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	<title>Christian Unger | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Einer aus der Familie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 11:52:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Unger]]></category>
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		<category><![CDATA[Frank A. Meyer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit zwei Tagen ist Marc Walder CEO von Ringier. Er folgt auf Christian Unger, der nach drei Jahren die Spitze des Unternehmens bereits wieder verlässt. Überraschend an der Personalie ist nur der Zeitpunkt. Dass Walder einmal an der Spitze von Ringier stehen würde, hat sich in den letzten Jahren abgezeichnet. Mit der Medienmitteilung am letzten <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/07/einer-aus-der-familie-2/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/04/logo_ringier.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Seit zwei Tagen ist Marc Walder CEO von Ringier. Er folgt auf Christian Unger, der nach drei Jahren die Spitze des Unternehmens bereits wieder verlässt. Überraschend an der Personalie ist nur der Zeitpunkt. Dass Walder einmal an der Spitze von Ringier stehen würde, hat sich in den letzten Jahren abgezeichnet.<br />
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Mit der Medienmitteilung am letzten Donnerstag war die Amtsübergabe <a href="http://www.ringier.com/de/medien/medienmitteilungen/neuer-ceo-bei-der-ringier-ag" target="_blank">bereits vollzogen</a>. Marc Walder, bisher verantwortlich für das Geschäft in der Schweiz und Deutschland, steht ab sofort als CEO an der Spitze des globalen Medienkonzerns Ringier.</p>
<p>Walders Vorgänger Christian Unger schreibt auf seiner Webseite, es sei für ihn der richtige Zeitpunkt, <a href="http://www.christian-unger.com/neuer-ceo-bei-der-ringier-ag/" target="_blank">«neue Aufgaben anzunehmen»</a>. Auch von offizieller Seite war bisher nichts zu den Gründen für den überraschenden Führungswechsel zu erfahren; nur ein dürres Communiqué ohne Würdigung und Dankesworte für die Leistungen des bisherigen CEO, als wolle man die Ära Unger möglichst schnell vergessen machen.</p>
<p>Der Abgang Ungers überrascht insofern, als dass der bisherige Ringier-CEO bei seinem Amtsantritt 2009, <a href="http://www1.smd.ch/SmdDocuments/?allParmsX=rWZcWEtd0ZihomJ0Df9YKVEcR6RvhT87hQKl2ONpRA9GGtI6K9jpmkZyOYR50cc*tme4m6rYsqnSWLbwkkmrrw65*I1RyxNOQ4Eu4E3qdpOv5hRTrXEeIukZH7Es92kdwYnqJy2wluoG0ryOCrqHYls4PdfJZW1De3nAmLi*v-w%3D&amp;allParmsXCRC=1663366200&amp;aktion=documentsDownload&amp;newLocale=de" target="_blank">der Sonntagszeitung sagte</a>, «sehr viel länger als nur zwei oder drei Jahre» für Ringier arbeiten zu wollen. Nun waren es nur drei Jahre. Offensichtlich hat Unger die Erwartungen an die Dauer seiner Amtszeit drastisch nach unten korrigiert – oder korrigieren müssen.</p>
<p>Einer der Gründe dafür heisst Marc Walder. Wer den Karriereverlauf des früheren Tennisprofis als Journalist und späterer Manager bei Ringier anschaut, erkennt nur eine Richtung: Nach oben. Nun ist er ganz oben angekommen. Insofern vermag höchstens der Zeitpunkt zu überraschen, nicht aber der Umstand, dass Walder irgendwann an der Spitze von Ringier stehen würde.</p>
<p>Als er vor einem Jahr danach gefragt wurde, ob er als nächstes den Posten von Unger übernehmen werde, beantwortet  Walder die Frage ausweichend <a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/die-ringnier-strategie/" target="_blank">und sagte nur</a>, dass er sehr glücklich sei und sich «in der spannendsten und zufriedenstellendsten Situation meines Berufslebens» befinde.</p>
<p>Mit Marc Walder steht nun jemand an der Spitze von Ringier, der der Verlegerfamilie sehr nahe steht. Den Verleger Michael Ringier kennt Walder seit dreissig Jahren. Deshalb gebe es eine persönliche und berufliche Komponente, die sie aber zu trennen wüssten. Die Nähe zum Verleger, sowie – noch wichtiger – die unternehmensinterne Karriere, sind denn auch die augenfälligen Unterschiede zum zurückgetretenen Christian Unger, der als externer Manager zu Ringier gekommen war. Damit war Unger eine grosse Ausnahme an der Spitze des Konzerns. Der letzte Spitzenmann ohne Stallgeruch war Peter Schneeberger Mitte der 1980er Jahre. Danach folgten mit Michael Ringier, Oscar Frei und Martin Werfeli alles Figuren mit langjähriger Ringier-Karriere.</p>
<p>Sicher nicht nachteilig wirkt sich für Walder aus, dass er es mit der grauen Eminenz von Ringier, dem Publizisten Frank A. Meyer, gut kann. Woche für Woche trinken die beiden zusammen einen Espresso, plaudern über Gott und die Welt und veröffentlichen das Gespräch als Interview in der Schweizer Illustrierten. Diese Nähe suchte Unger nicht. Im Gegenteil. Nach seinem Amtsantritt <a href="http://blog.persoenlich.com/?p=452" target="_blank">bezeichnete Unger Meyer</a> als «einen Journalisten, mittlerweile pensioniert, der in Berlin lebt», nachdem dieser versucht hatte, dem neuen CEO den Tarif durchzugeben.</p>
<p>Bei allen atmosphärischen und zwischenmenschlichen Komponenten bleibt für die Berufung an die Spitze der unternehmerische Leistungsausweis ausschlaggebend. Den hat sich Walder mit dem Umbau von Ringiers Schweizer Geschäfts vom Medien- zum integrierten Unterhaltungskonzern erworben. Ein Weg, der sich auch für das globale Geschäft anbietet, zumal Ringier schon heute sein Geld im Ausland  nicht nur mit Zeitungen und Zeitschriften verdient. Events, Sport und Stars, die drei Säulen, auf denen Ringier in der Schweiz sein Unterhaltungsgeschäft abstützt, kennen keine Grenzen.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/07/einer-aus-der-familie-2/">Einer aus der Familie</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ringier und die Pressefreiheit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/02/14/ringier-und-die-pressefreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[René Worni]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 12:26:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orban]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Unger]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
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		<category><![CDATA[Frank A. Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor knapp einer Woche meldete die SDA, die linksliberale ungarische Zeitung Nepszabadsag habe eine Verfassungsklage gegen das umstrittene Mediengesetz in Ungarn eingereicht. Die Meldung ging unkommentiert im Tagesgeschäft der Schweizer Medien unter, zumal die Agentur verschwieg, dass Nepszabadsag zu rund 70 Prozent dem Ringier Verlag gehört. Nicht einmal der Blick hielt es für nötig, auf <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/14/ringier-und-die-pressefreiheit/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/14/ringier-und-die-pressefreiheit/">Ringier und die Pressefreiheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor knapp einer Woche meldete die SDA, die linksliberale ungarische Zeitung <a href="http://hungarianvoice.wordpress.com/2011/02/09/nepszabadsag-klage-gegen-mediengesetz/" target="_blank">Nepszabadsag habe eine Verfassungsklage</a> gegen das umstrittene Mediengesetz in Ungarn eingereicht. Die Meldung ging unkommentiert im Tagesgeschäft der Schweizer Medien unter, zumal die Agentur verschwieg, dass Nepszabadsag zu rund 70 Prozent dem Ringier Verlag gehört.<br />
<span id="more-28721"></span><br />
Nicht einmal der Blick <a href="http://www.blick.ch/news/ausland/verfassungsklage-gegen-ungarns-mediengesetz-106515" target="_blank">hielt es für nötig</a>, auf die Mehrheitsbeteiligung seines Mutterhauses hinzuweisen. Das ist erstaunlich, denn Ringier ist in Ungarn immerhin der bedeutendste Printverleger noch vor Axel Springer, mit dem sich das Verlagshaus im vergangenen Sommer zu einer gigantischen Ostholding (4800 Angestellte, Umsatz 414 Millionen Euro) verbrüdert hat. Seit 1994 ist Ringier in Ungarn präsent und beschäftigt heute über 1500 Angestellte, gibt zwölf Zeitungen und Zeitschriften heraus, darunter mit Blikk die auflagenstärkste und betreibt unzählige Internetseiten. Müsste es nicht das Uranliegen eines erfolgreichen Medienhauses sein, jede Bedrohung des Grundrechts der Pressefreiheit mit öffentlichem Protest zu parieren?</p>
<p>An der Dufourstrasse hält man sich bedeckt. Weder Konzernchef Christian Unger noch der für Ringier Zentraleuropa verantwortliche Florian Fels sind für eine Stellungnahme zugänglich. Nicht einmal Ringiers publizistisches Gewissen in Berlin, Frank A. Meyer, liess sich bisher öffentlich zu Ungarn vernehmen, einer, dem sonst schnell der Hals anschwillt, wenn journalistische Maximen bekräftigt sein wollen. In einer offiziellen Stellungnahme von Ringier heisst es: Ringier analysiere die medienpolitische Situation vor Ort «sehr genau» und verfolge die Entwicklung «mit Sorge». Und weiter: «Es ist aber noch zu früh, um die konkreten Auswirkungen des neuen Mediengesetzes auf unsere Medien und auf die Arbeitsbedingungen der Journalistinnen und Journalisten beurteilen und kommunizieren zu können.»</p>
<p>Die Auswirkungen sind jedoch schon längst da. «Eigentlich hätten wir den Staat zu kontrollieren, doch jetzt ist es umgekehrt, der ungarische Staat kontrolliert die Presse», sagte Karoly Vörös, Chefredaktor von Nepszabadsag bereits <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/ungarn143.html" target="_blank">im Januar im Norddeutschen Rundfunk</a>. Seit dem Machtantritt von Viktor Orban vor neun Monaten stehen Ungarns Medien im Schwitzkasten des Ministerpräsidenten und seiner rechtsnationalen Partei Fidesz. So wurde das  Personal in den Redaktionen von Ungarns öffentlich-rechtlichem Rundfunk schrittweise ausgetauscht und in einem einzigen Medienunternehmen zentralisiert. Mit dem neuen Mediengesetz, das am 1. Januar in Kraft getreten ist, kann die Regierung direkt über den von ihr bestellten Medienrat missliebige Beiträge sanktionieren und ihre Urheber mit Geldbussen von mehreren 100 000 Euro bestrafen oder sie zur Offenlegung der Quellen zwingen. Das schüchtert ein. Die Verhaltensmassregeln des 228 Paragraphen umfassenden Regelwerkes sind laut Beobachtern schwammig formuliert und öffnen der behördlichen Willkür alle Schleusen. Sanktionen sollen indes erst ab dem 1. Juli verhängt werden. Dann gibt Ungarn den Vorsitz im EU-Ministerrat ab und tritt aus dem Rampenlicht Europas zurück. Derzeit prüft die EU das Gesetz.</p>
<p>Der Eindruck könnte entstehen, Ringier komme die Verfassungsklage des streitbaren Chefredaktors Karoly Vörös und seiner Leute gerade recht und das Schweizer Unternehmen lasse sich nur zu gern die Kohlen von der einheimischen Stiftung Szabad Sajto Alapitvangy (Stiftung Freie Presse), welche die Minderheit an dem Blatt hält, aus dem Feuer holen. Ringier-Mediensprecher Kaspar Haffner widerspricht: «Die Klage stammt vom Minderheitsbesitzer und ist insofern unabhängig von der Ringier AG. Die freie und unabhängige Berichterstattung ist die Basis unserer Tätigkeit und wir würden jede Einschränkung der Medienfreiheit in Ungarn verurteilen.» Ringier begrüsse die Prüfung durch die EU-Gremien und erwarte das abschliessende Ergebnis mit Spannung. Zu denkbaren Massnahmen will sich Haffner zum jetzigen Zeitpunkt nicht äussern. Ringiers Position ist dabei nicht gerade komfortabel, um bei den Behörden allzu laut auf die Garantie der Pressefreiheit zu pochen, denn die ungarische Kartellbehörde hat das Joint Venture mit Axel Springer noch nicht abgesegnet.</p>
<p>Die Zurückhaltung deckt sich weitgehend mit derjenigen weiterer in Ungarn führender ausländischer Medienhäuser. Den grössten Marktanteil beim Fernsehen hält RTL gefolgt von Pro7Sat1. Im Printbereich führend sind Ringier, vor Axel Springer und der WAZ-Gruppe. Wer mit der Macht quasi im Boot sitzt und von ihr ideale Rahmenbedingungen für sein Medium will und diese auch bekommt, zum Beispiel für Werbung und Productplacement, der hat keinen Anlass zu protestieren. «Die Medien haben bekommen, was sie wollten», sagte Attila Mong, ehemaliger Moderator von Radio MR1-Kossuth <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/ungarn143.html" target="_blank">in einem Beitrag des Norddeutschen Rundfunks Mitte Januar</a>. Mong hatte unmittelbar nach der Verabschiedung des Gesetzes im vergangenen Dezember mit einer Schweigeminute protestiert und wurde deshalb zusammen mit einem Kollegen von seinem Sender entlassen. Die grossen Häuser hoffen deshalb lieber auf die Prüfergebnisse der EU. Es liege zunächst am lokalen Management, sich zur Politik des Landes zu äussern, liess sich zum Beispiel die RTL-Gruppe im selben NDR-Beitrag vernehmen. Den Kampf für die Pressefreiheit überlässt man also lieber den Kollegen vor Ort, denn allzu lauter Protest könnte das flotte Ostgeschäft trüben. Pressefreiheit? In Zeiten, wo Medienhäuser zu Unterhaltungskonzernen mutieren, sollten entsprechende Beteuerungen – so sie denn fallen – mit angemessener Vorsicht betrachtet werden.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/02/14/ringier-und-die-pressefreiheit/">Ringier und die Pressefreiheit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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