solch unsicheren Zeiten brauchen wir vom News-Personal des Service public weniger Selbstinszenierung und mehr publizistisches Profil. Am besten in Form kritischer Kommentare. – Erste Folge der Kolumne von Oliver Classen. Im gelobten Land des TV-Journalismus heisst der <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/22/good-night-and-good-luck-mr-honegger/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Journalismus und andere demokratische Institutionen stehen unter Druck, während Rechtspopulismus und Konzernmacht immer üblere Blüten treiben: In solch unsicheren Zeiten brauchen wir vom News-Personal des Service public weniger Selbstinszenierung und mehr publizistisches Profil. Am besten in Form kritischer Kommentare. – Erste Folge der Kolumne von Oliver Classen.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-71784" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Oliver-Classen-Kolumne_20190822.jpg" alt="" width="1456" height="976" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Oliver-Classen-Kolumne_20190822.jpg 1456w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Oliver-Classen-Kolumne_20190822-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Oliver-Classen-Kolumne_20190822-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Oliver-Classen-Kolumne_20190822-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2019/08/MW-Oliver-Classen-Kolumne_20190822-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1456px) 100vw, 1456px" /><br />
Im gelobten Land des TV-Journalismus heisst der Verkünder der allabendlichen Hauptnachrichten nicht zufällig «Anchor». Ein Anker gibt Halt in der Informationsflut und garantiert eine klare, verlässliche Orientierung – auch und gerade bei rauher See. Dem legendärsten dieser Leuchttürme des öffentlich-rechtlichen Fernsehens hat George Clooney mit dem Film «Good Night, and Good Luck» einen grandiosen Grabstein gesetzt. <a href="https://www.spiegel.de/geschichte/reporter-edward-r-murrow-a-946825.html" target="_blank" rel="noopener">Der Mann hiess Edward Murrow</a>, war meinungsstarker Chefmoderator bei CBS und leitete dort «See it now», dessen investigative Recherchen unter anderem den früheren US-Senator und Kommunistenjäger Joseph McCarthy zu Fall brachten.</p>
<blockquote><p>Moniert wurden dabei auch eitle Interview-Auftritte von Honeggers «10vor10»-Kollegin Susanne Wille.</p></blockquote>
<p>Wenn ein Schweizer News-Moderator diesen Murrow kennt, dann «10vor10»-Moderator und Ex-US-Korrespondent Arthur Honegger. In seiner Doku-Serie von SRF und 3Sat <a href="https://www.srf.ch/play/tv/dok/video/im-land-der-sioux---mein-unbekanntes-amerika-14?id=c7822a80-2fee-4d7d-931f-f34b543f9e87" target="_blank" rel="noopener">«Mein unbekanntes Amerika»</a>, zeigt er jedoch nicht die dieses Land gerade zerreissenden Widersprüche, sondern präsentiert an exotischen Orten primär sich selbst als durchaus sympathischen Reiseführer. Was ihm die Zuschauerinnen und Kollegen zunächst noch durchgehen liessen, kam nach seiner das Sommerloch füllenden Glückssuche in Skandinavien als «journalistische Egozentrik» und «fragwürdige Selbstinszenierung» nun <a href="https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Inszenieren-sich-SRF-Journalisten-zu-fest--30421909" target="_blank" rel="noopener">an den Social-Media-Pranger</a>. Moniert wurden dabei auch eitle Interview-Auftritte von Honeggers «10vor10»-Kollegin Susanne Wille.</p>
<p>Ich teile diese Kritik, verstehe aber auch, dass die SRF-Führung möglichst viel Aufmerksamkeitskapital aus der Bekanntheit ihrer Top-Leute schlagen will. Prominenz ist schliesslich ein immer wichtigerer Nachrichtenfaktor. Deshalb ein Vorschlag zur Güte, der den peinlichen Personenkult flugs in publizistische Substanz und politische Relevanz ummünzen könnte: Lasst die TV-Chefredaktion ein Kommentargefäss für «10 vor 10» entwickeln, in dem – vielleicht nach Vorbild der ARD-«Tagesthemen» – die klügsten und couragiertesten Köpfe aus den News- und Fachmagazinen jeweils die brisanteste Tagesaktualität einordnen.</p>
<blockquote><p>Dem immer noch unter dem «No Billag»-Trauma leidenden Schweizer Fernsehen würde mehr Mut zur Meinung gut tun.</p></blockquote>
<p>Beim breiten Publikum wie auch in der Zivilgesellschaft und anderen interessierten Kreisen würde ein solch kleines, aber feines Meinungsformat auf grosse Resonanz stossen. In Deutschland lösen die pointierten Stellungnahmen von <a href="https://youtu.be/ZWdXyStIePs" target="_blank" rel="noopener">Georg Restle («Monitor»)</a> oder von <a href="https://youtu.be/h1sRnObUAFk" target="_blank" rel="noopener">Anja Reschke («Panorama»)</a> regelmässig <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Tagesthemen-Kommentare-Meinungen-mit-Folgen,zapp11980.html" target="_blank" rel="noopener">Debatten aus</a> und finden auch in Regierungskreisen Beachtung. Entsprechend dienen sie nicht nur der persönlichen Profilierung, sondern auch jener des Senders. Und des öffentlichen Rundfunks ganz allgemein. Dem immer noch unter dem «No Billag»-Trauma leidenden Schweizer Fernsehen würde mehr Mut zur Meinung nicht nur neues Selbstbewusstsein, sondern wohl auch (noch) bessere Quoten bringen.</p>
<p></p>
<p>Wieso sind politische Leitartikel hierzulande das Privileg privater Verlage? Das fragte Tagesschau-Sprecher Franz Fischlin letzten Winter an einer Journalismus-Tagung. Und plädierte unter dem Applaus der Anwesenden nachdrücklich <a href="https://twitter.com/Oliver_Classen/status/1065561276515065856?s=20" target="_blank" rel="noopener">für die Einführung redaktioneller Kommentare</a> in seiner Sendung. Diese müssten kompetent, konzis und kristallklar von der Berichterstattung getrennt sein.</p>
<p>Die aktuelle doppelte Medienkrise – neben dem Geschäftsmodell bröckelt zunehmend auch die Legitimation – führt zu immer mehr kommerziellen oder ideologischen Beisshemmungen. Die Schweiz braucht eine wirklich unabhängige journalistische Instanz, welche die demokratischen Grundwerte und den Primat der Politik verteidigt und diesbezügliche Missstände aufdeckt und auch mal entschieden verurteilt.</p>
<blockquote><p>Es war einer jener Momente, wo mir der «Anchor», der keiner sein darf, fast leid getan hat.</p></blockquote>
<p>P.S.: Hier noch ein Beispiel <a href="https://www.publiceye.ch/de/themen/pestizide/syngenta" target="_blank" rel="noopener">aus Sicht eines Betroffenen</a>, wieso sachbezogene Stellungnahmen im Service Public heute nötiger denn je sind. Letzten Oktober <a href="https://www.srf.ch/play/tv/10vor10/video/10vor10-vom-10-10-2018?id=d065a0c9-d4d3-4c84-9dea-e835cd96b2f5&amp;startTime=1611" target="_blank" rel="noopener">verlas Arthur Honegger die Gegendarstellung</a> von Syngenta zu einer «10vor10»-Recherche über Pestizid-Tote in Indien – mit dünner Stimme und vor allem völlig kommentarlos. Nicht mal das in solchen Fällen übliche «die Redaktion hält an ihrer Darstellung fest» kam über seine Lippen. Dabei waren mindestens zweieinhalb der drei von Syngenta beanstandenden Punkte schlicht falsch.</p>
<p>Der Basler Agrochemiekonzern legte dann mit einer <a href="https://www.infosperber.ch/index.cfm?go=Artikel/Wirtschaft/Syngenta-Rohrkrepierer-gegen-SRF-Magazin-10vor10" target="_blank" rel="noopener">Beschwerde beim Ombudsmann</a> sogar noch nach. Doch dieser wies im Januar Syngentas vernichtende Kritik an «10vor10» <a href="https://www.srgd.ch/de/aktuelles/news/2018/12/14/10-vor-10-beitrag-vergiftungsgefahr-indien-beanstandet/" target="_blank" rel="noopener">als «völlig haltlos» zurück</a>. Das war einer jener Momente, wo mir der «Anchor», der keiner sein darf, fast leid getan hat. Und ich Honegger oder den Rechercheuren die Möglichkeit zu einer redaktionellen Replik auf die hanebüchenen Behauptungen von Syngenta gewünscht habe. Kritisch kommentiert gehören primär aber natürlich Tagesaktualitäten wie faule Parteiäpfel, Trumps Inselträume oder Gretas Segeltörn. Dann macht der Job am Moderatorenpult oder im Reporterteam auch sicher noch mehr Spass.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/22/good-night-and-good-luck-mr-honegger/">Good Night, and Good Luck, Mr. Honegger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>SRF-Moderator Arthur Honegger über Selbstinszenierung und Selfies</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/08/13/srf-moderator-arthur-honegger-ueber-selbstinszenierung-und-selfies/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2019 08:33:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur Honegger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Er ist «10vor10»-Aushängeschild. Doch gewissen zeigt Arthur Honegger etwas zuviel Gesicht. Jetzt kontert der SRF-Moderator.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist «10vor10»-Aushängeschild. Doch gewissen zeigt Arthur Honegger etwas zuviel Gesicht. Jetzt kontert der SRF-Moderator.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/13/srf-moderator-arthur-honegger-ueber-selbstinszenierung-und-selfies/">SRF-Moderator Arthur Honegger über Selbstinszenierung und Selfies</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inszenieren sich SRF-Journalisten zu sehr?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/08/08/inszenieren-sich-srf-journalisten-zu-sehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Aug 2019 11:59:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur Honegger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fernsehzuschauer beschweren sich: Journalisten wie Arthur Honegger stellten sich in den Mittelpunkt. Künftig will das SRF den eigenen Leuten noch mehr Platz geben.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fernsehzuschauer beschweren sich: Journalisten wie Arthur Honegger stellten sich in den Mittelpunkt. Künftig will das SRF den eigenen Leuten noch mehr Platz geben.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/08/inszenieren-sich-srf-journalisten-zu-sehr/">Inszenieren sich SRF-Journalisten zu sehr?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Selfitis.</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/08/07/selfitis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Aug 2019 12:04:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Selfie]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur Honegger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieso hängen Journalisten das eigene Gesicht überall ins Bild, obwohl es nicht um sie, sondern um eine Geschichte geht?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wieso hängen Journalisten das eigene Gesicht überall ins Bild, obwohl es nicht um sie, sondern um eine Geschichte geht?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/08/07/selfitis/">Selfitis.</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Just deal with it», sagt Arthur Honegger</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/09/07/just-deal-with-it-sagt-arthur-honegger/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Rebonati]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Sep 2012 08:26:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Demokraten]]></category>
		<category><![CDATA[Korrespondenten]]></category>
		<category><![CDATA[North Carolina]]></category>
		<category><![CDATA[Parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[SRF]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur Honegger]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SF-Korrespondent Arthur Honegger ist seit dreizehn Tagen unterwegs. Für die «Tagesschau» und «10vor10» produzierte er über zehn Beiträge und Live-Schaltungen, die von den Parteitagen in Tampa und Charlotte berichteten. Müde ist der 33-jährige Davoser nicht. Er nennt seine Tätigkeit «Traumberuf» und sich selbst «Politikjunkie». Wie ist es, an Parteitagen zu arbeiten? Man muss viel improvisieren. <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/07/just-deal-with-it-sagt-arthur-honegger/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/07/just-deal-with-it-sagt-arthur-honegger/">«Just deal with it», sagt Arthur Honegger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>SF-Korrespondent Arthur Honegger ist seit dreizehn Tagen unterwegs. Für die «Tagesschau» und «10vor10» produzierte er über zehn Beiträge und Live-Schaltungen, die von den Parteitagen in Tampa und Charlotte berichteten. Müde ist der 33-jährige Davoser nicht. Er nennt seine Tätigkeit «Traumberuf» und sich selbst «Politikjunkie».<br />
<span id="more-30529"></span><br />
<strong>Wie ist es, an Parteitagen zu arbeiten?</strong><br />
Man muss viel improvisieren. Man weiss nie, was passiert. Heute nach Obamas Rede bleibe ich bis etwa ein Uhr morgens in der Arena und schaue, welche Inhalte ich für die Beiträge am Freitag generieren kann. Zu diesem Zeitpunkt weiss ich noch nicht, welche Zugänge mir offen stehen werden, wen ich interviewen kann. In diesem Job ist alles stets Gegenstand von rollender Planung. Typisch für das News-Business.</p>
<p><strong>Ein schwedischer Journalist sagte, Tampa war organisierter.</strong><br />
Was immer man antrifft, man muss damit arbeiten. Wenn ich nicht in ein Medienzentrum gelange, dann setze ich mich auf den Boden und arbeite von dort aus. Just deal with it.</p>
<p><strong>Die Parteitage sind Show und Message Design, Inhalte kommen kurz. Wie generierst du daraus deine Beiträge?</strong><br />
Es ist Show, ja. This is America. Show-Business ist immer «part of the deal». Sei das in der Wirtschaft oder in der Politik. So tickt das Land. Sie machen immer alles in extremis. Wenn sie eine Message rüberbringen wollen, dann bringen sie Videos, Konzerte, Stars und grosse Reden. Ich reproduziere diese Shows nicht. Ich mache die Analyse von dem, was gesagt wurde. Ich bin bestrebt, Kontext herzustellen, Motive und Beweggründe aufzuzeigen.</p>
<p><strong>Was sind dabei die Hürden?</strong><br />
Es muss schnell gehen. Das sind vielfach Ad-hoc-Analysen. Das kann schwierig sein, aber je länger man im Land lebt und den politischen Diskurs hier verfolgt, desto einfacher wird es.</p>
<p><strong>Welche Richtlinien kriegst du von Zürich?</strong><br />
Zürich sagt, was sie möchten. Wie es umgesetzt wird, ist in der Regel meine Sache. Live-Schaltungen sind ein gutes Beispiel: Da ist es zu hundert Prozent an mir, welche Antworten ich gebe. Wenn hinter mir gerade die Foo Fighters spielen, kann ich auch dazu etwas sagen.</p>
<p><strong>Und, hast du das?</strong><br />
Nein, obwohl ich die Musik ganz gern mag.</p>
<p><em>Vor Obamas Rede am Donnerstagabend boten die Demokraten eine Show: Mary J. Blige rappte, die Foo Fighters rockten, Kerry Washington und Scarlett Johansson legten jungen Amerikanern den Gang zur Urne nahe. Zehntausende hatten Akkreditierungen, um die wohl wichtigste Rede des Präsidenten live zu verfolgen. Aufgrund des Regens wurde der Ort gewechselt: anstatt im Football-Stadion der Carolina Panthers sprach der Präsident in der Arena, wo dieser Tage schon die First Lady und Bill Clinton auf der Bühne standen. Anstatt 60&#8217;000 Leute kamen nur 25&#8217;000 rein.</em></p>
<p><strong>Der «Blick» schrieb, dass du als New-York-Korrespondent ein «einsamer Wolf warst».</strong><br />
Ja, das stimmt. Das war ich sogar extrem, weil ich oft selber drehe, ohne Kameramann. Ich hatte meine Kamera und mein Notebook, fertig.</p>
<p><strong>Keinen Kameramann und Cutter?</strong><br />
Doch, Cutter praktisch immer, und punktuell natürlich auch Kameraleute. Aber in New York macht man als Korrespondent ja eher Reportagen und Hintergrundgeschichten, die News kommen mehr aus Washington. Darum habe ich selber viel gedreht und bin alleine gereist, was mir auch durchaus liegt.</p>
<p><strong>Was ist als Washington-Korrespondent heute anders?</strong><br />
Hier habe ich als Bürochef noch zusätzliche Aufgaben, was Infrastruktur und Team angeht. Total sind wir sechs Korrespondenten in DC: Je ein TV- und Radiokorrespondent aus der Romandie, aus dem Tessin und aus der Deutschschweiz. Fürs Fernsehen haben wir noch eine Produzentin, die uns administrativ und koordinativ unterstützt. Mit ihr arbeite ich vor allem bei Planung und Organisation eng zusammen.</p>
<p><em>Das Schweizer SRG-Team sitzt in einem Büro an der M Street in Washington D.C., wenige Gehminuten vom Weissen Haus entfernt. Auch hier ist für Arthur Honegger Effizienz eine Priorität. Die sechs Korrespondenten sprechen sich häufig ab, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden &#8211; in der Themenwahl sind jedoch alle Journalisten autonom.</em></p>
<p><strong>Wann geht es zurück in die Heimat?</strong><br />
Das weiss ich noch nicht. Es kommt darauf an, was privat läuft und wann sich welche Möglichkeiten beruflich auftun. Ich lege mich eigentlich nie fest. Das habe ich damals in New York auch nicht getan. Klar ist: Das Maximum für einen Korrespondenten sind sechs Jahre, und nach Washington D.C. gehe ich in die Schweiz zurück.</p>
<p><strong>Welcher journalistische Posten schwebt dir in der Schweiz vor?</strong><br />
Ich bin kein Planer.</p>
<p><strong>Ein Träumer?</strong><br />
Ich denke, dass ich beim Fernsehen bleiben werde. SF ist ein guter Arbeitgeber. Ich kann mich dort mit dem Journalismus und dem Service public identifizieren.</p>
<p><strong>Bist du mit dem Service public zufrieden?</strong><br />
Ja. Was ich bisher von SF gesehen habe, spricht dafür. Diversität und Fairness sind enorm wichtig. Der «Blick», wo ich zwei Jahre lang gearbeitet habe, hat ja die Tendenz, eine Position einzunehmen. Das ist für den Boulevard auch okay, für mich aber nicht die Art von Journalismus, die mir am meisten zusagt.</p>
<p><em>Arthur Honegger absolvierte 2001 die Ringier-Journalistenschule, war von 2002 bis 2004 Wirtschaftsredaktor beim «Blick» und durchlief danach beim Schweizer Fernsehen die Ausbildung zum Fernsehjournalisten. Danach arbeitete er in der Redaktion «Schweiz Aktuell», bevor er 2008 als Korrespondent für vier Jahre nach New York übersiedelte. Seit Januar 2012 ist er USA-Korrespondent in Washington, wo er mit seiner Ehefrau und der zweijährigen Tochter lebt.</em></p>
<p><strong>Welche Art von Journalismus möchtest du machen?</strong><br />
Alle Seiten mit ihren besten Argumenten zu Wort kommen lassen, damit die Zuschauer daheim das ganze Bild zu sehen bekommen. Beim Fernsehen haben wir dank der Gebührenfinanzierung ja auch mehr journalistische Unabhängigkeit als viele Privatmedien.</p>
<p><strong>Stimmt das wirklich?</strong><br />
Absolut. Ich habe zum Beispiel keine Ahnung, wer auf unserem Sender wann wo Werbung schaltet. Das war noch nie ein Thema. Im Printjournalismus ist das anders. Nehmen wir als Beispiel den «Kassensturz»: Da ist kein Unternehmen immun gegen Kritik, nur weil es sich um einen Werbekunden handelt. Das ist gut für den Journalismus. Das Schweizer Fernsehen ist so aufgestellt, dass die Unabhängigkeit gewährleistet ist.</p>
<p><strong>Was nimmst du von deiner Zeit in New York und Washington mit?</strong><br />
In New York habe ich als Journalist gelernt, völlig eigenständig zu arbeiten und als Einzeleinheit zu funktionieren. In Washington geht es auch um andere Sachen: Entscheidungen, Rechnungen, Infrastruktur. In New York habe ich in Queens gelebt, laut Statistik «the most diverse place on earth». Wenn man einen derart bunten Haufen mal erlebt hat, dann kommt man schon verändert raus. Mit einer anderen Perspektive halt.</p>
<p><strong>Was zeigt dir diese Perspektive?</strong><br />
Die Zeit in New York hat meinen Horizont erweitert. Und was will man mehr als das?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/09/07/just-deal-with-it-sagt-arthur-honegger/">«Just deal with it», sagt Arthur Honegger</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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