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	<title>bernerzeitung.ch | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Grösser! Schneller! Newsnetz!</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/07/15/grosser-schneller-newsnetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 14:00:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Tamedia baut sein Newsnetz aus. Ab dem kommenden Jahr werden die Online-Ausgaben der drei Tageszeitungen von Edipresse in die Nachrichtenplattform integriert. Damit soll «das reichweitenstärkste Nachrichtennetzwerk der Schweiz» entstehen, schreibt Tamedia. Den «schnellsten Qualitätsjournalismus im Netz» hat man sich schon bisher auf die Fahne geschrieben. Wobei die Betonunng stärker auf «schnell» und weniger auf «Qualität» <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/15/grosser-schneller-newsnetz/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/07/logo_newsnetz.jpg" class="alignleft" width="120" height="115" /> Tamedia baut sein Newsnetz aus. Ab dem kommenden Jahr werden die Online-Ausgaben der drei Tageszeitungen von Edipresse in die Nachrichtenplattform integriert. Damit soll «das reichweitenstärkste Nachrichtennetzwerk der Schweiz» entstehen, schreibt Tamedia. Den  «schnellsten Qualitätsjournalismus im Netz» hat man sich schon bisher auf die Fahne geschrieben. Wobei die Betonunng stärker auf «schnell» und weniger auf «Qualität» liegt. Dem Geschäft ist das nicht abträglich. Im Gegenteil.<br />
<span id="more-28893"></span><br />
Sieben Schweizer Tageszeitungen werden ab Anfang 2012 ihre Online-Aktivitäten unter dem Dach des Newsnetz von Tamedia gemeinsam bestreiten. <a href="http://www.tamedia.ch/de/mediencorner/medienmitteilungen/Seiten/Newsnetz%20wird%20national%20Nachrichtennetzwerk%20ab%202012%20mit%2024heures%20tdg%20und%20lematin%20auch%20in%20der%20Romandie.aspx" target="_blank">Das Newsnetz wird national</a>, teilte Tamedia gestern mit. Neben den vier Gründungstiteln Tages-Anzeiger, Bund, Berner Zeitung und Basler Zeitung stossen neu die französischsprachigen Zeitungen Tribune de Genève, 24 Heures und Le Matin dazu. Im Laufe des nächsten halben Jahres werden die drei Edipresse-Titel die Plattform des Newsnetz übernehmen.</p>
<p>Auf der Basis der Juni-Zahlen von <a href="http://netreport.net-metrix.ch/suche_alpha.html" target="_blank">Net Metrix</a> wird dieser Verbund mit 3.2 Millionen Unique Clients pro Monat zur rechweitenstärksten Nachrichtenplattform. Eine Zahl, die vor allem Werbekunden interessieren dürfte. Mit dem vergrösserten Newsnetz schafft Tamedia bereits die zweite Online-Plattform mit einer nationalen Abdeckung. 20 Minuten ist seit fünf Jahren in Deutsch- und Westschweiz präsent und wird mit der kürzlich angekündigten Expansion ins Tessin als erste Medienmarke drei Sprachregionen der Schweiz abdecken. Kein anderes Schweizer Medienunternehmen kann online Werbefläche in vergleichbarem Ausmass anbieten. Kein Zweifel: Kommerziell hat Tamedia die Nase vorn.</p>
<p>Mit der Expansion des Newsnetz gibt es auch Veränderungen bei den redaktionellen Abläufen. Wie Tamedia gestern mitteilte, arbeiten die Bundeshaus-Korrespondenten der sieben Newsnetz-Titel künftig an einem gemeinsamen Newsdesk und die Mantelredaktion in Zürich wird die neu dazugestossenen Westschweizer Zeitungen mit Nachrichten beliefern. Ausserdem werden die Online-Redaktionen personell verstärkt. Ein vergleichbarer Ausbau (Tamedia will in den nächsten Jahren 200 neue Stellen für seine Online-Medien schaffen) der Zeitungsredaktionen steht nicht an. Damit nehmen die Leserinnen und Leser die Traditionsmarken der Zeitungen immer stärker über ihre Ableger im Newsnetz wahr: tagesanzeiger.ch gleich Tages-Anzeiger, bernerzeitung.ch gleich Berner Zeitung und bald gilt das ebenso für die Zeitungen in der Romandie. Was auch heisst: der schnellere, lautere, knalligere und bisweilen auch flüchtigere Online-Journalismus wird zum Nennwert dessen, was das Publikum als Journalismus versteht. In der Eigenwerbung spricht Tamedia vom «schnellsten Qualitätsjournalismus im Netz», den das Newsnetz biete. Dem «schnellsten» mag man gerne zustimmen, der behaupteten Qualität dann doch eher weniger. Häufig zielen tagesanzeiger.ch &amp; Co. <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Die-kann-ja-reinbeissen/story/12333937" target="_blank">unter die Gürtellinie</a> (wenn auch <a href="http://www.tagesanzeiger.ch//community/rating/?ratingid=126" target="_blank">dezenter</a> als der <a href="http://www.blick.ch/people/royals/auch-pippa-hat-problemzonen-176821" target="_blank">traditionelle Boulevard</a>), <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/07/tagesanzeiger.ch-Screenshot.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="">bedienen Voyeurismus</a>, oder <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Das-explosive-Papier-der-CVP/story/20348189" target="_blank">forcieren Reizthemen</a>, im Wissen darum, dass diese Art der Berichterstattung Publikumskommentare en masse und damit kommerziell verwertbare Zugriffe generiert.</p>
<p>Weshalb das mit der Qualität im Netz nicht so recht will (und auch gar nicht muss), analysierte unlängst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_G%C3%A4rtner" target="_blank">Stefan Gärtner</a> für einmal ganz unsatirisch <a href="http://www.titanic-magazin.de/stefan-gaertner-leitmedium.html" target="_blank">in der Titanic</a>: «Denn Netzjournalismus, sofern er aus wirtschaftlichen Gründen und mit Blick auf Breitestwirkung betrieben wird, ist nicht irgendein Abfallprodukt für die Generation Smartphone, für das ihn der soignierte Qualitätszeitungsleser immer noch halten mag: Er ist, ganz im Gegenteil, Destillat, die Essenz von Journalismus als Geschäft, dessen Prinzip Hermann L. Gremliza vor dreissig Jahren so beschrieben hat: &#8218;Der Wettbewerb um die Gunst der Konsumenten zwingt die privatwirtschaftlichen Medien, alles zu unterlassen, was die Instinkte und Vorurteile der Leser, Hörer und Seher stören könnte.&#8217;» Vor dreissig Jahren war das auf Zeitungen gemünzt, heute trifft es genauso auf Online-Medien zu.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/07/15/grosser-schneller-newsnetz/">Grösser! Schneller! Newsnetz!</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Viel Redundanz und wenig Substanz</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/03/07/viel-redundanz-und-wenig-substanz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 14:23:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erstmals lanciert Tamedia ein mehrsprachiges publizistisches Angebot. Im Politblog, an dem vier Deutschschweizer Zeitungen und zwei Redaktionen aus der Romandie beteiligt sind, will der Sprachaustausch aber nicht recht gelingen. Und auch sonst liegt in diesem Projekt des Newsnetz zum «Superwahljahr» einiges im Argen. «Online-Foren sind Hochemotionszonen» schrieb kürzlich tagesanzeiger.ch in einem Artikel über die «zehn <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/07/viel-redundanz-und-wenig-substanz/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmals lanciert Tamedia ein mehrsprachiges publizistisches Angebot. Im <a href="http://politblog.derbund.ch/blog/" target="_blank">Politblog</a>, an dem vier Deutschschweizer Zeitungen und zwei Redaktionen aus der Romandie beteiligt sind, will der Sprachaustausch aber nicht recht gelingen. Und auch sonst liegt in diesem Projekt des Newsnetz zum «Superwahljahr» einiges im Argen.<br />
<span id="more-28748"></span><br />
«Online-Foren sind Hochemotionszonen» schrieb kürzlich tagesanzeiger.ch in einem <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/SIND-HIER-ALLE-BESCHEUERT/story/29036155" target="_blank">Artikel über die «zehn häufigsten Typen von Online-Kommentatoren»</a>. Dabei blieb unerwähnt, dass die Redaktion mit ihrer Themenwahl die Art und Weise sowie die Qualität der Publikumsreaktionen massgeblich beeinflusst. Es gibt Reizthemen, polarisierende Sujets, die eine rege und laute Kommentarbeteiligung geradezu garantieren. Dazu zählt die SVP. Reizthemen bringen Quote. Das wissen Medienmacher.</p>
<p>Wenn das neue Newsnetz-Politblog mit einem Text zur SVP loslegt, kann das kaum Zufall sein. Gepaart mit dem etwas schwächeren, aber dennoch quotenträchtigen Reizbegriff «Medien», ergab das die perfekte Mixtur für einen zumindest quantitativ erfolgreichen Start. Inhaltlich lag der Text <a href="http://politblog.derbund.ch/blog/index.php/61/helfen-die-medien-der-svp-3/?lang=de" target="_blank">«Helfen die Medien der SVP?»</a> unter dem Niveau, das Co-Chefredaktor Res Strehle eigentlich bieten könnte. Der analytisch stumpfe Beitrag, der den Medien pauschal eine Absolution erteilt, in der Berichterstattung zur SVP nichts falsch gemacht zu haben, ja: gar nichts falsch machen zu können, verheisst wenig Gutes für die Zukunft des Politblog. Dem Publikum ist das egal. Kommentiert wird sowieso. Zum Thema selbst, aber auch zu Grundsatzfragen. Viel Redundanz und wenig Substanz. Die ist zwar in einzelnen Kommentaren vorhanden, nicht aber im gesamten Strang der bisher fast 400 veröffentlichten Talk-backs.</p>
<p>Als wollten die Politblog-Verantwortlichen Strehles These Nachdruck verleihen, erhielt <a href="http://politblog.derbund.ch/blog/index.php/259/dunkelkammer-standerat/?lang=de" target="_blank">SVP-Nationalrat Lukas Reimann als Gastautor eine Carte blanche</a>, die er zu einem Angriff auf den Ständerat als Institution nutzt. Auch die weiteren in der ersten Woche veröffentlichten Beiträge lassen wenig Hoffnung aufkommen, dass die Redaktion neue Akzente zu setzen imstande ist in der bisher nicht besonders erspriesslichen Online-Debattenkultur. <a href="http://politblog.derbund.ch/blog/index.php/115/wie-die-wissenschaft-die-medien-schlecht-macht/?lang=de" target="_blank">Ein erzürnter Thierry Meyer</a>, Chefredaktor von 24 Heures, bezichtigt die Medienwissenschaft des Dilettantismus bei ihrer Einschätzung zur Zukunft der Medien und beschwört die grandiosen staatsbürgerlichen Leistungen der Presse im Internet. Dumm nur, dass Meyer ebenso selbstgefällig und überheblich daherschreibt, wie er dies den Akademikern vorwirft. Vielleicht entsteht dieser Eindruck auch nur wegen der Übersetzung von Meyers Artikel aus dem Französischen, was die Sache aber auch nicht wirklich besser macht.</p>
<p>Überhaupt will das mit der Zweisprachigkeit noch nicht so recht gelingen, obwohl gerade der Brückenschlag über den Röstigraben das Innovative am Politblog sein könnte. Mit der «Tribune de Genève» und «24 Heures» kommen zwei der vier beteiligten Redaktionen aus der Westschweiz. Tamedia als inzwischen gesamtschweizerischer Konzern lanciert mit dem Politblog erstmals ein zweisprachiges Angebot mit identischen Artikeln in Deutsch und Französisch. Doch die Leser der welschen Titel haben offensichtlich keine Lust zum Mitdiskutieren. Abgesehen von vereinzelten französischen Kommentaren, bleibt das Politblog eine Deutschschweizer Veranstaltung. Von einem Dialog zwischen den Landesteilen kann keine Rede sein. Das sagt vermutlich weniger über die Debattierlust der Romands aus, als über die Kommentarkultur der Deutschschweizer.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/07/viel-redundanz-und-wenig-substanz/">Viel Redundanz und wenig Substanz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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