<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Daniel Binswanger | MEDIENWOCHE</title>
	<atom:link href="https://medienwoche.ch/tag/daniel-binswanger/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://medienwoche.ch</link>
	<description>Magazin für Medien, Journalismus, Kommunikation &#38; Marketing</description>
	<lastBuildDate>Thu, 22 Jun 2017 06:46:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>Trauer um Kurt Imhof</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2015/03/03/trauer-um-kurt-imhof/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nick Lüthi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2015 21:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Imhof]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Binswanger]]></category>
		<category><![CDATA[Das Magazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=3833</guid>

					<description><![CDATA[<p>«Nur ein toter Mediensoziologe ist ein guter Mediensoziologe. So scheint der implizite Branchenkonsens zu lauten.» Daniel Binswanger im «Magazin» zu den teils heuchlerischen Reaktionen von Medienschaffenden auf den Tod von Kurt Imhof.</p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/03/trauer-um-kurt-imhof/">Trauer um Kurt Imhof</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>«Nur ein toter Mediensoziologe ist ein guter Mediensoziologe. So scheint der implizite Branchenkonsens zu lauten.» Daniel Binswanger im «Magazin» zu den teils heuchlerischen Reaktionen von Medienschaffenden auf den Tod von Kurt Imhof. </p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2015/03/03/trauer-um-kurt-imhof/">Trauer um Kurt Imhof</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alles nichts ohne Glaubwürdigkeit</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2012/03/21/alles-nichts-ohne-glaubwuerdigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 06:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Michele Roten]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Binswanger]]></category>
		<category><![CDATA[Das Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Diez]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur Rutishauser]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Kracht]]></category>
		<category><![CDATA[Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Schlämmer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=7207</guid>

					<description><![CDATA[<p>Journalisten diskutieren im Netz vermehrt unter den Augen der Öffentlichkeit. Gut so, schliesslich gibt es keinen Grund, die res publica in abgeschlossenen Elitenzirkeln zu verhandeln. Zum Vorschein kommt dabei die wichtigste Eigenschaft des Journalisten: die Glaubwürdigkeit. Auf dem Schiff Tages-Anzeiger gibt immer wieder Diskussionen, wie soll es auch anders sein. Es gibt nicht nur die <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/21/alles-nichts-ohne-glaubwuerdigkeit/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/21/alles-nichts-ohne-glaubwuerdigkeit/">Alles nichts ohne Glaubwürdigkeit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Journalisten diskutieren im Netz vermehrt unter den Augen der Öffentlichkeit. Gut so, schliesslich gibt es keinen Grund, die res publica in abgeschlossenen Elitenzirkeln zu verhandeln. Zum Vorschein kommt dabei die wichtigste Eigenschaft des Journalisten: die Glaubwürdigkeit.<br />
<span id="more-30453"></span><br />
Auf dem Schiff Tages-Anzeiger gibt immer wieder Diskussionen, wie soll es auch anders sein. Es gibt nicht nur die Galeere, in der die Ruder auf den Schlag des <a href="https://medienwoche.ch/2011/12/02/unter-dem-content-diktator/">Content-Diktators</a> bewegt werden. Es gibt auch ein Hauptdeck, das geschrubbt werden muss. Und ein Oberdeck, auf dem im makellosen Anzug über den richtigen Kurs reflektiert wird.</p>
<p>Neu ist, dass öffentlich diskutiert wird. Im seit Mitte Januar existierenden <a href="http://blog.dasmagazin.ch/">Blog von Das Magazin</a> gibt Daniel Binswanger <a href="http://blog.dasmagazin.ch/2012/03/11/der-absurde-angriff-des-tages-anzeiger-auf-snb-direktoriumsmitglied-jean-pierre-danthine/?goslide=0">am 11. März</a> dem Recherchechef des Mutterblatts Tages-Anzeiger, Arthur Rutishauser, zu verstehen, dass er sich bei den Recherchen zu den Lunch-Spesen eines Nationalbank-Direktoriumsmitglieds in eine Bagatelle verbissen hat:</p>
<blockquote><p>«(&#8230;) einen Enthüllungsartikel über Jean-Pierre Danthine geschrieben, der auf mich wirkt wie aus einem satirischen Giacobbo/Müller-Sketch über Boulevard-Enthüllungsjournalismus.»</p></blockquote>
<p>Und <a href="http://blog.dasmagazin.ch/2012/03/13/wie-frau-sein-der-nachkriegszeit-version-2012/">am 13. März</a> nimmt Michèle Roten einen Tages-Anzeiger-Artikel von Ev Manz auseinander:</p>
<blockquote><p>«Ich versuche mich daran zu erinnern, wann ich das letzte Mal so einen Quatsch gelesen habe.»</p></blockquote>
<p>Und Thomas Zaugg schreibt <a href="http://blog.dasmagazin.ch/2012/03/14/thomas-matter-mit-gattin-marion/?goslide=0">am 14. März</a> über die Verlagsschwester Sonntagszeitung. <small>(<strong>Nachtrag</strong>, 21. März, 13:30 Uhr: Thomas Zaugg <a href="https://twitter.com/#!/thomaszaugg/status/182404202818043904">weist</a> <a href="https://twitter.com/#!/thomaszaugg/status/182434919815979008">per</a> <a href="https://twitter.com/#!/thomaszaugg/status/182404699511726080">Twitter</a> darauf hin, dass das Zitat von Roten nicht als Kritik am &#8222;Tages-Anzeiger&#8220;-Artikel gemeint ist, sondern sich auf den Mama-Coach bezieht.)</small></p>
<p>Öffentlich gestritten wird auch im Bürogebäude an der Zürcher Förrlibuckstrasse (<a href="https://dominiquestrebel.wordpress.com/2012/03/09/die-fehler-des-alex-baur/">Dominique Strebel vom «Beobachter» vs. Alex Baur von der Weltwoche</a>), zwischen Zürich und Berlin (<a href="http://bundesplatz.blog.nzz.ch/2012/02/06/der-mude-achte-bundesrat/">René Zeller von der NZZ vs. Frank A. Meyer vom Ringier-Verlag</a>), zwischen Radiopionieren und Edelfedern (<a href="http://blog.persoenlich.com/?p=3374">Roger Schawinski von Radio1 vs. Constantin Seibt</a> vom Tages-Anzeiger) und natürlich in den Leserbriefspalten der Zeitungen (<a href="https://twitter.com/#!/kohlenklau/status/179234593650642949/photo/1">Andi Kunz von der Weltwoche vs. Peter Rothenbühler in der Aargauer Zeitung</a>). Fast tägliche Beispiele für Diskussionen liessen sich aus den öffentlichen und halböffentlichen Räumen von sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook anführen.</p>
<p>Wenn sie nicht in einen kleinkarierten Streit ausarten, sind öffentliche Debatten erfreulich, auch wenn sie unter der gleichen Marke, unter dem gleichen Verlagsdach stattfinden. Es wäre doch sehr überraschend, wenn unter Journalisten, die zur Meinungsvielfalt beitragen sollen, Meinungseinfalt bestehen würde. Viele der angeführten Debatten brechen nach Rede und Gegenrede abrupt ab. Diese Kürze verleiht der Diskussion zwar eine angenehme Übersichtlichkeit, das (erneute) Eingehen auf die Argumente des Anderen wäre aber schon wünschenswert.</p>
<p>Der offensichtliche Gewinn solcher Debatten für das Publikum ist die Einsicht in den Journalisten abseits seines Werks. Wie verteidigt er seine Arbeit, wie tickt er, kann er sich auch abseits von Redaktionsprozessen ausdrücken? Einige Diskussionen führen auch zurück zum Kern des Journalismus, den Fakten. Auch wenn nicht wenige Unterhaltungsarbeiter, Quotenbolzer, Fantasten keine Scham haben, sich Journalisten zu nennen, so sind sie das natürlich nur so lange, wie sie dem Publikum Fakten liefern. Ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Kummer">Tom Kummer</a> mag ein grossartiger Schreiber sein &#8211; und nicht seine ausgedachten Interviews machen ihn zum Fälscher, sondern der Verkauf von ihnen als Gespräche, die tatsächlich stattgefunden haben. Die Auseinandersetzung mit den Fakten befördern auch Watchblogs wie <a href="http://www.bildblog.de/">Bildblog</a> oder <a href="http://www.kobuk.at/">Kobuk</a>.</p>
<p>Ein Journalist kann, anders als eine Versicherungsfachfrau, ein Friseur oder eine Erwachsenenbildnerin, keine Diplome vorweisen, die ihm durch eine Ausbildung garantierte Fachkenntnis garantieren. Denn Journalist ist, und das ist gut so, ein ungeschützer Beruf, der ergreifen kann, wer sich dazu befähigt fühlt. Um so abhängiger ist ein Journalist vom Vertrauen, das das Publikum in seinen Namen setzt oder in die Marke, unter der er publiziert.</p>
<p>Die Bewahrung der Glaubwürdigkeit ist entscheidend. Es ist bald dreissig Jahre her, dass der «Stern» gefälschte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hitler-Tageb%C3%BCcher">Hitler-Tagebücher</a> vorabdruckte &#8211; doch noch heute verbinden viele diese Fehlleistung direkt mit der Marke. Umgekehrt kann die Glaubwürdigkeit eines Titels einen Ruf zerstören &#8211; wie zuletzt Georg Diez im «Spiegel» mit seinem Artikel <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83977254.html">«Die Methode Kracht»</a> bewiesen hat. Auch wenn sich umgehend <a href="http://www.kiwi-verlag.de/news/17022012-offener-brief-an-die-spiegel-chefredaktion-zu-kracht/">17 Autoren</a> mit dem Schriftsteller Christian Kracht solidarisierten und «die Grenzen zwischen Kritik und Denunziation überschritten» sahen, so werde Kracht von nun an immer das Attribut «umstritten» oder, noch diffuser, «problematisch» anhaften, schrieb beispielsweise <a href="http://www.begleitschreiben.net/christian-kracht-imperium/">Gregor Keuschnig auf begleitschreiben.net</a>:</p>
<blockquote><p>Alleine die Tatsache, dass jemand im »Spiegel« derart gegen den Autor Stellung bezogen hat, reicht aus, um diese Meinung als Teil des Diskurses zu erhalten und immer wieder – je nach Bedarf – aus der Schublade zu holen.</p></blockquote>
<p>Was ein Vorwurf taugt, stellt sich oft erst in den Debatten dazu heraus. Kommunikationsarbeiter aller Art tun gut daran, sich an Ort und Stelle der Diskussion einzuschalten und die Faktenlage im eigenen und im öffentlichen Sinne zu bereichern. Es mag Momente geben, in denen Schweigen eine Antwort ist, doch in aller Regel ist die Darlegung der eigenen Position das Richtige.</p>
<p>Die Deutung der Debatte ist dem Konsumenten überlassen. Er entscheidet, welche Argumente ihn zu überzeugen vermögen &#8211; und passt je nach dem den eigenen Medienkonsum an. Denn wer sich mit unbelegten Vorwürfen wichtig machen will, gehört kritisiert, verklagt oder irgendwann einfach ignoriert, ganz so wie jeder gemeine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Netzkultur%29">Troll</a>. Das gilt für den Twitterer, den Blogger, den Blick-Kolumnisten, den NZZ-Redaktor und selbst für den mehrfach preisgekrönten Journalisten.</p>
<p><small>Verwendete Bilder: <a href="https://www.facebook.com/HorstSchlaemmer">facebook.com/HorstSchlaemmer</a></small></p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2012/03/21/alles-nichts-ohne-glaubwuerdigkeit/">Alles nichts ohne Glaubwürdigkeit</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Gegenteil vom Gegenteil</title>
		<link>https://medienwoche.ch/2011/03/28/das-gegenteil-vom-gegenteil/</link>
					<comments>https://medienwoche.ch/2011/03/28/das-gegenteil-vom-gegenteil/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ronnie Grob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 10:50:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Standpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Binswanger]]></category>
		<category><![CDATA[Das Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Hildebrand]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Daum]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Köppel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://medienwoche.ch/?p=1616</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 3. März titelt die «Weltwoche» zur Einwanderung von Ausländern: «Macht die Grenzen dicht». Eine Woche später ertönt das Echo, auf den Schweizer Seiten der «Zeit»: «Macht auf das Tor» &#8211; das Titelblatt der Weltwoche sei «reine Angstmacherei». Am 10. März titelt die «Weltwoche» zum Nationalbank-Chef Philipp Hildebrand: «Der Falschmünzer». Zwei Wochen später ertönt das <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/28/das-gegenteil-vom-gegenteil/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/28/das-gegenteil-vom-gegenteil/">Das Gegenteil vom Gegenteil</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. März titelt die «Weltwoche» zur Einwanderung von Ausländern: «Macht die Grenzen dicht». Eine Woche später ertönt das Echo, auf den Schweizer Seiten der «Zeit»: <a href="http://www.zeit.de/2011/11/CH-Migrationspolitik?page=all">«Macht auf das Tor»</a> &#8211; das Titelblatt der Weltwoche sei «reine Angstmacherei».</p>
<p>Am 10. März titelt die «Weltwoche» zum Nationalbank-Chef Philipp Hildebrand: «Der Falschmünzer». Zwei Wochen später ertönt das Echo, vom «Magazin»: <a href="http://copytaste.com/e303">«Die Attacke: Was hinter den Angriffen auf die Nationalbank steckt»</a> &#8211; die Weltwoche liefere «allwöchentliche Tiraden, die unbehindert von Sachkompetenz die SNB unter Sperrfeuer nehmen».</p>
<p>Ist es also wahr? Die «Weltwoche» ist ein Leitmedium, das Themen setzt und zum Widerspruch herausfordert?<br />
<span id="more-28771"></span><br />
Redet man mit Journalisten, dann ist nichts unwahrer als das. Die meisten Medienschaffenden nehmen die «Weltwoche» als ein Blatt verwirrter Rechter wahr, das, wenn vielleicht auch nicht von Christoph Blocher persönlich finanziert, so doch Mitarbeiter hat, die von der SVP-Ideologie so verblendet sind, dass sie keinen vernünftigen Gedanken fassen können. Nun könnte man eigentlich meinen, dass auf die Ansicht, dass die «Weltwoche» regelmässig Unsinn verzapft, Ignoranz folgen müsste. Doch dem ist augenscheinlich nicht so. Die Journalisten, von denen niemand wirklich weiss, wie sie selbst zur politischen Lage stehen, bemühen sich beflissen, das Gegenteil vom Gegenteil zu schreiben.</p>
<p>Einerseits werfen sie «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel regelmässig vor, er habe kein Interesse an der Sachlage, sondern sei nur bemüht, bei jeder Diskussion das Gegenteil eines nicht genauer definierten «Mainstreams» zu behaupten. Andererseits dienen «Weltwoche»-Geschichten den Redaktionen, die sich gerne als Leitmedien sehen, als willkommener Anlass, genau das Gleiche zu machen: Also keine eigenen Themen zu erarbeiten, sondern das Gegenteil der «Weltwoche» zu vertreten.</p>
<p>Das ist einfach und erfolgsversprechend – nicht wenige Medien halten sich seit Jahrzehnten am Leben, in dem sie sich an rechten Positionen reiben. Aber sind solche Schlagabtausche langweilig oder nicht? Ich finde nicht: Debatten beleben die Diskussion – nichts ist einschläfernder, als wenn sich alle einig sind und sich niemand die Mühe macht, Gegenargumente zu suchen und zu vertreten. Auf das Berufsverständnis der Journalisten werfen sie aber ein bezeichnendes Licht: nicht nur die Position der «Weltwoche», die nach einem Ereignis zielsicher vorhergesagt werden kann, ist absehbar wie das Amen in der Kirche &#8211; auch die Position ihrer Gegner lässt sich leicht voraussagen: einfach das Gegenteil der «Weltwoche».</p>
<p>Ist Journalismus also doch nicht so ergebnisoffen, wie es nach Lehrbuch vermutet werden könnte? Stehen dem persönliche Vorlieben und Haltungen im Weg? Oder tun die Gegner des «Weltwoche»-Meinungsjournalismus letztlich selbst das, was sie bei anderen kritisieren?</p><p>The post <a href="https://medienwoche.ch/2011/03/28/das-gegenteil-vom-gegenteil/">Das Gegenteil vom Gegenteil</a> first appeared on <a href="https://medienwoche.ch">MEDIENWOCHE</a>.</p>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://medienwoche.ch/2011/03/28/das-gegenteil-vom-gegenteil/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
