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	<title>Bieler Tagblatt | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Sun, 06 Dec 2020 18:55:49 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Gassmann Gruppe: Wie sich Kleiderkönig Bayard gegen die Grossen durchsetzte</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2020/12/06/gassmann-gruppe-wie-sich-kleiderkoenig-bayard-gegen-die-grossen-durchsetzte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2020 18:55:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Bieler Tagblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Fredy Bayard]]></category>
		<category><![CDATA[Gassmann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ging nicht nur ums Geld: Zweisprachigkeit und Brückenfunktion waren Schlüsselwerte beim Verkauf der Gassmann-Medien an Bayard.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ging nicht nur ums Geld: Zweisprachigkeit und Brückenfunktion waren Schlüsselwerte beim Verkauf der Gassmann-Medien an Bayard.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2020/12/06/gassmann-gruppe-wie-sich-kleiderkoenig-bayard-gegen-die-grossen-durchsetzte/">Gassmann Gruppe: Wie sich Kleiderkönig Bayard gegen die Grossen durchsetzte</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Das «Bieler Tagblatt» setzt auf lange Texte und viel Hintergrund</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2019/10/15/das-bieler-tagblatt-setzt-auf-lange-texte-und-viel-hintergrund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 17:52:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Bieler Tagblatt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das «Bieler Tagblatt» (BT) baut seit einem Jahr auf ein neues Konzept. Es will eine regionale Tageszeitung mit einem regionalen Hintergrundmagazin sein. Das heisst: Montag bis Samstag erscheint das BT nur noch mit einem Bund, mit aktuellen Geschichten.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/15/das-bieler-tagblatt-setzt-auf-lange-texte-und-viel-hintergrund/">Das «Bieler Tagblatt» setzt auf lange Texte und viel Hintergrund</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das «Bieler Tagblatt» (BT) baut seit einem Jahr auf ein neues Konzept. Es will eine regionale Tageszeitung mit einem regionalen Hintergrundmagazin sein. Das heisst: Montag bis Samstag erscheint das BT nur noch mit einem Bund, mit aktuellen Geschichten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2019/10/15/das-bieler-tagblatt-setzt-auf-lange-texte-und-viel-hintergrund/">Das «Bieler Tagblatt» setzt auf lange Texte und viel Hintergrund</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Bieler Tagblatt verabschiedet sich von Tamedia</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2018/07/10/bieler-tagblatt-loest-sich-aus-dem-tamedia-mantel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jul 2018 15:03:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Bieler Tagblatt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anstatt fertige Seiten von der «Berner Zeitung» zu beziehen, setzt das Bieler Tagblatt künftig auf die Zusammenarbeit mit Zeitungen und Magazinen aus dem In- und Ausland, so etwa mit der WOZ oder dem «Beobachter». Man kann den Schritt auch als medienpolitisches Signal verstehen. Bernhard Rentsch zeigt sich realistisch: «Ich träume nicht davon, die Zahl der <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/10/bieler-tagblatt-loest-sich-aus-dem-tamedia-mantel/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/10/bieler-tagblatt-loest-sich-aus-dem-tamedia-mantel/">Bieler Tagblatt verabschiedet sich von Tamedia</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anstatt fertige Seiten von der «Berner Zeitung» zu beziehen, setzt das Bieler Tagblatt künftig auf die Zusammenarbeit mit Zeitungen und Magazinen aus dem In- und Ausland, so etwa mit der WOZ oder dem «Beobachter». Man kann den Schritt auch als medienpolitisches Signal verstehen.</strong><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-59234" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/07/MW-Bieler-Tagblatt-WOZ-Beobachter_20180710.jpg" alt="" width="1680" height="1005" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/07/MW-Bieler-Tagblatt-WOZ-Beobachter_20180710.jpg 1680w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/07/MW-Bieler-Tagblatt-WOZ-Beobachter_20180710-300x179.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/07/MW-Bieler-Tagblatt-WOZ-Beobachter_20180710-768x459.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2018/07/MW-Bieler-Tagblatt-WOZ-Beobachter_20180710-1024x612.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1680px) 100vw, 1680px" /><br />
Bernhard Rentsch zeigt sich realistisch: «Ich träume nicht davon, die Zahl der Abos zu steigern, sondern den Rückgang zu verlangsamen». Doch selbst für dieses bescheidene Ziel musste sich der Chefredaktor des Bieler Tagblatts Einiges einfallen lassen. Die Herausforderung, vor der er steht, kennt inzwischen jedes Zeitungshaus: bei sinkenden Erträgen ein Produkt bieten, für das die Leute zu bezahlen bereit sind. Das probate Mittel dafür heisst Kosten senken. Ein grosser Kostenblock macht in Biel die Mantelpartnerschaft mit Tamedia aus.</p>
<p>Für seine überregionalen Ressorts kriegt das Bieler Tagblatt seit fünf Jahren fertige Seiten der «Berner Zeitung» geliefert. Ende September ist Schluss damit. «Wir haben in Absprache mit unserem Verleger Marc Gassmann den Vertrag mit Tamedia für den BZ-Mantel regulär gekündigt», sagt Bernhard Rentsch im Gespräch mit der MEDIENWOCHE. Damit spart die unabhängige Regionalzeitung einen tiefen sechsstelligen Betrag. Die nationale und internationale Berichterstattung wird das Bieler Tagblatt im Tagesgeschäft fortan mit SDA-Meldungen bestreiten. Das alleine wäre noch keine Innovation, sondern ein ganz profaner Leistungsabbau.</p>
<p>Um den Leserinnen und Lesern trotz Sparmassnahmen einen publizistischen Mehrwert zu bieten, setzt die Redaktion einen Teil der frei werdenden Mittel aus der Mantel-Kündigung für eine neue Magazinbeilage ein. Dafür muss sich das Bieler Tagblatt bereits wieder von der Blattarchitektur verabschieden, die sie erst vor drei Jahren eingeführt hatte. Ab kommendem Herbst erscheint das Blatt von Montag bis Samstag als Einbund-Komplettzeitung, von Donnerstag bis Samstag liegt dem Hauptblatt das neue Magazin bei als zweiter Bund im identischen Broadsheet-Format.</p>
<p>Während sich die Redaktion auf lokale Recherchen konzentriert, sucht sie für die Hintergrundberichterstattung aus dem In- und Ausland die Kooperation mit anderen Zeitungen und Magazinen. Mit der Wochenzeitung WOZ und dem «Beobachter» ist man sich bereits handelseinig geworden. «Wir können von ihnen Texte à discretion übernehmen», sagt Bernhard Rentsch. Einzige Bedingung sei es, dass die Ausgaben, aus der die Artikel stammen, nicht mehr am Kiosk erhältlich sei. Abgerechnet wird pro publiziertem Text. Bei der WOZ zahlt das Bieler Tagblatt noch einmal den Honorarbetrag, mit dem die Wochenzeitung ihre AutorInnen entschädigt hat. Ähnliche Vereinbarungen für die Artikelübernahme will das Bieler Tagblatt mit weiteren Zeitungen aus dem In- und Ausland treffen. So auch mit der «Berner Zeitung» BZ und anderen Tamedia-Titeln. «Wir haben keinen Streit mit Tamedia, auch wenn wir den Mantel gekündigt haben», betont Rentsch. Mit der BZ wird das Bieler Tagblatt ohnehin die bestehende Kooperation für den Austausch regionaler Artikel weiter pflegen.</p>
<p>Für die WOZ stellte die Anfrage des Bieler Tagblatts eine Premiere dar. «Wir mussten uns darum zuerst einmal grundsätzlich überlegen, ob wir es ein gutes Modell finden, unsere Artikel zur Zweitverwertung freizugeben», sagt Kaspar Surber von der WOZ-Redaktionsleitung. Die Kooperation habe das Redaktionskollektiv überzeugt, auch weil sie sich auf die Übernahme weniger Artikel beschränke. Berührungsängste zwischen der politisch neutralen Regionalzeitung und der linken Wochenzeitung habe es keine gegeben. «Das war nie ein Thema in unseren Gesprächen mit dem Bieler Tagblatt», sagt Surber. Auch Bernhard Rentsch sieht darin kein Problem, zumal die WOZ ja nicht die einzige Quelle sei für die Bestückung der neuen Beilage.</p>
<p>Während das Bieler Tagblatt unter Spardruck zu einer kreativen Lösung fand, sieht WOZ-Redaktor Surber in dieser Form der Kooperation zwischen unabhängigen Medien ein «hochinteressantes Modell». Man setze damit auch ein Zeichen gegen die Medienkonzentration. Vom Tamedia-Mantel, der sich gerade über die ganze Deutschschweiz auslegt, wird nun immerhin ein Rockzipfel abgezwackt. Am grossen Bild ändert das natürlich nichts, zumal die Situation in Biel weiterhin fragil bleibt und nicht klar ist, wie lange das Modell Bestand haben wird. Von bleibendem Wert ist aber, dass aus einer Drucksituation heraus Medienleute zusammen ins Geschäft kamen, die sich sonst vermutlich nie kennengelernt hätten. Denn trotz der Kleinräumigkeit der deutschschweizerischen Medienlandschaft scheint eine Distanz wie jene zwischen Biel und Zürich im Normalfall schier unüberwindbar zu sein.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2018/07/10/bieler-tagblatt-loest-sich-aus-dem-tamedia-mantel/">Bieler Tagblatt verabschiedet sich von Tamedia</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>«Bieler Tagblatt»: Blochers nächster Mediencoup?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/10/03/bieler-tagblatt-blochers-naechster-mediencoup/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Oct 2017 04:30:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Bieler Tagblatt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das «Bieler Tagblatt» reorganisiert sich und sucht einen neuen Mantelpartner. Dafür sollen Gespräche mit allen geführt werden &#8211; «ohne Tabus».</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das «Bieler Tagblatt» reorganisiert sich und sucht einen neuen Mantelpartner. Dafür sollen Gespräche mit allen geführt werden &#8211; «ohne Tabus».</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/10/03/bieler-tagblatt-blochers-naechster-mediencoup/">«Bieler Tagblatt»: Blochers nächster Mediencoup?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Aus dem Journalismus ausgestiegen. Protokoll einer Entliebung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/06/24/ausgestiegen/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2017/06/24/ausgestiegen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joel Weibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jun 2017 08:40:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Der Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Bieler Tagblatt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor vier Jahren sinnierte Joel Weibel an dieser Stelle, ob er dem Journalismus den Rücken kehren solle («Aussteigen oder bleiben?»). Er entschied sich fürs Bleiben. Vorerst.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/24/ausgestiegen/">Aus dem Journalismus ausgestiegen. Protokoll einer Entliebung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor vier Jahren sinnierte Joel Weibel an dieser Stelle, ob er dem Journalismus den Rücken kehren solle (<a href="https://medienwoche.ch/2013/02/06/aussteigen-oder-bleiben/">«Aussteigen oder bleiben?»</a>). Er entschied sich fürs Bleiben. Vorerst. Nachdem er schliesslich doch ausgestiegen war, bereute er den Entscheid nicht einen Moment lang. Protokoll einer Entliebung.</strong></p>

<a href="https://www.bigstockphoto.com/de/image-20698394/stock-foto-mann-im-boot-suchen-auf-schiffswrack-gerettet" title="Collage, Hintergrund: Bigstock" data-rl_title="Collage, Hintergrund: Bigstock" class="rl-gallery-link no-lightbox" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-2" data-magnific_type="gallery"><img decoding="async" width="1280" height="858" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-joel-weibel-sinking-ship_20170625b-1280x960px.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-joel-weibel-sinking-ship_20170625b-1280x960px.jpg 1280w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-joel-weibel-sinking-ship_20170625b-1280x960px-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-joel-weibel-sinking-ship_20170625b-1280x960px-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-joel-weibel-sinking-ship_20170625b-1280x960px-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2017/06/MW-joel-weibel-sinking-ship_20170625b-1280x960px-470x315.jpg 470w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a>

<p>Das Kurz-Assessment bei einer Firma im Bereich des öffentlichen Verkehrs war schon vorbei, wir waren am zweiten Teil des Gesprächs und ich spürte körperlich: Nein, das will ich nicht. Ich will nicht Sprecher dieser Firma werden, bei der ich gerade im Vorstellungsgespräch sass. Ich will Journalist bleiben. So dachte ich im Sommer 2013. Es folgten Anstellungen bei den Schweiz-Seiten der «Zeit» und dem Sonntagsblick. Doch danach wusste ich: Das war’s.</p>
<p class="p2"><span class="s1">Dieses innere Feuer, die Begeisterung für den Journalismus, dieser Phantomschmerz schon nur beim Gedanken an einen anderen Job – alles weg. Es fühlte sich an wie nach einer langen Wanderung, wenn man den schweren Rucksack von den Schultern hievt. Plötzlich fühlte ich mich leicht, spürte neue Energie, vergass wie erschöpft ich gerade noch war. Die Loslösung vom Journalismus war eine Befreiung für mich. Denn als überzeugter, ja gläubiger Journalist habe ich nicht wahrgenommen, nicht wahrnehmen können, was mir im Sommer 2015 plötzlich klar war: Ich hatte mir mit meiner geistigen und körperlichen Hingabe an einen Beruf selbst ein Gefängnis gebaut; das Spektrum der Möglichkeiten auf eine einzige reduziert. Und das in der Multioptionsgesellschaft. So hingeschrieben wirkt es wie katholische Selbstkasteiung. Und tatsächlich befreit man sich ein wenig von einer eingeschworenen Truppe, wenn nicht von einer Religionsgemeinschaft, wenn man plötzlich sagt: Ich bin nicht mehr Journalist.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Dass Insider ihren Job quasi religiös verstehen, zeigt der derzeitige Hype um die «Republik». Dieses Heilsversprechen. Es ist kein Wunder, ist Christof Moser einer der treibenden Kräfte. Schon in der «Schweiz am Sonntag» (selig) schrieb er einst über Seitenwechsler wie mich: «Manche von ihnen mag ich persönlich, aber beruflich halte ich sie für das, was sie sind: Verräter.» Ein starkes, ein biblisches Wort. Verräter!</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Dabei sind es nicht die ehemaligen Journalisten, die Seitenwechsler, die den Journalismus verraten. Es sind die Journalisten selber und genauso die Verlage, die sich selbst verraten. Aber vor allem sind es die Journalisten, welche die ökonomische Logik ihrer Herren längst verinnerlicht haben und deswegen darauf verzichten, Journalismus zu machen. Dieser Nicht-Journalismus macht heute den grössten Teil der Publizistik aus. Die «Sonntagszeitung» ist über weite Strecken so langweilig wie einst die Sonntagspredigt von Pfarrer Sorgenfrei, der mich konfirmiert hatte. Auch mein Leibblatt, «Der Bund», hat enorm abgegeben. Die Redaktion und das Blatt sind ausgedünnt. Eine Zeit lang quollen die Spalten schier über vor Kolumnen. Das ist immerhin korrigiert. Hier hat Sparen auch sein Gutes.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Die Online-Medien übertreffen sich täglich mit ihren Nicht-Geschichten. Und mit ihrem Nicht-Journalismus. Sätze wie «bis zum jetzigen Zeitpunkt hat XY noch keine Stellung bezogen» sind mittlerweile Standard. Früher wartete man mit der Publikation eines schweren Vorwurfs, wenn man nicht innerhalb von zwei Stunden eine Antwort bekam. Heute schreibt man einen Disclaimer, um sich juristisch abzusichern. Solchen Quatsch möchte ich nicht mitverantworten. Ich würde mich schämen, langweilen und wäre intellektuell unterfordert. Da bin ich lieber ein «Verräter». Ich weiss nicht, wie man sich als Verräter fühlen müsste, aber eine gewisse Beklemmung, ein Sich-selbst-Hinterfragen, ob man wirklich richtig entschieden hat, das müsste doch wenigstens im Ansatz vorhanden sein. Doch davon spüre ich nichts. Auch kein Triumphgefühl. Es ist mehr das Gefühl, mir selbst einen Gefallen getan zu haben.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Aber woher kommt das? Wie konnte ich mich erst in den Beruf Journalismus verlieben und mich dann wieder so konsequent von ihm entlieben?</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Meine Liebe zum Journalismus begann im Sommer 2008 auf der Redaktion des «Bund» in Bern. Die Redaktion warf mich ins kalte Wasser. «Geh dorthin und schreib dann einen Bericht darüber», hiess es schon schnell mal. Ich liebte es, einen Job zu haben, bei dem ich die meiste Zeit unbeobachtet von einem Chef etwas recherchieren, einer Frage nachgehen oder einfach nur einen Event besuchen konnte. Dazu gehörte das Zeitung lesen zum Beruf, was eines meiner liebsten Hobbys ist. Am nächsten Tag stand der eigene Name in der Zeitung. Ein gewisser Stolz stellte sich da unweigerlich ein.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Auch das Redaktionsleben mochte ich sehr bald. Der kleine Praktikant durfte an der Sitzung seine Meinung sagen. Auf einer Redaktion zu arbeiten, hatte für mich immer etwas vom Maibummel mit der Schule, so richtig Arbeit war das nicht. Es machte ja Spass. Einen besseren Job konnte ich mir zum damaligen Zeitpunkt nicht vorstellen. Ich kniete mich rein, leistete viele Wochenende-Einsätze, versuchte mich im Kolumnen-Schreiben, verfasste Reportagen, Berichte und Hintergrundstücke. Die Redaktion half mir stets, mich zu verbessern, traute mir etwas zu und gab mir mehr Aufträge. Ich war glücklich.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Bald unterstützte ich den Biel-Korrespondenten des «Bund» und schrieb viel über die zweitgrösste Stadt im Kanton. Das weckte die Aufmerksamkeit von Catherine Duttweiler, damals Chefredaktorin des Bieler Tagblatts. Sie rief mich an, und im Juni 2009 begann ich als redaktioneller Mitarbeiter, später wurde ich Redaktor.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Ich erinnere mich noch genau, in welche Zeit der Wechsel fiel: Tamedia entliess massenweise Redaktionspersonal bei seinen Zeitungen, man sprach vom Mai-Massaker. Etliche Kolleginnen verloren ihren Job auf der Redaktion beim «Bund». Bald darauf verliessen auch Redaktoren die Zeitung, die nicht gefeuert worden waren. Es herrschte schlechte Stimmung, aber ich war glücklich, schliesslich hatte ich einen neuen Job. Als ich an der Redaktionssitzung meinen Wechsel nach Biel bekannt gab, kam eine Journalistin auf mich zu und gratulierte mir: «Das freut mich, dass wenigstens einer gute Nachrichten hat, in dieser Zeit». Ungefähr so hat sie es gesagt, obwohl es ihr selbst mies ging. Das war gross.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Doch bald schon machte ich auch andere Erfahrungen. Beim Bieler Tagblatt fand ein schleichender Abbau statt, gute Kolleginnen und Kollegen wechselten zur Kantonsverwaltung, nach Berlin oder sonst wohin. Die anfängliche Stimmung einer verschworenen Jungjournalisten-Truppe im Angriffsmodus wich den Tuscheleien, Mauscheleien und der Missgunst bis hin zum offenen Streit. Und das Blatt wurde immer schlechter dabei.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Mein eigener Abgang war ein regelrechter Rausschmiss. Ich hatte den neuen Chefredaktor in einem Mail heftig, aber nicht unflätig, kritisiert. Das war am 24. Dezember 2012 – Heiligabend. Der Chefredaktor schickte mir die fristlose Kündigung per Mail. Erst später fiel ihm ein, dass das so wohl nicht geht. Darum wurde ich im Januar regulär entlassen, kriegte insgesamt fünf Monatslöhne, weil ich in der Kündigungsfrist noch Zivilschutz leisten musste.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Dieses Vorgehen meines Chefs war die Bestätigung meines Eindruckes, dass er für den Job ungeeignet war, was ich ihm damals vorgeworfen hatte. Ich erinnere mich noch gut an seine Kolumne, die er «Chefsache» nannte. Sie war mir peinlich. Jedes einzelne Wort. Die Kolumne war als wöchentlicher Kommentar gedacht. Aber dem Text fehlte eine Meinung. Manchmal war nicht einmal erkennbar, wovon der Kommentar handelte. Lokalpolitiker sprachen mich darauf an und fragten entsetzt, was mit der Zeitung los sei. Es war ein Graus. Ich habe mich geschämt, für diese Zeitung zu arbeiten.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Es war sicher arrogant, als junger Schnösel einem Ü-50er so zu kommen. Aber ich war zutiefst überzeugt, dass ich richtig lag. Entsprechend stolz war ich auf meinen Rausschmiss. Für mich war es der Beweis meiner Kompromisslosigkeit. Es war, das sehe ich nun im Nachhinein, der Höhepunkt meiner journalistischen Laufbahn. Danach ging es nur noch bergab.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Bei den Schweiz-Seiten der «Zeit» hatte ich von Mai 2014 bis Mai 2015 einen Einjahresvertrag. 5500 Franken brutto, zwölf Monatslöhne. Beim Bieler Tagblatt habe ich seinerzeit 6500 mal dreizehn verdient, die Arbeitgeberbeiträge für die Pensionskasse nicht einberechnet. Es war ein mieser Lohn bei der «Zeit». Aber hey: DIE fucking ZEIT! Geiler gehts nicht!</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Eine Illusion, ein Luftschloss. «Die Zeit» ist eine Wohlfühloase für urbane links-grüne Intellektuelle. Ich habe längst aufgehört, sie zu lesen. Spätestens als ich erfuhr, dass die meisten in der Chefredaktion stramme Katholiken sind, begann ich meinen Arbeitgeber zu hinterfragen. Dennoch klammerte ich mich an den Job und weinte, als mir Redaktionsleiter Matthias Daum nach knapp einem Jahr eröffnete, dass er meinen Vertrag nicht verlängern werde.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Gescheitert bin ich bei der «Zeit» an mir selber. Ich hätte, um die Anforderungen zu erfüllen, sieben Tage die Woche an den Job denken müssen. An den Werktagen hätte es wohl 12-Stunden-Schichten gebraucht. Matthias Daum ist ein Workaholic, das war mir schnell klar und er verlangt das auch von seinen Angestellten. Nur war ich dazu nicht bereit. Es gibt auch ein Leben ausserhalb des Journalismus.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Das ist es, was Christof Moser, Matthias Daum und viele andere im Journalismus nicht begreifen wollen: Auch wenn es sexy sein mag, dass der eigene Name Tag für Tag oder Woche für Woche in der Zeitung steht – davon kann man sich nichts kaufen. Journalismus gehört anständig entlöhnt, die Arbeitszeiten sollten vernünftig sein, Sondereinsätze kompensiert werden können. Denn Journalisten auf dem Zahnfleisch sind nicht bessere Journalisten. Aber auf jeden Fall unglücklichere. Und – man wagt es kaum zu schreiben – es gibt noch tausend andere Jobs ausserhalb des Journalismus. Nur Journalisten denken, sie seien die Grössten und hätten den besten Job der Welt und wer das nicht glaube, sei ein Verräter.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Wer die gegenwärtige Schwäche des Journalismus den bösen Verrätern anhängt, macht es sich zu einfach. Dabei sind die Probleme auch hausgemacht. Zudem fehlt es an Mut. So erinnere ich mich, wie mich einmal ein vorgesetztes Redaktionsmitglied bei einer Detailhandels-Geschichte fragte: «Geht es um Coop oder Migros?» Ich war irritiert, konnte aber verneinen. Antwort: «Ah, dann ist gut.» Merke: gegen die zwei grössten im Detailhandel sollte man nicht zu viel recherchieren. Das ist abhängiger Journalismus.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Die Erfahrungen bei meiner letzten Station als Reporter beim Sonntagsblick, konnten mein bis dahin gewonnenes Bild vom Journalismus auch nicht mehr korrigieren. Nur eine weitere Episode, die zu meiner «Entjournalisierung» beitrug: Ich hatte einen Text zur Durchsetzungsinitiative recherchiert und dafür mit Praktikern gesprochen. Das Fazit war simpel: Egal, wie viele Durchsetzungsinitiativen die SVP macht, die Ausschaffungen scheitern an der Praxis, nicht am Gesetz in der Schweiz. Ich hatte im Artikel also gezeigt, dass die SVP-Initiative an der Realität zerschellen wird. Der veröffentlichte Artikel vermittelte ein komplett anderes Bild. Der Newsroom hatte eingegriffen. Mein kritisches Fazit als Ergebnis der Recherche war wegredigiert. Der Artikel erweckte nun den Eindruck, dass die SVP die Behörden zu Recht unter Druck setzt. Darüber stand mein Name. Ein Kollege fragte mich daraufhin grinsend: «Arbeitest du jetzt für die SVP?» Ich fands nicht so lustig. Ich war nun kein Journalist mehr, sondern Rohtext-Lieferant für die Chefredaktion. Eigentlich hätte ich da von selbst gehen müssen. Als die Initiative abgelehnt worden war, feierte der Sonntagsblick dann die Sieger. Haltung sieht anders aus.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Später wurde ich gefeuert, weil ich zu wenig Texte geliefert haben soll. Gleichentags hörte ich, dass namhafte Journalisten beim Sonntagsblick über meinen Rausschmiss entsetzt waren. Aber auch davon kann man sich nichts kaufen. Gefreut hat es mich trotzdem.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Noch beim Zusammenpacken meiner Kartonschachtel beim Sonntagsblick sagte mir jemand: «Weisst du, du hast zu viel recherchiert.»</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Zu viel recherchiert.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Das verdient eine eigene Zeile.</span></p>
<p class="p2"><span class="s1">Diesmal habe ich nicht geweint. Ich habe nur noch ungläubig gelacht. Ich ging zum RAV und suchte nach offenen Stellen auf der anderen Seite und ich fand einen Job bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Geregelte Arbeitszeiten, vernünftiger Lohn, angenehmes Arbeitsklima, keine Pendelei mehr, ein paar Kilos abgenommen – es ist ein Job, der mir gut tut. Ich bin heute zufriedener, entspannter, esse gesünder, trenne Arbeits- und Privatleben viel konsequenter. Und vor allem: Mein Job ist nicht mehr meine Religion. Er ist einfach mein Job.</span></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/06/24/ausgestiegen/">Aus dem Journalismus ausgestiegen. Protokoll einer Entliebung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Lokaljournalismus:  Wer schreibt noch über uns?</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2014/11/13/lokaljournalismus-wer-schreibt-noch-ueber-uns/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2014 12:53:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[HbbTV]]></category>
		<category><![CDATA[Lokaljournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>
		<category><![CDATA[Catherine Duttweiler]]></category>
		<category><![CDATA[Bieler Tagblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein starker Lokaljournalismus kontrolliert als vierte Gewalt die lokalen Würdenträger. Doch die großen Verlage untergraben diese Grundlage unserer Demokratie. Ein Warnruf.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/13/lokaljournalismus-wer-schreibt-noch-ueber-uns/">Lokaljournalismus:  Wer schreibt noch über uns?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein starker Lokaljournalismus kontrolliert als vierte Gewalt die lokalen Würdenträger. Doch die großen Verlage untergraben diese Grundlage unserer Demokratie. Ein Warnruf.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2014/11/13/lokaljournalismus-wer-schreibt-noch-ueber-uns/">Lokaljournalismus:  Wer schreibt noch über uns?</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die missverstandene Stadt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/10/09/die-missverstandene-stadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joel Weibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 08:08:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Alain Pichard]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt Loderer]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Biel]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Lenz]]></category>
		<category><![CDATA[WOZ]]></category>
		<category><![CDATA[Dario Venutti]]></category>
		<category><![CDATA[Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Edipresse]]></category>
		<category><![CDATA[Bieler Tagblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Fehr]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsblick]]></category>
		<category><![CDATA[Jürg Scherrer]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenzeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Rothenbühler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kommt Biel in den nationalen Medien vor, zeichnen die Journalisten selten ein ausgewogenes Bild. Biel ist entweder hui oder pfui – aber meistens pfui. Das soll sich nun ändern: Biel findet Gefallen an der Idee von Pressereisen in die missverstandene Stadt. – Ein Gastbeitrag aus dem Bieler Tagblatt. «Wie schwul ist Biel?», titelte der «Sonntagsblick» <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/die-missverstandene-stadt/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/die-missverstandene-stadt/">Die missverstandene Stadt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kommt Biel in den nationalen Medien vor, zeichnen die Journalisten selten ein ausgewogenes Bild. Biel ist entweder hui oder pfui – aber meistens pfui. Das soll sich nun ändern: Biel findet Gefallen an der Idee von Pressereisen in die missverstandene Stadt. – Ein Gastbeitrag aus dem Bieler Tagblatt.<br />
<span id="more-30544"></span><br />
«Wie schwul ist Biel?», titelte der «Sonntagsblick» am 30. September. Man möchte zurückfragen: Wie schwul ist der «Sonntagsblick»? Und zwar mit der jugendsprachlich konnotierten Interpretation von schwul als Adjektiv für doof, dämlich, dümmlich. Das allerdings wäre zu dumm – schliesslich ist schwul kein Schimpfwort.</p>
<p>Aber wie dumm ist es, einen Artikel so zu betiteln, wenn es letztlich darum geht, zwei volle Seiten über Biel zu schreiben und dies durchaus sachlich? Abgesehen davon zeigt dieses jüngste Beispiel, dass die Wahrnehmung Biels in der Aussenperspektive speziell ist. Als Grundsatz lässt sich festhalten: Die Stadt Biel lässt niemanden kalt und dies seit Jahrzehnten. Das zeigt ein Querschnitt von Artikeln in den grossen Publikationen aus Zürich der letzten 18 Jahre. Beim Durchblick dieser Artikel stellt sich sehr schnell das Gefühl ein, dass Biel nicht als die Stadt wahrgenommen wird, die sie ist.</p>
<p>Nick Lüthi von der «Medienwoche», der in Bern lebt und Biel gut kennt, sagt es so: «Biel war in den Medien schon immer eine Attribut-Stadt: zum Beispiel Auto-Partei-Stadt, Sozialhilfe-Metropole, Expo-Stadt, Boom-Stadt, Auto-Stadt, Uhren-Stadt und nun eben Homosexuellen-Stadt. Quasi alle fünf Jahre erhält Biel ein neues Attribut.» Man könnte auch sagen: Die immer gleichen Attribute bleiben, und ab und zu kommt ein neues dazu. Zum Beispiel: <a href="http://www.svp-wohlen-anglikon.ch/wb/media/Media/WeWwo_2012_10_01_Biel_d2.pdf">«Biel der Analphabeten»</a> («Weltwoche», 27. 9. 2012, geschrieben von Alain Pichard, Stadtrat der GLP in Biel) oder die «Goldgräberstadt» («Der Bund», 29.12.2012, Benedikt Loderer, Stadtwanderer, Wahl-Bieler und BT-Kolumnist) oder das «ungezähmte» Biel («Wochenzeitung», 24.03.05) oder alternativ auch das «Liebesnest der Islamisten» («Weltwoche», 29.04.2010).</p>
<p>Alle diese Artikel zeugen auch davon, dass Biel-Texte meist grundsätzlich mit einem Gefühl der Sehnsucht oder der Abscheu gezeichnet werden. Peter Rothenbühler kombinierte beides in der «Schweizer Illustrierten» im August 1996: «Bei der Durchfahrt nach Biel war ich schockiert. […] Warum lässt man diese Stadt einfach verlottern? Was ist los mit Biel?», schrieb Rothenbühler, der Heimweh-Bieler, damalige Wahlzürcher und heutige Wahl-Lausanner. Nur einen Monat später schrieb der «Tages Anzeiger»: «In Biel werden in den nächsten Jahren Millionen investiert. Alles mit dem Ziel, die Stadt attraktiver zu gestalten.» Und mit dem Kennerblick aus Zürich fügte der Autor an. «Die Frage ist bloss, ob sie das braucht.» Wenn Zürich unter der höchsten Arbeitslosigkeit im Land und einem permanenten Einwohnerschwund leiden würde, wie Biel damals, würde der Autor dies kaum fragen.</p>
<p>Heute, 18 Jahre später, wurden die Millionen investiert, die zentrale Achse von Guisanplatz bis und mit Nidaugasse saniert, das Manor-Gebäude steht in der Innenstadt. Rolex, Sputnik, DT-Swiss und andere Firmen haben im Bözingenfeld gebaut, bald wird die Swatch-Group ein neues architektonisches Wahrzeichen aufstellen. Die Stadien werden wohl gebaut (im Gegensatz zu Zürich), unzählige Wohnungen sind entstanden, im Zentrum entsteht ein neuer Platz.</p>
<p>Und doch fragte der «Tages-Anzeiger» im August 2011: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Kleine-Stadt-mit-heftigen-Eruptionen/story/26499965?track" target="_blank">«Was ist los in dieser Stadt?»</a> Der erste Satz des Textes von Dario Venutti beginnt mit den zwei Worten: Jürg Scherrer. Jürg Scherrer, der Wieder-Präsident der Autopartei, ehemalige Bieler Gemeinderat und ehemalige Nationalrat, hatte sich damals schon längst aus der Politik und dem öffentlichen Leben verabschiedet. Weil man in Zürich offenbar nur ihn kennt, hat Venutti Scherrer aus der Mottenkiste geholt und sein Porträt über Biel mit einem Spruch des italienischen Philosophen und Kommunisten Antonio Gramsci beschlossen: «Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren. Es ist die Zeit der Monster.»</p>
<p>Monster-Biel? Monströs ist höchstens, dass Scherrer nicht kleinzukriegen ist. Der Mann, der die Gaskammern im Zweiten Weltkrieg gegenüber dem Radio RTS im Jahr 2002 als ein «Detail der Geschichte» bezeichnet hat, gilt trotzdem immer wieder als kompetenter Auskunftspartner. Auch im «Sonntagsblick»-Artikel hatte er einen prominenten Auftritt: «Sie werden sehen, am Nachmittag wird es dunkel in Biel», diktierte Scherrer dem Sobli-Schreiber. Dieser schrieb zwei Absätze später: «Tatsächlich am Nachmittag wird es dunkel. Immer mehr dunkle Gesichter auf der Strasse.» Die «Wochenzeitung» vertritt eine andere Haltung. Der «Bund»-Journalist Christoph Lenz schrieb im April unter dem Titel «Bonne nuit, Bienne»: «Biel war einst die Hochburg von Hip-Hop, Punk, alternativer Subkultur. Doch jetzt regiert die Bauspekulation, Wohnbaugenossenschaften geraten unter Druck, alternativ genutzte Fabriken werden abgerissen und Plätze privatisiert. All das unter sozialdemokratischer Regie.»</p>
<p>Dass die Steuereinnahmen pro Kopf in Biel weit unter dem Durchschnitt der anderen Städte liegen und Biel dank der steigenden Anzahl Kinder rund 250 Millionen Franken in den nächsten zehn Jahren in die Schulen investieren muss und auch in der «Seeland-Metropole» (noch so ein Attribut) das Geld nicht auf der Strasse liegt, blendet der Autor aus. Er sehnt sich nach diesem anarchistischen Biel, während sich viele Bewohner Biels nicht mehr damit zufriedengeben wollen, dass alte Sandsteinhäuser mit Gerüsten gesichert werden müssen, um die Passanten vor Steinschlag zu schützen. Ausser in Biel gibt es das nur in den ausgestorbenen Vorstädten in Ostdeutschen Bundesländern.</p>
<p>Stadtpräsident Erich Fehr sagt dazu: «Die Synthese aus den Artikeln im ‹Tages-Anzeiger› und in der ‹Wochenzeitung› käme der Wahrheit schon näher.» Auch dem Stadtoberhaupt ist aufgefallen, dass Biels Wahrnehmung in den Deutschschweizer Medien nicht optimal ist. Er hat deswegen den Kontakt zu den Medienhäusern an der Limmat gesucht und hat sich und seine Stadt in Gesprächen auf höchster Ebene vorgestellt. «Damit die Journalisten beim nächsten Mal auch unsere Meinung einholen.»</p>
<p>Peter Rothenbühler, heute stellvertretender publizistischer Leiter bei Edipresse, analysiert das Problem etwas anders: «Der Artikel im Tages-Anzeiger war eine Frechheit, zu einseitig. Ich kann in jede Stadt gehen und nur mit den Extremisten sprechen. Das ist einfach. Der Autor hatte nie das Bestreben, diese Stadt zu verstehen und zu entdecken.» Aus Rothenbühlers Sicht sollte die Bieler Presse streng sein mit Biel. «Aber von Aussen kommen und nur das Negative berichten, das geht nicht.» Allerdings fügt er an: Wenn ein solcher Artikel komme, müsse sich eine Stadt fragen, was sie falsch gemacht hat. Er plädiert dafür, dass Biel für Journalisten Pressereisen anbietet und die Leute ansonsten mit ihren Attraktionen nach Biel lockt. Zudem solle der Stadtpräsident ein neues Projekt aufziehen. Den «Sonntagsblick»-Artikel hat Rothenbühler nicht gelesen, aber: «Dass die Homosexualität in Biel kein Thema war, ist sensationell. Das zeigt wie hochentwickelt die kulturelle und gesellschaftliche Toleranz in Biel ist.» Insgesamt komme Biel in der Berichterstattung in den nationalen Medien zu wenig gut weg. «Es gibt eine Tendenz, Biel als Stadt zu vieler Sozialfälle und zu vieler Muslime zu stigmatisieren. Das ist gefährlich, da muss man Gegensteuer geben.»</p>
<p>Das versucht Fehr derzeit. Auch die Pressereisen-Idee wird derzeit diskutiert. Allerdings will Fehr nicht einfach mit der Ankündigung eines neuen Grossprojektes positive Meldungen generieren: «Für die Grösse der Stadt sind wir, was Anzahl und Grösse der Projekte betrifft, derzeit stolz unterwegs. Jetzt setzen wir unsere Kraft in den Campus der Fachhochschule und die Detailarbeit bei Littering, Wohnqualität und so weiter. Das ist vielleicht ein Unterschied in unserer Kommunikation zu früher: Wir sprechen die Probleme an und arbeiten an ihnen. Gleichzeitig sprechen wir über die Vorzüge Biels. Wir haben das Ganze auf eine realistischere Ebene geholt.» Jetzt müssten nur noch die Journalisten aus Zürich den Realismus für sich entdecken.</p>
<p><small>Dieser Artikel erscheint heute im Bieler Tagblatt. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion durfte die Medienwoche den Text übernehmen.</small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/10/09/die-missverstandene-stadt/">Die missverstandene Stadt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Um die Früchte ihrer Arbeit gebracht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/04/19/um-die-fruechte-ihrer-arbeit-gebracht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 10:13:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Bieler Tagblatt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Lokaljournalismus gilt als eine der härtesten Disziplinen. Doch die Wertschätzung der Königsdisziplin lässt zu wünschen übrig. Gerne nutzen renommierte Titel Lokalmedien als Stichwortgeber und Steinbruch, ohne die Leistung der Ideenlieferanten zu würdigen. Eine Zeitung, drei Beispiele. Als der Bieler Lokalredaktor Joel Weibel am letzten Sonntag die Presse durchblättert, blieb er bei einem Artikel im <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/19/um-die-fruechte-ihrer-arbeit-gebracht/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/19/um-die-fruechte-ihrer-arbeit-gebracht/">Um die Früchte ihrer Arbeit gebracht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Der Lokaljournalismus gilt als eine der härtesten Disziplinen. Doch die Wertschätzung der Königsdisziplin lässt zu wünschen übrig. Gerne nutzen renommierte Titel Lokalmedien als Stichwortgeber und Steinbruch, ohne die Leistung der Ideenlieferanten zu würdigen. Eine Zeitung, drei Beispiele.</b></p>
<p>Als der Bieler Lokalredaktor Joel Weibel am letzten Sonntag die Presse durchblättert, blieb er bei einem Artikel im «Sonntag» hängen. Auf den ersten Blick schien es ihm, dass der Text etwas hergeben könnte für einen Nachzug im Bieler Tagblatt; es ging um einen Streit in der lokalen SP. Doch als Weibel den Artikel zu lesen begann, merkte er schnell, dass im «Sonntag» nichts anderes drin stand, als das, was er und eine Kollegin vor mehr als einem Monat recherchiert und veröffentlicht hatten.</p>
<p>Einen Hinweis auf seinen Artikel <a href="http://twitter.theinfo.org/191530290534023168#id192185293577789440" target="_blank">suchte der Journalist vergeblich</a>. Der Text gab sich als «Sonntag»-Recherche aus – was auch nicht gelogen ist. Denn Christof Moser, der Autor des Artikels, hatte keine Kenntnis vom früheren Artikel in der Lokalzeitung. Nach einem Tipp aus SP-Kreisen habe er sich in der Schweizerischen Mediendatenbank SMD umgesehen und nichts zum Thema gefunden. Deshalb habe er davon ausgehen können, dass vor ihm noch kein anderer Journalist an der Geschichte dran gewesen sei. Dass das Bieler Tagblatt seine Artikel nicht in der SMD ablegt, wusste Moser nicht. Und mit einer Google-Suche wurde der «Sonntag»-Reporter nicht fündig, obwohl der betreffende Tagblatt-Artikel <a href="https://www.google.com/search?q=sp+madretsch+bieler+tagblatt#hl=en&amp;safe=off&amp;sclient=psy-ab&amp;q=sp+madretsch+bieler+tagblatt&amp;oq=sp+madretsch+bieler+tagblatt&amp;aq=f&amp;aqi=p-p1&amp;aql=&amp;gs_nf=1&amp;gs_l=serp.3..35i39.4206.6528.2.6743.13.13.0.0.0.5.393.2041.0j12j0j1.13.0.J7pTHLeSjGM&amp;pbx=1&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_cp.r_qf.,cf.osb&amp;fp=912d527ea893eef0" target="_blank">mit den passenden Suchbegriffen</a> <a href="http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/biel/sp-madretsch-unter-verdacht" target="_blank">angezeigt würde</a>.</p>
<p>Immerhin meldete sich «Sonntag»-Chefredaktor Patrik Müller beim Bieler Tagblatt, nachdem man ihn auf den Vorfall hingewiesen hatte und erklärte, es sei keine Absicht gewesen, die Lokalzeitung um die Früchte ihrer Arbeit zu bringen. Von Müller ist zudem bekannt, dass er seine Redaktoren dazu anhält, Quellen sauber zu zitieren, egal wie prominent sie sind.</p>
<p>Für Joel Weibel bleibt trotz Müllers Erklärung und den nachvollziehbaren Umständen, die dazu geführt hatten, dass der «Sonntag» seine Recherchen nicht würdigte, eine gewisse Enttäuschung zurück. Auch deshalb, weil inwzsichen auch die «Berner Zeitung BZ» die Geschichte aufgegriffen hat und als Quelle den «Sonntag» nennt – obwohl die BZ als Partnerin des Bieler Tagblatts die ursprüngliche Recherche vor mehr als einem Monat zur Veröffentlichung angeboten erhalten hatte.</p>
<p>Zu Weibels Unmut trägt weiter bei, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Lokalmedien riskieren immer wieder, von den Grossen der Branche als Gratis-Ideenlieferanten missbraucht zu werden. Das weiss man auch in Biel. Nur zu schlecht in Erinnerung geblieben ist ein Vorkommnis vom Herbst 2010. Damals hat das Bieler Tagblatt in aufwändiger Recherchearbeit acht Mitarbeiter des Erwachsenen- und Jugendschutzes Biel dazu bringen können, anonym über die Missstände in ihrer Behörde zu sprechen.</p>
<p>Als die Sonntagszeitung den Fall aufgreift, hält sie eine Nennung des Bieler Tagblatts nicht für nötig, obwohl sie sich offensichtlich auf die umfangreichen Recherchen der Lokalzeitung abstützt. Nach einer Intervention der Bieler Chefredaktion, entschuldigt sich die Sonntagszeitung. Quasi als Wiedergutmachung bietet sie zudem an, der Regionalzeitung künftig Informationen über die Bieler Islamistenszene weiterzugeben.</p>
<p>In einem anderen Fall war es das Wirtschaftsmagazin «Bilanz», das sich beim Bieler Tagblatt bediente und es nicht für nötig hielt, auf die Quelle hinzuweisen. Nachdem die Zeitung Anfang 2012 ein Porträt des inzwischen zum Nationalbankpräsidenten gewählten Thomas Jordan veröffentlichte, erkundigte sich ein Mitarbeiter der «Bilanz», ob man ihm den ganzen Artikel zur Verfügung stellen könne, da online nur Titel und Lead zugänglich sind und das Bieler Tagblatt auch nicht in der Mediendatenbank SMD zur Verfügung steht.</p>
<p>Nichts Böses ahnend, schickte die Autorin ihren Artikel dem «Bilanz»-Mitarbeiter, schliesslich hilft man sich unter Kollegen. Als sie bald darauf das Jordan-Porträt im Wirtschaftsmagazin las staunte sie nicht schlecht: Nahezu sämtliche Fakten, die sie über den Nationalbanker zusammengetragen hatte, standen so auch in der Bilanz zu lesen. Einen Hinweis auf die Mithilfe der Kollegin aus Biel sucht man indes vergeblich. Auf Nachfrage hat sich der Journalist bis heute nicht mehr gemeldet.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/19/um-die-fruechte-ihrer-arbeit-gebracht/">Um die Früchte ihrer Arbeit gebracht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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