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	<title>clack.ch | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
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		<title>Wer hat, dem wird gegeben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 10:17:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die beiden Tamedia-Nachrichtenportale 20 Minuten Online und Newsnetz wirken wie Magnete: Dank ihrer Grösse und Marktmacht erhalten sie nun sogar Artikel zur Veröffentlichung geschenkt. Sowohl Infosperber, eine gemeinnützige Plattform, als auch Clack, ein Online-Magazin für Frauen, überlassen den Branchenleadern Texte zur Gratisveröffentlichung. Als Gegenleistung geben sie sich mit Links auf ihre Websites zufrieden. Ein Geschenk <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/16/wer-hat-dem-wird-gegeben/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" alt="" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/08/geschenk.jpg" class="alignleft" width="120" height="116" /> Die beiden Tamedia-Nachrichtenportale 20 Minuten Online und Newsnetz wirken wie Magnete: Dank ihrer Grösse und Marktmacht erhalten sie nun sogar Artikel zur Veröffentlichung geschenkt. Sowohl Infosperber, eine gemeinnützige Plattform, als auch Clack, ein Online-Magazin für Frauen, überlassen den Branchenleadern Texte zur Gratisveröffentlichung. Als Gegenleistung geben sie sich mit Links auf ihre Websites zufrieden.<br />
<span id="more-28905"></span><br />
Ein Geschenk lehnt man natürlich nicht ab. Erst recht nicht, wenn es sich dabei um Qualitätsware handelt. Das müssen sich auch die Verantwortlichen der Online-Portale 20 Minuten Online und Newsnetz gedacht haben. Sie befinden sich in der glücklichen Lage, dass sie von externen Plattformen journalistische Beiträge zur kostenlosen Zweitveröffentlichung erhalten. Zwar handelt es sich in beiden Fällen erst um einen Testbetrieb, was aber dieses Kooperationsmodell nicht weniger problematisch macht.</p>
<p>Der Deal läuft folgendermassen: 20 Minuten Online veröffentlicht <a href="http://www.20min.ch/finance/news/story/Athen-nimmt-Schweizer-Banken-ins-Visier-12654854" target="_blank"> ausgewählte Artikel von Infosperber </a>und bedankt sich mit einem Link auf die Website der <a href="http://infosperber.ch/" target="_blank">gemeinnützigen Plattform für unabhängigen Journalismus</a>. «In der Zusammenarbeit zwischen Infosperber und 20 Minuten Online sind keine Geldflüsse vorgesehen», teilt Hansi Voigt, Chefredaktor von 20 Minuten Online, auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit. Eine komfortable Situation: Voigt erhält hochwertige Texte für sein Portal und muss dafür keinen Rappen bezahlen, obwohl es sich das rentable Portal locker leisten könnte, den Autoren ein anständiges Honorar für die Zweitverwertung ihrer Texte zu entrichten.</p>
<p>Nicht anders sieht es bei der – vorerst auf die Sommermonate beschränkten – <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/serie/clack-kooperation/s.html" target="_blank">Kooperation von Clack mit dem Newsnetz</a> aus. Auch hier fliesst kein Geld, erklärt Nicole Althaus, Gründerin und Autorin des <a href="http://clack.ch/" target="_blank">«Online-Magazins für Frauen»</a>. Ein Link als Entschädigung muss reichen. Die Macherinnen und Macher von Clack hätten einstimmig gefunden, dass es sich lohne, auf diese Weise das eigene Magazin bekannter zu machen, so Althaus weiter. «Nach zwei Monaten werden wir eine erste Bilanz ziehen, und schauen, was die Zusammenarbeit beiden Seiten bringt.»</p>
<p>Bei Infosperber und 20 Minuten Online hat die Zusammenarbeit eben erst begonnen; sie läuft vorerst bis Ende Jahr im Rahmen einer Testphase. Dann wollen die beiden ungleichen Partner ihre Zusammenarbeit evaluieren. Um eine geldwerte Entschädigung dürfte es auch dannzumal nicht gehen. Für Infosperber liegt der Kern der Kooperation bei der Werbung für das eigene Angebot auf einer gut frequentierten Plattform. «Die Zusammenarbeit mit 20 Minuten Online macht einzelne Artikel einem breiteren Publikum bekannt und die mehrfache Verlinkung auf Infosperber wird unseren Bekanntheitsgrad erhöhen», teilt Urs P. Gasche, Initiator und Autor der unabhängigen und gemeinnützigen Online-Plattform, auf Anfrage der MEDIENWOCHE mit.</p>
<p>Was die Finanzierung von unabhängigem Online-Journalismus angeht, zeigt man sich bei Infosperber pragmatisch. So sind die Autorinnen und Autoren frei, ihre Beiträge anderen Medien gegen Honorar anzubieten. Infosperber besteht nicht auf der Erstpublikation. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es aber anders aus, wie Urs P. Gasche weiss: «Unsere Autorinnen und Autoren gehen aufgrund ihrer Erfahrungen davon aus, dass ihre Beiträge wegen des Inhalts oder der Form in der Regel keine zahlenden Abnehmer finden würden.»</p>
<p>Wenn nun als Konsequenz dieser Erfahrungen ausgerechnet Tamedia journalistische Leistungen geschenkt erhält, ein Verlag, der in den letzten Jahren die Budgets für freie Mitarbeiter zusammengestrichen hat, entbehrt das nicht einer gewissen Tragik. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sich Infosperber als «gemeinnützige Plattform» versteht, «deren Inhalte unverändert und mit Quellenangabe der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.» 20 Minuten Online ist erst in zweiter Linie «Öffentlichkeit». Zuerst ist es Teil eines börsennotierten und gewinnorientierten Medienunternehmens. Dem verlagsunabhängigen Journalismus, der seit ein paar Jahren im Netz eine neue Blüte erlebt und nach tragfähigen Finanzierungsmodellen sucht, erweisen solche Gratis-Partnerschaften einen Bärendienst.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/08/16/wer-hat-dem-wird-gegeben/">Wer hat, dem wird gegeben</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Lokale kommt zu kurz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 10:12:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[clack.ch]]></category>
		<category><![CDATA[finews.ch]]></category>
		<category><![CDATA[journal 21]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwar werden nahezu im Wochentakt Nachrichtenmedien im Netz gegründet. Aber keines der neuen Online-Angebote richtet seinen Blick aufs Lokale. Der Raum für Alternativen zum bestehenden Lokaljournalismus wäre aber durchaus vorhanden. Ins Jammern und Lamentieren über den Zustand der Medien mischen sich langsam aber sicher optimistische Zwischentöne. Zumindest bei denjenigen, die in der Krise eine Chance <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/08/das-lokale-kommt-zu-kurz/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar werden nahezu im Wochentakt Nachrichtenmedien im Netz gegründet. Aber keines der neuen Online-Angebote richtet seinen Blick aufs Lokale. Der Raum für Alternativen zum bestehenden Lokaljournalismus wäre aber durchaus vorhanden.<br />
<span id="more-1737"></span><br />
Ins Jammern und Lamentieren über den Zustand der Medien mischen sich langsam aber sicher optimistische Zwischentöne. Zumindest bei denjenigen, die in der Krise eine Chance sehen und selbst das Heft in die Hand nehmen. Lang ist die Liste der Neugründungen von Informationsmedien in der Schweiz, und sie wird immer länger. Vor einer Woche hat <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/29/journalismu-ohne-geschaftsmodell/" target="_blank">das Magazin Infosperber</a> das Licht der Medienwelt erblickt. Zu aktuellen Brennpunkten des Weltgeschehens, wie der Atomkatastrophe in Japan oder den gesellschaftlichen Umschichtungen in Nordafrika, liefert das neue Magazin kompetent und tagesaktuell Hintergrundbeiträge. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch <a href="http://journal21.ch/" target="_blank">Journal 21</a>. Das vor einem halben Jahr gegründete Online-Magazin aus dem Umfeld ehemaliger und inzwischen pensionierter Radio- und Fernsehmitarbeiter hat ein starkes aussenpolitisches Profil.</p>
<p>Bei aller Kompetenz der Autoren und der thematischen Vielfalt ihrer Beiträge sticht doch bei beiden Neugründungen ein Mangel ins Auge: Regionale Themen finden sich weder bei Infosperber noch im Journal 21. Damit sind sie nicht alleine. Sämtliche neu lancierten journalistischen Plattformen und Projekte im Netz – und es sind nicht wenige – lassen das Lokale links liegen. Zwar gibt es inzwischen eine reichhaltige Palette an jungen und (verlags)unabhängigen Alternativmedien, vom digitalen Feuilleton namens Neuland, über das Lifestyle- und Frauenmagazin <a href="http://clack.ch" target="_blank">clack.ch</a> bis zur Finanzplattform <a href="http://finews.ch" target="_blank">finews.ch</a>.</p>
<p>Worauf Medienkonsumenten aber weiterhin warten, die mit den Leistungen ihrer Leibblätter nicht mehr zufrieden sind, sind Alternativen zur Regionalzeitung. Ausser der löblichen Ausnahme des Einmannbetriebs <a href="onlinereports.ch" target="_blank">onlinereports.ch</a> in Basel, die aber nicht mehr als die Regel bestätigt, existieren keinerlei vergleichbare Angebote in anderen Städten oder Regionen der Schweiz.</p>
<p>Raum für Alternativen und ergänzende Angebote zu den bestehenden Regionalzeitungen besteht durchaus, wie auch die Forschung bestätigt. «Für die Regionalberichterstattung gibt es in der Regeln nebst der Regionalzeitung keine valable Alternative», heisst es in der aktuellen Studie <a href="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2011/04/Meier+et+al+Bakom+Schlussbericht+13-1-2011.pdf" target="_blank">«Pluralismus und Vielfalt in Regionalzeitungen»</a>. Über die Gründe für das Fehlen solcher Angebote, schweigen sich die Medienwissenschaftler aber aus.</p>
<p>Erklärungen für die Absenz des Lokaljournalismus im aktuellen Gründungsboom von Online-Medien gibt es aber durchaus. Praktisch alle neuen Magazine und Plattformen werden ehrenamtlich und ohne Geschäftsmodell betreiben, das diesen Namen verdient. Journalismus wird hier weitgehend als Hobby praktiziert: Die Vorlieben der Autoren und das im Berufsleben erworbene Fachwissen stehen im Vordergrund. Nun gibt es Expertinnen für Stilfragen, Fachleute für Fussball, Kennerinnen der Aussen- und Innenpolitik, die in den neuen Medien ihrer Leidenschaft frönen und endlich das tun können, was in ihrem Beruf als angestellte Medienschaffende im besten Fall als Kür gefragt ist. Lokaljournalismus dagegen ist eine Querschnittsaufgabe. Er beobachtet Politik, Kultur, Gesellschaft, ja das ganze Leben, das sich in einem Mikrokosmos abspielt. Eine Spezialisierung ist im Lokalen höchstens handwerklich möglich, nicht aber thematisch. Ausserdem geniesst der Lokaljournalismus, obwohl er zurecht als eine der härtesten Disziplinen in den Medien gilt, weiterhin den Ruf als Tummelfeld für Einsteigerinnen und Anfänger. Die meisten Journalisten, die im «Lokalen» beginnen, streben irgendwann einmal nach Höherem. Wer sich erst einmal in die Dossiers der grossen Politik eingearbeitet hat, kehrt nicht mehr als Berichterstatterin an die Gemeindeversammlung zurück. Auch nicht für unabhängige Online-Medien.</p>
<p><em>Dieser Artikel ist zuerst in der Wochenzeitung WoZ erschienen.</em></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/04/08/das-lokale-kommt-zu-kurz/">Das Lokale kommt zu kurz</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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