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	<title>Cover | MEDIENWOCHE</title>
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	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 22 Jun 2017 07:09:44 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Im Wettbewerb um das härteste Cover</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/05/22/im-wettbewerb-um-das-haerteste-cover/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Cover]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Trump als IS-Killer, Erdoğan als Teufel persönlich: Magazine überbieten sich derzeit weltweit bei der Schärfe ihrer Titelseiten. Über Lust und Last, in politischen Zeiten Cover zu gestalten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Trump als IS-Killer, Erdoğan als Teufel persönlich: Magazine überbieten sich derzeit weltweit bei der Schärfe ihrer Titelseiten. Über Lust und Last, in politischen Zeiten Cover zu gestalten.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/05/22/im-wettbewerb-um-das-haerteste-cover/">Im Wettbewerb um das härteste Cover</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Wenn man das Halszäpfchen sieht</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2017/02/05/wenn-man-das-halszaepfchen-sieht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[René Zeyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2017 15:42:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Cover]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Joffe]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Jakob Augstein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das jüngste «Spiegel»-Cover mit dem US-Präsidenten in der Pose eines IS-Schlächters markiert den vorläufigen Tiefpunkt einer hysterischen Anti-Trump-Manie. Doch das Nachrichtenmagazin steht damit nicht allein. Damit begeben sich diese Medien selbst auf das Niveau, das sie mit ihrem Gezeter anzuprangern vorgeben. Der Träger eines grossen Namens im «Spiegel» kann sich noch steigern. Während das deutsche <a href="https://medienwoche.ch/2017/02/05/wenn-man-das-halszaepfchen-sieht/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das jüngste «Spiegel»-Cover mit dem US-Präsidenten in der Pose eines IS-Schlächters markiert den vorläufigen Tiefpunkt einer hysterischen Anti-Trump-Manie. Doch das Nachrichtenmagazin steht damit nicht allein. Damit begeben sich diese Medien selbst auf das Niveau, das sie mit ihrem Gezeter anzuprangern vorgeben.<br />
<span id="more-33103"></span><br />
Der Träger eines grossen Namens im «Spiegel» kann sich noch steigern. Während das deutsche Nachrichtenmagazin nach der Wahl Trumps «Das Ende der Welt» kommen sah, behauptete Jakob Augstein, dass in den USA der «Faschismus die Macht ergriffen habe» und begründete es damit, dass Trump «ein Faschist» sei. Viel mehr geht da nicht, ausser noch, nachgelegt von Augstein: «Donald Trump hat damit begonnen, die amerikanische Demokratie in eine Diktatur zu verwandeln.» Passend dazu legt auch der «Spiegel» selbst noch einen drauf. Das aktuelle Titelblatt zeigt eine brüllende Trump-Figur in Dschihadisten-Pose mit blutigem Messer in der Hand, der gerade die Freiheitsstatue geköpft hat und ihr blutendes Haupt triumphierend in der Hand hält. Damit verabschiedet sich das deutsche Nachrichtenmagazin in seinem 70. Jahrgang davon, noch ernst genommen zu werden.</p>
<p>Selbst die «Zeit» steht dem in nichts nach. Dr. Josef Joffe, der Herausgeber des deutschen Blatts der gepflegten Schreibe und des unaufgeregten Nachdenkens, antwortet auf die Frage, wie man Trump aus dem Amt entfernen könne: «Mord im Weissen Haus zum Beispiel.» Wie lässt sich das noch steigern? Das Problem all dieser Trump-Kritiker ist: Wenn man das ganze Vokabular an Beschimpfungen, Kritik, ja selbst an Androhung von Gewalt durch hat, was kann dann noch kommen? Wenn bei der Erwähnung des Namens Trump sofort Gehirnstarre und intellektuelle Schnappatmung einsetzt, wenn man in Äusserungen des Unmuts bereits das Halszäpfchen sieht, weil sie dermassen herausgekräht werden, dann ist kein Platz mehr für Reflexion, Einordnung, Analyse.</p>
<p>Da weder Faschismus noch Diktatur in den USA ausgebrochen sind, da es nicht angehen kann, das Ergebnis demokratischer Wahlen mit Gewalt beantworten zu wollen, geht unsere einzige Methode verloren, mit der wir durch Erkenntnisgewinn eine Verbesserung unserer Lebensumstände bewirken können. Die Methode der Aufklärung, die Realität so gut wie möglich zu analysieren und so vernünftig wie möglich das Voranschreiten zu besseren Zuständen zu befördern. Stattdessen wird nur im wahrsten Sinne des Wortes das konfliktiv-sprunghafte Verhalten des neuen Präsidenten gespiegelt, auf dem gleichen erbärmlichen intellektuellen Niveau, das ihn auszeichnet.</p>
<p>Als aktuelles Beispiel dafür eignet sich sein Dekret, die Einreise von Bürgern von sieben moslemisch geprägten Staaten zeitweise zu untersagen. Es war ein Schnellschuss, sorgte für Chaos und Unsicherheit und wurde von den durchaus funktionieren Organen des US-Rechtsstaats zuerst teilweise, dann durch einen republikanischen Bundesrichter vorläufig total kassiert. Trump und seine Berater haben offenbar vor der Aufgabe versagt, eine «executive order», mit der ein US-Präsident regieren darf, so zu formulieren, dass sie umsetzbar ist und einer juristischen Überprüfung standhält. Das ist die Realität, und sie zeigt auch, dass das System von «checks and balances», also die fein austarierte gegenseitige Kontrolle der Staatsorgane in den USA, funktioniert.</p>
<p>Der Erfolg der Präsidentschaft Trumps, die zudem erst wenige Tage alt ist, hängt davon ab, ob er seine Wahlversprechen, seinen Slogan «Make America Great Again» einlösen kann. Den US-Wähler interessiert dabei das Geschrei der Medien oder die kritischen Einwürfe europäischer Politiker schlichtweg einen Dreck. Der von Existenzangst und Arbeitsplatzverlust bedrohte US-Mittelstand ist nur daran interessiert, ob es ihm unter Trump spürbar besser geht, er seinen amerikanischen Traum, oder eine Nummer kleiner sein Streben nach seinem individuellen kleinen Glück, mithilfe Trumps realisieren kann oder nicht.</p>
<p>Die Berichterstatterpflicht unserer Medien müsste darin bestehen, diese Frage zu beantworten. Zumindest Analysen und Einordnungen zu liefern, ob Trumps Massnahmen dazu beitragen werden oder nicht. Stattdessen Trump als blutrünstiger Schlächter, Amok, psychisch Gestörter, wie namhafte Psychiater per Ferndiagnose sich nicht entblöden zu konstatieren. Das ist wahrlich Analyse auf Trump-Niveau. Es ist schlimmer: erbärmlich, dumm, verlogen, falsch und tödlich für die Bedeutung der sogenannten Vierten Gewalt. Die grössten Triumphe Trumps erzielt er bislang im Lager seiner Gegner.</p>
<p>Die bisherigen Äusserungen und Handlungen von Präsident Trump erwecken den Anschein, dass er ein intellektueller Tiefflieger und jemand ist, der schneller spricht und handelt als denkt. Aber er schafft es, die versammelte Intelligenzia, die Meinungsführer, grossen Denker und auch viele Politiker auf sein Niveau runterzuziehen. Und auf diesem Niveau ist er ihnen allen einwandfrei überlegen. Einfach unfassbar.</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2017/02/05/wenn-man-das-halszaepfchen-sieht/">Wenn man das Halszäpfchen sieht</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kaum Mittel gegen Zweckentfremdung</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/06/04/kaum-mittel-gegen-zweckentfremdung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jun 2012 14:24:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Laif]]></category>
		<category><![CDATA[Roma]]></category>
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		<category><![CDATA[Jann Jenatsch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch nachdem die Zürcher Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen die Weltwoche wegen des Roma-Covers eröffnet hat, verteidigt Chefredaktor Roger Köppel das umstrittene Motiv als legitimes Symbolbild. Im laufenden Verfahren geht es um den Rassismusvorwurf. Die Zweckentfremdung des Bildes steht auf einem anderen Blatt. Solche missliebige Verwendung kennen Fotografen und Agenturen nur zu gut. Doch es gibt <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/04/kaum-mittel-gegen-zweckentfremdung/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/04/kaum-mittel-gegen-zweckentfremdung/">Kaum Mittel gegen Zweckentfremdung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/06/wewo_cover_roma.jpg" alt="" width="120" height="120" /> Auch nachdem die Zürcher Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen die Weltwoche wegen des Roma-Covers eröffnet hat, verteidigt Chefredaktor Roger Köppel das umstrittene Motiv als legitimes Symbolbild. Im laufenden Verfahren geht es um den Rassismusvorwurf. Die Zweckentfremdung des Bildes steht auf einem anderen Blatt. Solche missliebige Verwendung kennen Fotografen und Agenturen nur zu gut. Doch es gibt nur beschränkte Möglichkeiten, die zweifelhafte Praxis zu unterbinden.<br />
<span id="more-30487"></span><br />
Stellen Sie sich vor: Sie sind in einem Supermarkt und ein Fotograf fragt Sie, ob er Sie zusammen mit Ihrem Einkaufskorb für die Bebilderung eines Artikels zum Thema «Einkaufsverhalten der Schweizer» ablichten darf. Sie geben Ihr Einverständnis und wie versprochen erscheint der Artikel im entsprechenden Kontext. Einige Jahre später entdecken Sie das Bild beim zufälligen Durchlesen einer Zeitung wieder. Diesmal thront über dem Bild jedoch die Schlagzeile «Ladendiebstähle in Schweizer Supermärkten nehmen zu». Sie werden flugs vom ehrlichen Kunden zum Ladendieb.</p>
<p>Jüngstes und wohl prominentestes Beispiel dafür ist das <a href="http://www.weltwoche.ch/no_cache/die-weltwoche/aktuelle-ausgabe.html?tx_kbwwfrontend_pi4[issue_year]=2012&amp;tx_kbwwfrontend_pi4[issue_number]=14" target="_blank">Weltwoche-Titelbild vom 5. April 2012</a>. Auf einen <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2012-14/sie-kommen-klauen-und-gehen-die-weltwoche-ausgabe-142012.html" target="_blank">Artikel</a>, in dem es um den wachsenden Kriminaltourismus osteuropäischer Roma-Banden geht, wird auf der Titelseite mit einem Bild hingewiesen, das einen Jungen zeigt, der eine Spielzeugpistole auf den Betrachter richtet. Das Bild wird ergänzt durch die Schlagzeile: «Die Roma kommen: Raubzüge in die Schweiz». Im dazugehörenden Bericht ist aber nicht nur in keiner Weise davon die Rede, dass minderjährige Roma mit Pistolen bewaffnet auf Raubzüge gehen würden.</p>
<p>Der auf dem Bild abgebildete Junge, der gemäss einer <a href="http://www.woz.ch/-29b6" target="_blank">Reportage der «WOZ»</a> Mentor M. heisst und mittlerweile acht Jahre alt ist, war auch noch nie in der Schweiz. Im Originaltext zur Bilderserie des italienischen Fotografen Livio Mancini, von dem <a href="http://u000187391.photoshelter.com/gallery-image/The-Garbage-Gang-Kosovo/G0000c5ChxrZRQrY/I0000uRXIbxBQ7_M" target="_blank">das Bild des Roma-Jungen</a> stammt, steht: «In einem Aussenbezirk der kosovarischen Stadt Gjakova lebt eine Gruppe von Roma-Kindern zusammen mit ihren Familien in einem Slum, der auf einer Mülldeponie errichtet wurde. Nach dem Krieg dorthin gezogen, überleben sie dadurch, dass sie wiederverwertbaren Abfall sammeln und verkaufen.»</p>
<p>Auf dem Blog der «Open Society Foundations» <a href="http://www.soros.org/voices/completely-different-picture-inciting-hatred-against-roma" target="_blank">erklärt Livio Mancini</a>, dass die Bilder im Jahr 2008 entstanden, während er im Kosovo eine Gruppe italienischer Nato-Soldaten beim Wiederaufbau von Brücken, Schulen und Strassen begleiten konnte. Nach der Veröffentlichung des Bildes von Mentor M. auf der Weltwoche-Titelseite habe er plötzlich Mails aus ganz Europa erhalten, deren Verfasser ihn fragten, ob er wisse, wie sein Bild von der «Weltwoche» verwendet werde. Erst dann habe er realisiert, dass sein Bild aus dem Kontext herausgerissen worden war. Dieses nun gezeigte Bild sei nicht, was er fotografiert, was er gesehen habe. Er habe damals ein Kind gesehen, das Spass mit einem seiner wenigen Spielzeuge hatte.</p>
<p>Für Peter Bitzer, Geschäftsführer der <a href="http://www.laif.de/" target="_blank">Kölner Fotoagentur Laif</a>, die Livio Mancini und dessen Agentur Redux im deutschsprachigen Raum vertritt, ist klar, dass man auf die Art und Weise, wie dies die «Weltwoche» getan hat, mit einem Bild-Dokument nicht umgehen darf: «Das Bild wird vollständig aus dem eigentlichen Kontext herausgelöst, da es keinen Roma-Jungen auf Raubzug in der Schweiz, sondern ein spielendes Kind auf einer verseuchten Müllkippe im Kosovo zeigt. Das Bild dokumentiert also den Missstand auf dieser Müllkippe und in einem weiteren Sinne die menschenunwürdigen Lebensverhältnisse von Roma-Kindern in Osteuropa, jedoch keinesfalls den ‚Raubzug von Roma-Kindern’ in der Schweiz».</p>
<p>Roger Köppel, Chefredaktor der «Weltwoche» erklärt hingegen auf Anfrage, wieso die Redaktion gerade dieses Bild verwendet habe: «Es handelt sich um ein Bild, das für uns das Thema des Artikels präzis symbolisiert: Osteuropa, Verwahrlosung, Roma-Milieu sowie Kinder, die für kriminelle Zwecke instrumentalisiert werden». Einige Privatpersonen sowie der Zentralrat der deutschen Sinti und Roma sahen dies jedoch etwas anders und <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Empoerung-ueber-WeltwocheTitelbild-erreicht-Deutschland/story/22708599" target="_blank">erstatteten Strafanzeige</a> gegen die Weltwoche-Verantwortlichen.</p>
<p>Auch beim Presserat gingen gemäss Martin Künzi vom Presserat-Sekretariat bisher zwei Beschwerden ein, wovon eine sich neben der Ziffer 8 der <a href="http://presserat.ch/21690.htm" target="_blank">«Erklärung der Pflichten der Journalistinnen und Journalisten»</a> («Sie respektieren die Menschenwürde und verzichten in ihrer Berichterstattung in Text, Bild und Ton auf diskriminierende Anspielungen, welche die ethnische oder nationale Zugehörigkeit [&#8230;] zum Gegenstand haben.») auch auf die Ziffer 3 beziehe («Sie unterschlagen keine wichtigen Elemente von Informationen und entstellen weder Tatsachen, Dokumente, Bilder und Töne noch von anderen geäusserte Meinungen»).<br />
Doch vom Presserat, der beanstandete Medien nicht zu einer Veröffentlichung seiner Stellungnahmen verpflichten kann und deshalb auch schon als «zahnloser Tiger» bezeichnet wurde, wird sich die «Weltwoche» nicht beeindrucken lassen. Obwohl es in der <a href="http://presserat.ch/12820.htm" target="_blank">Richtlinie 3.3.</a> «Archivdokumente» des Pressekodex, welche die Ziffer 3 der «Erklärung» genauer ausführt, klipp und klar heisst: «Archivdokumente sind ausdrücklich zu kennzeichnen, allenfalls mit Angabe des Datums der Erstveröffentlichung. Zudem ist abzuwägen, ob sich die abgebildete Person immer noch in der gleichen Situation befindet und ob ihre Einwilligung auch für eine neuerliche Publikation gilt».</p>
<p>In <a href="http://presserat.ch/12830.htm" target="_blank">Richtlinie 3.4.</a> geht es im Kodex zudem um «Illustrationen»: «Bilder oder Filmsequenzen mit Illustrationsfunktion, die ein Thema, Personen oder einen Kontext ins Bild rücken, die keinen direkten Zusammenhang mit dem Textinhalt haben (Symbolbilder), sollen als solche erkennbar sein. Sie sind klar von Bildern mit Dokumentations- und Informationsgehalt unterscheidbar zu machen, die zum Gegenstand der Berichterstattung einen direkten Bezug herstellen.»</p>
<p>Erst vor etwas mehr als einem Jahr, am 16. März 2011, veröffentlichte der Presserat eine <a href="http://presserat.ch/29040.htm" target="_blank">Stellungnahme zur «Weltwoche»-Ausgabe 19/2010</a>, in der ein islamkritischer Artikel, der zum Schluss kam, dass «der muslimische Glaube mit Rechtsstaat und Demokratie nicht vereinbar» sei und «konsequenterweise» verboten werden müsste, mit einem Bild illustriert wurde, das einige Muslime zeigte, die auf dem Berner Bundesplatz demonstrierten.</p>
<p>Eine der abgebildeten Personen legte beim Presserat Beschwerde ein, da das Bild einige Jahre zuvor bei einer friedlichen Demonstration gegen die dänischen Mohammed-Karikaturen aufgenommen worden war und somit in der «Weltwoche» aus dem Zusammenhang gerissen werde. Der Presserat kam zum Schluss, dass, wer «friedlich für seine Religion demonstriert», nicht hinzunehmen hat, «dass sein Bild später als Illustration eines Artikels dient, der diese Religion und damit auch die abgebildete Person als potenziell gewalttätig und verfassungsfeindlich denunziert.»</p>
<p>Der Presserat stellte folgerichtig fest, dass die «Weltwoche» mit der Publikation dieses Bildes die Richtlinie 3.3. der «Erklärung» verletzt habe. Auf die Frage, ob die «Weltwoche» im Sinne einer Selbstkritik die Stellungnahme des Presserates in ihrem Heft thematisiert habe, ging Roger Köppel in seiner Antwortmail jedoch nicht ein. Dem Presserat ist gemäss Martin Künzi vom Presserat-Sekretariat nicht bekannt, dass die »Weltwoche” diese Stellungnahme je thematisiert hätte. Jedenfalls sei in der Schweizer Mediendatenbank diesbezüglich nichts zu finden.</p>
<p>Der NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler kam kürzlich in einem Artikel mit dem Titel <a href="www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/therapieohne-wirkung_1.16475529.html" target="_blank">«Therapie ohne Wirkung»</a> bezüglich Zweckentfremdungen von Bildern zum Schluss: «Mit Zweckentfremdungen ist in dem auf kurzfristige Effekte zielenden Medienmarkt stets zu rechnen.» So stellen denn sowohl die grösste Schweizer Bildagentur Keystone als auch die deutsche Fotoagentur Laif vermehrt fest, dass Bilder in einem anderen Kontext verwendet werden. «Bilder werden leider immer wieder aus dem Zusammenhang gerissen und können so von Betroffenen als diskriminierend empfunden werden», so Jann Jenatsch, Geschäftsführer von Keystone.</p>
<p>«Beispielsweise wurde ein Bild, dessen Originalbeschreibung ‚Ein Mädchen und seine Mutter vergnügen sich an der Spielzeugmesse Suisse Toy in Bern’ lautete, für einen Artikel mit dem Titel ‚Immer mehr Frauen werden ledig Mami’ und der Bildunterzeile ‚Immer mehr Mütter sind ledig’ verwendet und die Mutter somit als alleinerziehend dargestellt, obwohl dies wahrscheinlich nicht korrekt ist.»</p>
<p>Auch Peter Bitzer, Geschäftsführer der Agentur Laif, beobachtet eine Tendenz zur sinnentstellenden Zweckentfremdung: «Zunehmend werden Bilder aus ihrem eigentlichen dokumentarischen Kontext herausgenommen und rein illustrativ eingesetzt. Beispielsweise wird ein Bild von Bankern in der Mittagspause mit dem Untertitel ‚Insider-Wissen wird illegal weitergegeben’ versehen. Es sollte eigentlich möglich sein, Bilder nur in ihrem tatsächlichen Kontext zu verwenden, ansonsten führt dies in der Regel zu Persönlichkeitsverletzungen.»</p>
<p>Dass bei der Verwendung eines Bildes durch ein Medium nicht nur die Urheberrechte des Fotografen, sondern auch die Persönlichkeitsrechte von abgebildeten Personen zu beachten sind, thematisierte der Rechtsanwalt Bruno Glaus bereits im Dezember 2002 in einem <a href="www.vfgonline.ch/cm_data/Abgebildete_muessen_zustimmen_persoenlich_12.02-2.pdf" target="_self">Artikel der Zeitschrift «Persönlich»</a>: «Bildrechte und Abgebildetenrechte sind zweierlei. Wer Bilder bei Fotoagenturen einkauft, kauft urheberrechtliche Nutzungsrechte ein, selten aber ‚Reproduktionsrechte’ der Abgebildeten.»</p>
<p>Darauf macht auch die Bildagentur Keystone in ihren <a href="http://www.keystone.ch/bild-disp/keystone/de/cms_agb.html" target="_blank">Allgemeinen Geschäftsbedingungen</a> aufmerksam, in denen es heisst: «KEYSTONE weist darauf hin und der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass KEYSTONE den Kunden in jedem Fall nur ein Recht auf Verwendung der Bilder bzw. Videos einräumt. Diese Einschränkung gilt insbesondere für Bilder bzw. Videos, bei denen vom Bildinhalt her weitere Urheberrechte und/oder Persönlichkeitsrechte zu beachten sind (z.B. Abbildungen von Kunstwerken, Personen, etc.). Der Kunde ist verpflichtet, die entsprechenden Rechte selber einzuholen.» Zudem regelt Keystone in ihren Geschäftsbedingungen den Verwendungszweck: «Bilder und Videos dürfen nur zum vereinbarten Zweck verwendet werden. Der vertraglich vereinbarte Verwendungszweck der Bilder richtet sich nach der in der Anfrage bzw. der Offerte und/oder im Downloadformular vom Kunden gemachten Angaben.» Weiter sind «sinnentstellende oder diskriminierende Verwendung von Bild- und Videomaterial verboten.»</p>
<p>Auch die Vereinigung fotografischer Gestalter und Gestalterinnen vfg, in der Fotografinnen und Fotografen aus allen Bereichen der Berufsfotografie Mitglied sind, hält <a href="www.vfgonline.ch/cm_data/AGB-vfg_5.9.06.pdf" target="_self">in ihren AGB</a>, die sie für ihre Mitglieder zur Verwendung bei Vertragsabschlüssen erstellt hat, fest: «Das Bildmaterial darf nicht sinnentstellend verwendet werden.» Verhindern, dass Bilder in einem anderen Zusammenhang erscheinen, kann ein Fotograf gemäss Hans Rudolf Stadtmann, Web-Administrator der vfg, trotzdem nicht: «Sobald ein Auftrag abgeschlossen und die Rechnung bezahlt ist, geht die Nutzung der Bilddaten an den Kunden über, ausser man hat es vertraglich anders geregelt. Bild-Autor bleibt jedoch immer der Fotograf. Sobald die Bild-Daten aus den Händen des Fotografen abgegeben werden, wird es für ihn, gegen alle Verträge und Versprechungen, unkontrollierbar.»</p>
<p>Auch Peter Bitzer, Geschäftsführer der Fotoagentur Laif, sagt, dass es schwierig sei, den Einsatz der Bilder zu reglementieren: «Da der Kunde in den meisten Fällen die Bilder, welche er nutzen will, direkt aus unserer Datenbank hochlädt, sehen wir die Nutzung erst, nachdem sie erfolgt ist. Der Kunde muss nur in Ausnahmefällen vorher nachfragen. Die Kunden müssen jedoch, bevor sie von uns Bilder erhalten, unsere <a href="http://www.laif.de/index.php?16302789014100992330.00001336700816892179515916052012140538" target="_blank">allgemeinen Geschäftsbedingungen</a> akzeptieren. Diese verbieten es explizit, Bilder sinnentstellend und wahrheitsverändernd einzusetzen. Diese Verantwortung setzen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten durch.»</p>
<p>Auf die Frage, wieso die «Weltwoche» diese Geschäftsbedingungen von Laif nicht eingehalten habe, geht Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel nicht ein. Stattdessen antwortet er: «Hätten Fotograf und Agentur das Bild besonders schlimm gefunden oder nur in einem ganz spezifischen Kontext verwendet haben wollen, hätten sie es entweder nicht anbieten sollen oder dann nur mit Restriktionen, wie das ja bei anderen Bildern zum Teil der Fall ist. Die Weltwoche hat sich korrekt verhalten.»</p>
<p>Für den Winterthurer Fotografen <a href="http://www.manuelbauer.ch/" target="_blank">Manuel Bauer</a>, der bei einem grösseren Publikum dafür bekannt wurde, dass er den Dalai Lama während drei Jahren fotografisch begleiten durfte, ist es deshalb wichtig, die Bilder mit Lieferbedingungen zu versehen, um einer Zweckentfremdung entgegenzuwirken. «Ich mache bei sensiblen Bildern immer klar, in welchem inhaltlichen Kontext die Bilder genutzt werden dürfen und verlange das Layout sowie den Text und die Bildlegenden zur Begutachtung und bedinge mir ein Veto/Gut zum Druck aus. Gerade im beschriebenen Fall ist nicht das Bild das Problem, sondern der Text. Er provoziert vorsätzlich eine ungewollte Assoziation im Betrachter des Bildes. Bei Medien wie der, mit ihrer Bildsprache zum Boulevard neigenden, Weltwoche gilt es besonders vorsichtig zu sein. Meine Agentur Focus Hamburg verschickt Bilder erst, nachdem der Kunde einen Vertrag unterzeichnet hat. Die Agentur fragt mich immer vor einer Veröffentlichung an, ob mir die Verwendung und deren Kontext genehm ist.» Trotzdem wurden schon einmal Bilder von Manuel Bauer aus einem redaktionellen Beitrag durch einen Reiseveranstalter gestohlen und in einem Prospekt abgedruckt. «Die Gewerkschaft (damals SJU) bezahlte darauf einen Anwalt und ging vor Gericht. Wir gewannen, doch musste der Schädiger lediglich das übliche Honorar bezahlen.»</p>
<p>Eine grosse Agentur wie Keystone hat bei sinnentstellender oder diskriminierender Verwendung von Bildern verschiedene Möglichkeiten, rechtlich dagegen vorzugehen, wie Jann Jenatsch von Keystone ausführt: «Es kommt auf den Grad der missbräuchlichen Verwendung an. Das kann von Abmahnung bis zu einer Klage reichen, von einer Richtigstellung bis hin zu einer Sperrung des Kunden.» Doch laut Hans Rudolf-Stadtmann von der Vereinigung fotografischer Gestalter und Gestalterinnen (vfg) haben viele Fotografen nicht das Geld für einen Prozess: «Wenn Missbrauch der Daten vorliegt, helfen in der Regel nur noch der Anwalt oder der Richter weiter. In den meisten Fällen fehlt jedoch das Geld für die Prozesskosten. So bleibt der Bild-Autor meist im Hintertreffen.» Genauso wie diejenigen Personen, welche auf einem in anderem Kontext veröffentlichten Bild abgebildet werden, oder deren Angehörigen. So möchte der Vater des Roma-Jungen <a href="http://www.woz.ch/-29b6" target="_blank">gemäss der WOZ</a> «Klage gegen die Verantwortlichen einreichen, die das Bild missbraucht hätten. Dafür benötigt er die Hilfe der Caritas, alleine wird er das kaum machen können. Allein schon wegen der Kosten.»</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/paulhorner/5493181022/in/photolist-9npY5W-9npZkC-9npXk7-9npYTb-azyPKN" target="_blank">Flickr/Paul Horner (CC BY-SA 2.0)</a></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/06/04/kaum-mittel-gegen-zweckentfremdung/">Kaum Mittel gegen Zweckentfremdung</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>In der Pose des Missverstandenen</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/04/12/in-der-pose-des-missverstandenen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 12:36:56 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Explosive Recherchen sprechen für sich und brauchen nicht mit Rauchbomben begleitet zu werden. Nicht so bei der Weltwoche: Das Magazin versucht seinen Recherchen mit tosender Begleitmusik mehr Gewicht zu verleihen – und zeigt sich überrascht, wenn nicht alle auf die Trickserei hereinfallen. Ob bei den Enthüllungen zu den Devisengeschäften von Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand, oder vor <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/12/in-der-pose-des-missverstandenen/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://medienwoche.ch/wp_live/wp-content/uploads/2012/01/wewo_logo.jpg" alt="" width="120" height="117" /> Explosive Recherchen sprechen für sich und brauchen nicht mit Rauchbomben begleitet zu werden. Nicht so bei der Weltwoche: Das Magazin versucht seinen Recherchen mit tosender Begleitmusik mehr Gewicht zu verleihen – und zeigt sich überrascht, wenn nicht alle auf die Trickserei hereinfallen.<br />
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Ob bei den Enthüllungen zu den Devisengeschäften von Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand, oder vor einer Woche bei den Recherchen zu den kriminellen Aktivitäten von Roma in der Schweiz: Anstatt die Tatsachen und Meinungen für sich stehenzulassen, setzt die Weltwoche jedes Mal noch einen drauf: Bei Hildebrand war es die Titulierung als «Gauner» und «Lügner», bei der Roma-Geschichte das umstrittene Heftcover.</p>
<p>Dass sich die Öffentlichkeit und insbesondere Medien und Journalisten auf das Titelbild stürzen würden, kann niemanden überraschen. Ebenso wenig erstaunt es, dass sich die Diskussion fortan nicht mehr um den problematisierten Gegenstand, sondern um die Weltwoche als solche dreht. Chefredaktor und Verleger Roger Köppel interpretiert dies als Weigerung, über die ans Licht gezerrten Missstände diskutieren zu wollen. Nur: Gerade der Fall der Roma-Kriminalität zeigt, dass es sich hier keineswegs um ein Tabu handelt. In den Wochen vor der Veröffentlichung der Weltwoche-Titelgeschichte haben <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=2b909dcf-fbc7-4caa-a50c-502fe650deea" target="_blank">praktisch alle</a> <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/genf_bettelverbot_1.16122588.html" target="_blank">Schweizer</a> <a href="http://www.bz-berlin.de/archiv/immer-mehr-kinder-auf-bettel-tour-article1416666.html" target="_blank">Medien</a> ausführlich darüber berichtet.</p>
<p>Man darf sich also getrost fragen, ob diese forcierte Scheintabuisierung, das bewusste Ablenken vom Kern der Geschichte mit einem provokanten Knalleffekt, Teil der Weltwoche-Strategie ist, um sich in die Pose des Missverstandenen zu werfen. In dieser Pose braucht man sich auch nicht weiter mit Kritik auseinanderzusetzen, die im Fall der Motivwahl für das Cover der letzten Ausgabe mehr als berechtigt ist.</p>
<p>Die Verteidigung des Bilds mit dem Roma-Jungen aus dem Kosovo, der mit einer Pistole auf den Leser zielt, nimmt sich denn auch höchst abenteuerlich aus. «Wir haben kein Bild aus der Schweiz genommen», sagt <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article106173456/Kriminelle-Roma-Familien-missbrauchen-die-Kinder.html" target="_blank">Roger Köppel auf welt.de</a>, «weil es im Artikel gerade nicht um die hier lebenden Roma geht, sondern um kriminelle Roma-Familienclans, die aus dem Osten Europas kommen.» Kein Wort dazu, dass die Kinder beim Betteln und Einbrechen in der Schweiz unbewaffnet vorgehen. Wenn es der Weltwoche an einer sachlichen Diskussion gelegen wäre, dann hätte sie dieses Bild nicht wählen dürfen, sondern eines, das mit der erzählten Geschichte etwas zu tun hat.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/cordwoodruff/6027846246/in/album-72157626629497263/" target="_blank">Flickr/Cord Woodruff (CC BY-ND 2.0)</a></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/04/12/in-der-pose-des-missverstandenen/">In der Pose des Missverstandenen</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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