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	<title>Bluewin | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Wenn der Inland-Redaktor im Ausland arbeitet</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2022/02/04/wenn-der-inland-redaktor-im-ausland-arbeitet/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2022/02/04/wenn-der-inland-redaktor-im-ausland-arbeitet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2022 08:28:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Swisscom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer mehr Medien lassen im Ausland Texte korrigieren oder Online-Kommentare moderieren. «Blue News», das Newsportal von Swisscom, geht einen Schritt weiter: Sogenannte «externe Redaktoren» schreiben aus Deutschland für das Schweiz-Ressort. Unter Fachleuten sind die Meinungen dazu geteilt. Wer die E-Mail etwas genauer anschaut, merkt schnell, dass nicht das drin steht, was man erwarten würde, wenn <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/04/wenn-der-inland-redaktor-im-ausland-arbeitet/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2022/02/04/wenn-der-inland-redaktor-im-ausland-arbeitet/">Wenn der Inland-Redaktor im Ausland arbeitet</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Immer mehr Medien lassen im Ausland Texte korrigieren oder Online-Kommentare moderieren. «Blue News», das Newsportal von Swisscom, geht einen Schritt weiter: Sogenannte «externe Redaktoren» schreiben aus Deutschland für das Schweiz-Ressort. Unter Fachleuten sind die Meinungen dazu geteilt.</strong><br />
<a href="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Journalismus-Outsourcing-20220203.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Journalismus-Outsourcing-20220203-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" class="alignnone size-medium wp-image-94569" srcset="https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Journalismus-Outsourcing-20220203-300x201.jpg 300w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Journalismus-Outsourcing-20220203-1024x686.jpg 1024w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Journalismus-Outsourcing-20220203-768x515.jpg 768w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Journalismus-Outsourcing-20220203-470x315.jpg 470w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Journalismus-Outsourcing-20220203-728x485.jpg 728w, https://medienwoche.ch/wp_website/wp-content/uploads/2022/02/MW-Journalismus-Outsourcing-20220203.jpg 1456w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Wer die E-Mail etwas genauer anschaut, merkt schnell, dass nicht das drin steht, was man erwarten würde, wenn einen eine Schweizer Redaktion kontaktiert. Die Absenderadresse endet auf .de und als Berufsbezeichnung steht «externer Redaktor» in der Signatur. Eine physische Adresse fehlt, doch die Vorwahl der beiden Telefonnummern weist auf die Herkunft aus Deutschland hin. Tatsächlich: <a href="https://wortflut.de/" rel="noopener" target="_blank">Andreas Fischer</a> arbeitet in Leipzig und schreibt regelmässig für «Blue News», das Nachrichten- und Unterhaltungsportal der Swisscom. Allerdings berichtet Fischer nicht als Korrespondent aus Deutschlands Osten, wo er aufgewachsen ist und seither lebt, sondern erfüllt das volle Profil eines Inland-Redaktors von «Blue News». Seine Artikel erscheinen denn auch hauptsächlich im Ressort Schweiz. So schrieb er in den letzten Tagen über den <a href="https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/banken-und-ihr-glaubwuerdigkeit-1060937.html" rel="noopener" target="_blank">Raiffeisen-Prozess</a>, die umstrittene Informationsbeschaffung des <a href="https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/geheimdienst-setzt-sich-nicht-zum-ersten-mal-ueber-gesetze-hinweg-1063779.html" rel="noopener" target="_blank">Nachrichtendiensts</a> NDB oder über die <a href="https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/braucht-es-ueberhaupt-noch-ein-zertifikat-1068137.html" rel="noopener" target="_blank">Lockerung der Covid-Massnahmen</a> in der Schweiz. Die geografische Distanz des Autors zu den Schauplätzen des Geschehens merkt man den Texten nicht an. Auch finden sich keine Germanismen oder andere Hinweise auf einen ausländischen Absender. Im Impressum sucht man seinen Namen vergeblich.<br />
</p>
<p>Gegenüber der MEDIENWOCHE will Fischer, der seit über 25 Jahren als Journalist arbeitet, keine Stellung nehmen zu seiner Arbeit für «Blue News». Er verweist auf seinen Auftraggeber, die <a href="https://www.teleschau.de/" rel="noopener" target="_blank">Agentur «Teleschau» in München</a>. Dessen Geschäftsführer mag sich nicht im Detail äussern. Nur so viel: Die Zusammenarbeit mit «Blue News» (vormals: «Bluewin») sei über einen Zeitraum von nunmehr fast 15 Jahren gewachsen. Die Pressestelle von «Blue News» gibt sich auskunftsfreudiger. Sie bestätigt, dass aktuell drei Journalisten als «externe Redaktoren» regelmässig aus Deutschland über Vorgänge in der Schweiz für das Schweizer Publikum von «Blue News» berichten. «Die Kollegen sind kompetente und langjährige Mitarbeiter der Agentur ‹Teleschau›», lautet die Antwort. Neben Unterhaltungsthemen biete die Agentur «auch journalistisch unabhängige Nachrichtendienstleistungen» an.</p>
<blockquote><p>«Vom Publikum her gesehen bringt dieses Modell einen Mehrwert: Die Journalisten aus Deutschland tragen zur publizistischen Vielfalt bei»<br />
<small>Vinzenz Wyss, Professor ZHAW</small></p></blockquote>
<p>«Blue News» scheint also nicht aktiv entschieden zu haben, einen Teil seiner Politikberichterstattung ins Ausland auszulagern, sondern profitiert vom vielseitigen Profil der «Teleschau»-Mitarbeiter. Die «externen Redaktoren», die heute grossteils über Schweizer Innenpolitik für «Blue News» berichten, lieferten anfänglich vor allem Texte zu Film-, People- und Unterhaltungsthemen.</p>

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            [rml_read_more]
<p>Der Schweizer Medienwissenschaftler und Journalistik-Professor <a href="https://www.zhaw.ch/de/ueber-uns/person/wysv/" rel="noopener" target="_blank">Vinzenz Wyss</a> erhielt kürzlich eine Interview-Anfrage von Andreas Fischer zur Abstimmung über das Medienpaket. Anfänglich sei er sich nicht bewusst gewesen, dass das Gespräch für ein Schweizer Medium geführt werden sollte. Der Name «Blue News», den das Portal erst seit gut einem Jahr trägt, sagte ihm spontan nichts. Wyss ging also davon aus, mit einem deutschen Journalisten für eine deutsche Publikation zu sprechen. Umso überraschter sei er über die Kompetenz seines Gegenübers bezüglich Schweizer Innenpolitik gewesen. Wyss konnte ja nicht wissen, dass sich Fischer inzwischen tagtäglich mit solchen Themen befasst. </p>
<blockquote><p>«Das sind ja nicht einfach billige Arbeitskräfte, sondern kompetente Journalisten.»<br />
<small>Vinzenz Wyss</small></p></blockquote>
<p>Dass «Blue News» mit «externen Redaktoren» einen grossen Teil der Schweiz-Berichtertstattung abdeckt, findet der Medienprofessor einen gelungenen Ansatz. «Vom Publikum her gesehen bringt dieses Modell einen Mehrwert: Die Journalisten aus Deutschland haben einen Blick von aussen auf die Vorgänge in der Schweiz und tragen somit zur publizistischen Vielfalt bei», sagt Wyss. Gegen diese Form der Auslagerung journalistischer Arbeitsplätze habe er nichts einzuwenden. «Das sind ja nicht einfach billige Arbeitskräfte, sondern kompetente Journalisten.»</p>
<p>&#8212;<br />
							<h3 style="margin-bottom:20px;display:block;width:100%;margin-top:10px">Korrektorat und Kommentarmoderation im Ausland </h3>
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									Banja Luka, Wien, Luxemburg, Indien								</span>
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							<p>Mit seinen «externen Redaktoren» steht «Blue News» allein da in der schweizerischen Medienlandschaft: So weit geht sonst niemand bei der Auslagerung von redaktionellen oder redaktionsnahen Aufgaben. Aber auch andere Medienunternehmen setzen auf billigere Arbeitskraft im Ausland, nur nicht für die Berichterstattung an sich.</p>

<p>So lassen die CH-Media-Zeitungen seit 2017 einen Teil ihrer Artikel <a href="https://medienwoche.ch/2017/09/26/nzz-qualitaet-aus-banja-luka/">in Banja Luka</a> (Bosnien und Herzegowina) korrekturlesen. Mit der Lösung scheint man zufrieden zu sein. «Die gehören schon fast zur CH-Media-Familie, sie stellen bisweilen auch Rückfragen oder geben Hinweise auf Widersprüche in Texten», würdigt ein Redaktor die Leistung des Korrektorats in Banja Luka. Einen anderen Kunden aus der Schweiz hat die Firma «Tool-e-Byte» dagegen verloren. Das Newsportal «Nau.ch» wechselte nach gut zwei Jahren im letzten Herbst zu einem anderen Anbieter in Deutschland. Auch «20 Minuten» lässt im Ausland korrigieren, allerdings bei Unternehmen aus dem eigenen Haus. Seit Anfang 2021 werde das Korrektorat für die deutschsprachigen Online-Beiträge bei «heute.at» in Wien durchgeführt, sagt Eliane Loum, Leiterin Kommunikation «20 Minuten». Die französischsprachige Ausgabe von «20min.ch» lässt ihre Texte in Luxemburg bei «L'Essentiel» korrigieren, an dem die «TX Group» beteiligt ist. Im Gegenzug kann das Gratisportal redaktionelle Inhalte aus der Schweiz beziehen. «Damit steigt die Qualität beider Partner, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen», kommentiert Eliane Loum diesen konzerninternen Deal. Ebenfalls im Ausland lässt «20 Minuten» die Online-Kommentare moderieren; die deutschsprachigen ebenfalls bei «heute.at» in Wien, die französischsprachigen von der <a href="https://netino.fr/en/service-moderation/" rel="noopener" target="_blank">Firma «Netino»</a>, die zahlreiche renommierte Medien wie «Le Monde», «Le Figaro» oder «France Télévisions» zu ihren Kunden zählt. Das Korrektorat der gedruckten Gratiszeitungen «20 Minuten», respektive «20 Minutes», befindet sich allerdings in Zürich und Lausanne.</p>

<p>Die «Tamedia»-Zeitungen und die «Blick»-Gruppe setzen vollständig auf interne Lösungen. «Wir haben im Gegensatz zu anderen Medienhäusern alle redaktionellen Funktionen inhouse belassen», erklärt Daniel Riedel, Sprecher der «Blick»-Gruppe. Einzige Ausnahme sei das Freistellen der Fotos, das seit vielen Jahren in Indien erledigt werde. Dadurch seien damals in der Schweiz keine Stellen wegfallen, weil diese Aufgabe früher auch vom Layout übernommen wurde, erklärt Riedel. Auch die «Tamedia»-Zeitungen setzen grossmehrheitlich auf den Standort Schweiz. Einzige Ausnahme sei die Kommentarfreischaltung, die seit vielen Jahren grösstenteils aus dem Ausland erfolgt, so «Tamedia»-Sprecherin Nicole Bänninger.</p>						  </div>
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<p>Kritisch sieht hingegen Stephanie Vonarburg, Vizeprädidentin der Mediengewerkschaft Syndicom, die Praxis von «Blue News». Die Auslagerung ins Ausland von redaktionellen Kernaufgaben hält sie aus verschiedenen Gründen für «problematisch», wie sie gegenüber der MEDIENWOCHE ausführt. «Zum einen ist die Entlöhnung für Medienschaffende in Deutschland tiefer. Zum anderen entgehen damit den in der Schweiz bestehenden Anbieterinnen wie der Keystone-SDA und vielen JournalistInnen wichtige Aufträge und Anstellungsmöglichkeiten.» Einheimische Agenturen und Medienschaffende seien mit den politischen und gesellschaftlichen Vorgängen in der Schweiz besser vertraut und könnten Qualität und Tempo mindestens ebenso gut garantieren, wenn nicht sogar besser. Nur: «Blue News» nutzt das Angebot von Keystone-SDA bereits sehr intensiv und veröffentlicht jeden Tag rund hundert Meldungen der Nachrichtenagentur. «Wir haben historisch gesehen schon immer stärker mit Agenturen gearbeitet als andere Medien der Schweiz», heisst es dazu von der Pressestelle.</p>
<blockquote><p>Der staatsnahen Swisscom stünde es gut an, für das «Blue News»-Personal wieder einen GAV abzuschliessen.</p></blockquote>
<p>Die Kritik der Gewerkschafterin betrifft aber nicht nur die Auslagerung substanzieller Aufgaben an ausländische Akteure, sondern auch die fehlende vertragliche Absicherung der Arbeitsverhältnisse bei «Blue News». Unter dem früheren Namen «Bluewin» war die Redaktion bis Ende 2018 dem Gesamtarbeitsvertrag GAV von Swisscom unterstellt. Seit der internen Neuorganisation sei dies formell nicht mehr der Fall, weiss Stephanie Vonarburg. Der staatsnahen Swisscom stünde es gut an, für die Angestellten ihrer Medienplattform zu einer sozialpartnerschaftlichen Regelung in Form eines Firmen-GAV zurückzukehren.</p>
<p>&#8212;<br />
							<h3 style="margin-bottom:20px;display:block;width:100%;margin-top:10px">US-Lokalnews aus Indien und von den Philippinen </h3>
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									Pasadena Now und Journatic als Pioniere								</span>
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						<div id="ac_94568_collapse1" class="wpsm_panel-collapse collapse in"  >
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							<p>Dass Journalist:innen aus Distanz über Vorgänge in einem weit entfernten Land berichten, sorgte erstmals für Schlagzeilen als 2007 die lokale Nachrichtensite «Pasadena Now» (Kalifornien/USA) <a href="https://www.cicero.de/wirtschaft/f%C3%BCr-eine-handvoll-dollar/39449" rel="noopener" target="_blank">Mitarbeitende in Indien</a> anheuerte. Vom Subkontinent aus verfolgten diese fortan via Webcam die Sitzungen der Kommunalbehörden oder verarbeiteten Medienmitteilungen zu Artikeln. Pro 1000 Wörter erhielt das indische Personal sieben Dollar. Zum Vergleich: Ein Kolumnist der «Los Angeles Times» erhielt damals mindestens 250 Dollar für 600 Zeichen.</p>

<p>Während schon das Modell von «Pasadena Now» für Stirnrunzeln und Kritik sorgte, geriet die zweifelhafte Praxis einer Agentur zum Skandal. <a href="https://www.persoenlich.com/medien/us-lokalredaktion-auf-philippinen-ausgelagert-232763" rel="noopener" target="_blank">«Journatic»</a> setzte im grossen Stil auf ausgelagerten Lokaljournalismus. Dazu stellte die Firma neben Personal in den USA auch bis zu 150 Personen auf den Philippinen ein. Aus öffentlich verfügbaren Informationen schusterten die Schreibkräfte Texte für Lokalzeitungen in den USA zusammen, die ihre Redaktionen zusammengespart hatten. Als auskam, dass die Mitarbeitenden ihre Artikel mit erfundenen englischen Namen zeichneten, um zu verschleiern, dass die Texte von den Philippinen kamen, kündigten mehrere Zeitungen in den USA ihre Verträge mit «Journatic». Auch mangelhafte Qualität spielte dabei eine Rolle.</p>

<p>Diese Versuche haben nicht Schule gemacht. Die Auslagerung von Aufgaben ins Ausland mag für redaktionsnahe Prozesse wie Korrektorat oder Kommentarmoderaktion funktionieren. Billig-Lokaljournalismus aus der Distanz dürfte sich dagegen kaum je als Massenphänomen durchsetzen. Denn noch günstiger – und auch präziser – als Menschen in fernen Ländern arbeiten Algorithmen, die automatisch Texte generieren.</p>						  </div>
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		<title>Blue News (ex-Bluewin): «Wir emotionalisieren, ohne zu skandalisieren»</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2021/08/26/blue-news-ex-bluewin-wir-emotionalisieren-ohne-zu-skandalisieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 13:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bluewin]]></category>
		<category><![CDATA[Blue News]]></category>
		<category><![CDATA[Nadine Wozny]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das News- und Entertainmentportal der Swisscom legt zu. Blue News hat seit dem Umzug der Redaktion nach Volketswil rund eine Million Leserinnen und Leser dazugewonnen. Nadine Wozny, seit sechs Monaten Chefredaktorin, über das Erfolgsrezept einer kleinen Redaktion.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/26/blue-news-ex-bluewin-wir-emotionalisieren-ohne-zu-skandalisieren/">Blue News (ex-Bluewin): «Wir emotionalisieren, ohne zu skandalisieren»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das News- und Entertainmentportal der Swisscom legt zu. Blue News hat seit dem Umzug der Redaktion nach Volketswil rund eine Million Leserinnen und Leser dazugewonnen. Nadine Wozny, seit sechs Monaten Chefredaktorin, über das Erfolgsrezept einer kleinen Redaktion.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2021/08/26/blue-news-ex-bluewin-wir-emotionalisieren-ohne-zu-skandalisieren/">Blue News (ex-Bluewin): «Wir emotionalisieren, ohne zu skandalisieren»</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Grossfusion auf dem Werbemarkt</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/08/17/grossfusion-auf-dem-werbemarkt-2/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2015/08/17/grossfusion-auf-dem-werbemarkt-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2015 14:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Swisscom]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Walder]]></category>
		<category><![CDATA[Bluewin]]></category>
		<category><![CDATA[Bakom]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[Weko]]></category>
		<category><![CDATA[Ringier]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die halbstaatliche Swisscom und die gebührenfinanzierte SRG spannen im Werbegeschäft mit dem privaten Ringier-Verlag zusammen. Dazu wollen sie ein gemeinsames Unternehmen gründen. Insbesondere die Rolle der SRG wirft Fragen auf, zumal ihre künftige Ausrichtung erst noch Gegenstand öffentlicher und politischer Debatten sein wird. Man hat etwas kommen sehen, aber dass gleich drei der grössten Medienunternehmen <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/17/grossfusion-auf-dem-werbemarkt-2/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/17/grossfusion-auf-dem-werbemarkt-2/">Grossfusion auf dem Werbemarkt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die halbstaatliche Swisscom und die gebührenfinanzierte SRG spannen im Werbegeschäft mit dem privaten Ringier-Verlag zusammen. Dazu wollen sie ein gemeinsames Unternehmen gründen. Insbesondere die Rolle der SRG wirft Fragen auf, zumal ihre künftige Ausrichtung erst noch Gegenstand öffentlicher und politischer Debatten sein wird.<br />
<span id="more-25425"></span><br />
Man hat etwas kommen sehen, aber dass gleich drei der grössten Medienunternehmen fortan gemeinsam geschäften wollen, damit hatte kaum jemand gerechnet. Wie heute bekannt wurde, wollen Swisscom, SRG und Ringier ihr Werbegeschäft komplett zusammenlegen. Ab kommendem Jahr wollen sie mit einer gemeinsamen Firma auf dem Markt auftreten. Während Swisscom und Ringier je ihre heutigen Verkaufsabteilungen einbringen, bringt die SRG ihre Tochter Publisuisse in den Deal ein, die damit als eigenständiges Unternehmen für die Vermarktung der SRG-Programm verschwinden würde. So entstünde eine neue Firma mit total 290 Mitarbeitenden. So viele arbeiten  heute bei Ringier, publisuisse und Swisscom in der Vermarktung. Der Schritt sei eine direkte Reaktion auf die Erfolge von Google und Facebook auf dem heimischen Werbemarkt, erklärte Ringier-CEO Marc Walder an einer Telefonkonferenz.</p>
<p>Die Swisscom bezeichnet den Schritt als unvermeidbar, weil das traditionelle Telekom-Geschäft wegbröckelt. Befürchtungen, wonach die Kooperation auch die redaktionellen Inhalte beeinflussen könnte, zum Beispiel über Absprachen beim Erwerb von TV- und Sportrechten, tritt ein Swisscom-Sprecher entgegen: «Im Bereich der Content-Erstellung agieren alle Unternehmungen wie bisher unabhängig.» Für die SRG wiederum geht es darum, dank effizienterer Vermarktung erhofft sich die SRG die heute sinkenden Erlöse in den klassischen Kanälen zu stabilisieren.</p>
<p>Das Zusammenschlussvorhaben ist nach Kartellgesetz meldepflichtig und bedarf des grünen Lichts der Wettbewerbskommission Weko. Mit dem Entscheid, ob die Weko das Vorhaben vertieft prüfen will oder als «unbedenklich» durchwinkt, sei «in etwa bis Mitte September 2015 zu rechnen», teilt Weko-Sprecher Patrik Ducrey auf Anfrage mit.</p>
<p>Aufgrund bisheriger Praxis und der Konstellation auf dem Markt dürfte der Segen der Wettbewerbshüter als wahrscheinlich gelten. Neben dem neuen Unternehmen existieren mit Goldbach, sowie Tamedia und NZZ weiterhin grosse Mitbewerber, die alle drei über ein beträchtliches Inventar an Werbefläche und -plattformen verfügen und so als reale Konkurrenz dastehen.</p>
<p>Als heikler erscheinen dagegen die medienpolitischen Implikationen des Deals aufgrund der SRG-Beteiligung am künftigen Konstrukt. Online-Werbung bleibt zwar weiterhin tabu, aber man holt sich schon mal das Know-How ins Haus, damit man bei einer allfälligen Liberalisierung ohne Verzögerung loslegen kann. Der SRG-Vermarkterin Publisuisse waren bisher im Online-Bereich die Hände gebunden. Als Teil des neuen Unternehmens, das nicht mehr exklusiv der SRG dient, kann die ehemalige Publisuisse nun endlich auch auf dem Online-Markt geschäften.</p>
<p>Doch gilt es zuvor noch eine weitere Hürde zu nehmen. So zeigt das Bundesamt für Kommunikation Bakom die Grenzen des Zulässigen auf: Falls die gemeinsame Werbevermarktung «die Erfüllung des SRG-Programmauftrages beeinträchtigt oder den Entfaltungsspielraum anderer Medienunternehmen erheblich beschränkt, so kann das Uvek Auflagen erlassen.» Aus heutiger Sicht könnten allfällige Massnahmen dazu dienen, zu verhindern, dass Swisscom und Ringier mit ihren Geschäftsinteressen den Spielraum der SRG beschneiden. In diese Richtung zielten etwa Befürchtungen, wonach der Ringier-Partner KKR, ein Finanzinvestor, mit einem Service-public-Anbieter schlecht kompatibel sei. Ringier-Sprecher Edi Estermann gibt Entwarnung: Erstens wurde in Unternehmen aus der KKR-Partnerschaft abgestossen, zweitens sind die Scout24-Aktivitäten, wo KKR beteiligt ist, nicht Teil des Deals mit SRG und Swisscom. So bemüht man sich den auch nach Massen, nicht den Verdacht einer gefährlichen Beziehung aufkommen zu lassen. Bei den Sprechern von SRG und Ringier heisst s unisono: «Die redaktionelle Unabhängigkeit ist eines der höchsten Güter der SRG, sie gilt absolut. Genauso hält sich die SRG an die gesetzlichen Vorgaben und Rahmenbedingungen; dies wird sie selbstverständlich auch in Zukunft tun.»</p>
<p>Die Konkurrenz reagierte in ersten Stellungnahmen zurückhaltend, aber auch klar ablehnend auf die neue Formation und das Kooperationsangebot. NZZ und Tamedia lehnen Walders Angebot einer Partizipation bereits jetzt klar und deutlich ab. «Wir setzen weiterhin auf Eigenvermarktung und haben keine Pläne, unsere Werbevermarktung auszulagern», heisst es bei Tamedia. Und von der Falkenstrasse schallt das Echo zurück: «Die Fremdvergabe eines Kernprozesses ist aus unserer Sicht mit vielen Risiken behaftet. Für uns ist der Zeitpunkt auf jeden Fall nicht richtig.» Die Goldbach Group, die nun einen potenten Mitbewerber erhält, äussert sich nicht substanziell und will die Sache erst gründlicher prüfen.</p>
<p>Damit wird auch eine Differenz unter den Verlegern deutlich, die sich bereits im Abstimmungskampf um das revidierte Radio- und Fernsehgesetz abgezeichnet hatte. Ringier sieht medienpolitisch kein Problem darin, der SRG im Werbebereich den Rücken zu stärken, während Tamedia-Präsident Pietro Supino in einem vielbeachteten Essay in der NZZ die Abschaffung jeglicher SRG-Werbung gefordert hatte.</p>
<p>Das neue Trio tritt Befürchtungen und Monopolisierungsängsten entgegen und betont die Offenheit ihres Konstrukts. Die Struktur sei von Anfang an darauf ausgelegt gewesen, weitere Unternehmen teilhaben zu lassen – allerdings nur im Kundenverhältnis. Eine Beteiligung am Aktionariat des neuen Unternehmens schliesst Ringier-CEO Marc Walder indes aus.</p>
<p>Der aktuelle Schritt der drei Unternehmen kann auch als Vorbote einer weiteren Konzentration im Werbemarkt gesehen werden. Auch NZZ, Tamedia und Goldbach die eigenen Stärken hervorstreichen, würden auch diese Unternehmen im einen oder anderen Verbund von Synergien profitieren. Der Druck, sich in eine Partnerschaft zu begeben, dürfte über die Länge eher zunehmen. Dass Tamedia die Goldbach Group übernimmt wurde an anderer Stelle bereits einmal <a href="http://www.infosperber.ch/Medien/Wetten-dass-Tamedia-und-Goldbach-zusammengehen" target="_blank">zur Diskussion gestellt</a>. Damals von den Zuständigen noch als Verschwörungstheorie abgetan, könnten solche Schritte zunehmend Realität werden – in dieser oder anderer Form. Swisscom, SRG und Ringier haben das Rennen eröffnet.</p>
<p>Auf dem politischen Parkett hat die Ankündigung der drei Schwergewichte, künftig gemeinsame Werbesache zu machen, bisher für die erwartbaren Reaktionen gesorgt. Die SVP-nahe Aktion Medienfreiheit (mit Natalie Rickli) hält den Zusammenschluss für «ordnungspolitisch höchst problematisch». Und formal völlig korrekt verweist die Aktion auf den falschen Zeitpunkt eines solch weitreichenden Schritts: «Bevor die SRG in weitere private Felder vorstösst, ist endlich der Service-Public-Auftrag zu definieren.» SP-Medienpolitikerin Edith Graf-Litscher begrüsst grundsätzlich «die heute kommunizierte Stossrichtung», bedauert aber das Fernbleiben von Tamedia und NZZ. Ausserdem hofft sich die Thurgauer Nationalrätin, dass kleinere Medienunternehmen nicht vom neuen Werbekoloss an die Wand gedrückt werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/08/17/grossfusion-auf-dem-werbemarkt-2/">Grossfusion auf dem Werbemarkt</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Blauer Elefant mit Nachwuchs</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/16/blauer-elefant-erhaelt-nachwuchs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2015 15:27:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Swisscom]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Bluewin]]></category>
		<category><![CDATA[Apps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Swisscom mischt neu bei den mobilen News mit. Die Inhalte von Bluewin.ch gibt es jetzt als Smartphone-App. Vor zwei Jahren sollte die Marke beerdigt werden. Dank Inhalten von Teleclub verfügt Swisscom über attraktiven Content. Man stelle sich vor: Eine Branchengrösse stösst mit einem neuen Angebot auf ein zukunftsträchtiges Feld vor, das andere für sich beanspruchen <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/16/blauer-elefant-erhaelt-nachwuchs/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/16/blauer-elefant-erhaelt-nachwuchs/">Blauer Elefant mit Nachwuchs</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Swisscom mischt neu bei den mobilen News mit. Die Inhalte von Bluewin.ch gibt es jetzt als Smartphone-App. Vor zwei Jahren sollte die Marke beerdigt werden. Dank Inhalten von Teleclub verfügt Swisscom über attraktiven Content.<br />
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Man stelle sich vor: Eine Branchengrösse stösst mit einem neuen Angebot auf ein zukunftsträchtiges Feld vor, das andere für sich beanspruchen und gegen Eindringlinge mit Klauen und Zähnen verteidigen. In der Regel sorgt das für Aufsehen, manchmal sogar für Aufregung. Erstaunlicherweise war bisher nicht der Fall, seit Swisscom unter der Marke Bluewin ins mobile Newsgeschäft vordringt.</p>
<p>Nun handelt es sich bei Swisscom um ein Unternehmen mit einem gewissen Bekanntheitsgrad. Der aus dem Staatsbetrieb PTT hervorgegangene Telekom-Riese nimmt auch heute noch als privates Unternehme mit dem Mehrheitsaktionär Eidgenossenschaft eine Sonderstellung am Markt ein. Darum, und wegen seiner schieren Grösse, bleibt selten eine seiner Bewegungen unkommentiert. Bluewin dagegen, die wiederintegrierte Swisscom-Tochter, zählt in der schweizerischen Telekom- und IT-Welt zum Grundinventar; es ist einfach da, weil es schon immer da war. Auch darum interessiert vermutlich weniger, was Bluewin alles anstellt.</p>
<p>In den letzten Jahren sah es gar danach aus, als wolle Swisscom die Kult-Marke nicht mehr weiterpflegen. «Das Fenster schliesst sich, Swisscom leitet das Ende der Marke ‹Bluewin› ein», schrieb 2009 die Basler Zeitung und der gleiche Journalist <a href="http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/aktuell/2871/" target="_blank" rel="noopener">doppelte 2013 nach</a>: «Bluewin ade: Das Fenster schliesst sich». So weit kam es nicht. Seit zwei Jahren arbeitet Swisscom an der Renaissance von Bluewin als Unterhaltungs- und Nachrichtenportal (<a href="https://medienwoche.ch/2013/02/01/der-blaue-elefant-im-raum/" target="_self">die MEDIENWOCHE berichtete</a>). 32 Redaktorinnen und Redaktoren <a href="http://www.bluewin.ch/de/footer-infos/ueber-swisscom-bluewin.html" target="_blank" rel="noopener">beschäftigt Swisscom für das Portal</a>.</p>
<p>Seit Ende Februar bespielen sie mit ihren Inhalten auch <a href="https://itunes.apple.com/ch/app/bluewin-app/id958972113?mt=8" target="_blank" rel="noopener">eine App</a> für Iphone und <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=ch.swisscom.bluewin" target="_blank" rel="noopener">Android</a>. Das Angebot hat auf Anhieb ein Publikum gefunden. Auf der Rangliste der am meisten heruntergeladenen Apps belegte die Swisscom-Anwendung vorübergehend Rang zwei und drängte sich zwischen die Platzhirsche 20 Minuten und Blick. In den ersten drei Monaten, also bis Ende Mai, erhofft sich Swisscom 200’000 Downloads. Zum Vergleich: Die App von 20 Minuten zählte vor einem halben Jahr bereits 2,4 Millionen Downloads. In dieser Liga wird Bluewin mit den bestehenden Ressourcen nicht mitspielen.</p>
<p>Die App bildet die Inhalte der Website bluewin.ch identisch ab. Redaktionelle Eigenleistungen speziell für die mobile Nutzung gibt es keine. «Die App bietet nicht inhaltliche Mehrwerte im engeren Sinne», teilt eine Swisscom-Sprecherin auf Anfrage mit. In der Tat kommt das Nachrichtenangebot für unterwegs einigermassen bescheiden daher.</p>
<p>Einziges exklusives Feature im Vergleich mit dem webbasierten bluewin.ch ist die Möglichkeit zur Personalisierung. «So schafft man sich mit wenigen Klicks einen eigenen Newsstream und kann individuell Push-Nachrichten einrichten», erklärt Swisscom Sprecherin Ruby-Stella Stevens. Wobei man sagen muss, dass sich diese Funktion reichlich rudimentär ausnimmt, weil die Auswahl an Nachrichten wenig strukturiert und dünn daherkommt. Das sei durchaus so gewollt, heisst es von Swisscom. «In diesen Bereichen [News und Politik] sehen wir uns nicht als Content-Produzenten, sondern als neutralen Inhaltedistributor», schreibt Sprecherin Stevens. Der inhaltliche Fokus liege auf Sport und Unterhaltung sowie digitale Gadget und Lifestyle-Themen.</p>
<p>Beim Sport verfügt Bluewin über attraktives Bildmaterial von Teleclub, das der <a href="https://www.swisscom.ch/de/about/medien/press-releases/2013/05/20130502_MM_Cinetrade.html" target="_blank" rel="noopener">Swisscom-Tochter Cinetrade</a> gehört. Wenn Xherdan Shaqiri für Inter Mailand spielt, sieht der App-Nutzer die entscheidenden Szenen des Spiels. Bilder, die zum Beispiel Blick.ch nicht zeigt oder wenn, sie sich irgendwie aus dem Web beschaffen muss. Die Teleclub-Clips taugen nicht nur ideal als mobiler Content, sondern dienen auch als Werbung für die Pay-TV-Abonnemente.</p>
<p>Im Kerngeschäft Sport und TV verfügt Bluewin über gute Karten. Den Argwohn der sonst durchaus streitfreudigen Verleger konnte Swisscom damit bisher nicht wecken. Seit Jahren werfen sie zwar ein kritisches Auge auf die Aktivitäten der staatsnahen Swisscom. Aber Forderungen des Verbands Schweizer Medien nach Begrenzung oder gar Verbot der Bluewin-News gibt es aber keine. Im Gegensatz zur viel gescholtenen SRG verkauft Bluewin online attraktive Werbeplätze, daran stören sich die Verleger offenbar nicht. Eine Anfrage zum Thema beim Verband blieb bis dato unbeantwortet.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/16/blauer-elefant-erhaelt-nachwuchs/">Blauer Elefant mit Nachwuchs</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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